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Maßnahmen gegen Coronavirus

Niederlande: Dritte Gewalt-Nacht nach Corona-Demos - Festnahmen und Verletzte

  • VonMirko Schmid
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  • Katja Thorwarth
    Katja Thorwarth
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Bei Protesten gegen die Corona-Beschränkungen in den Niederlanden kommt es erneut zu Ausschreitungen.

+++ Update vom Montag, 22.11.2021, 11.11 Uhr: Auch in der Nacht zum Montag ist es in mehreren niederländischen Städten wieder zu Unruhen und gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Randalierer legten Brände, zerstörten Bushaltestellen und zündeten schwere Feuerwerkskörper, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Es ist die dritte Nacht in Folge mit Unruhen in den Niederlanden.

In Rosendaal nahe der belgischen Grenze wurden laut Polizeiangaben 15 Menschen festgenommen, nachdem Demonstranten ein Feuer in einer Grundschule gelegt sowie ein Auto angezündet hatten. Das Feuer in der Schule ist Medienberichten zufolge inzwischen wieder gelöscht.

Niederlande: Gewalt auf Corona-Demos in mehreren Städten

In Enschede nahe der deutschen Grenze wurden nach Angaben der Polizei fünf Menschen wegen Aufrufs zur Gewalt festgenommen. Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus. Die Polizei forderte die Demonstranten über Twitter auf, nach Hause zu gehen. In Groningen zogen am Sonntagabend mehrere „kleine Gruppen“ randalierend durch die Stadt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Die Bereitschaftspolizei war im Einsatz.

In Leeuwarden musste ein Fußballspiel unterbrochen werden, nachdem Fans, die wegen der Corona-Auflagen nicht ins Stadion durften, Feuerwerkskörper geworfen hatten. In Rotterdam nahm die Polizei bei einem Spiel 26 Menschen fest, nachdem Fans in der Halbzeitpause Feuerwerkskörper, Mülltonnen und eine Leitplanke auf die Beamten geworfen hatten.

Insgesamt gab es im Zuge der Krawalle von Freitag- bis Sonntagabend nach Angaben der Behörden 145 Festnahmen. Die Randale waren am Sonntagabend aber nicht mehr so heftig wie in den beiden vorherigen Nächten.

Seit Freitag kommt es in den Niederlanden zu Randalen, so wie hier in Rotterdam.

Niederlande: Erneute Proteste gegen Corona-Regeln – Jugendliche randalieren

+++ Update vom Sonntag, 21.11.2021, 6.25 Uhr: Nach den heftigen Ausschreitungen in Rotterdam haben Randalierer in der Nacht in verschiedenen Städten der Niederlande für Unruhen gesorgt. In Den Haag setzten die Sicherheitskräfte die Mobile Einheit sowie Hunde und Pferde ein, „um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen“, wie die Polizei auf Twitter mitteilte.

Fünf Beamte seien verletzt worden. Vor allem Jugendliche hätten mit Feuerwerk geworfen, kleine Brände gelegt und Verkehrsschilder zerstört. Zudem habe jemand einen Stein durch ein Fenster eines Krankenwagens geworfen, der einen Patienten transportierte. Sieben Menschen seien festgenommen worden.

Der Betreiber eines Pizza-Imbisses in Den Haag sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Menschen seien wütend über den Teil-Lockdown und Beschränkungen für Menschen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Allerdings seien auch die Polizeibeamten nicht ruhig geblieben. Sie hätten Menschen aus seinem Laden gezogen und „mir ohne Grund auf den Kopf geschlagen“, sagte Ferdi Yilmaz.

Demonstranten protestieren gegen die von der Regierung geplanten Einschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie. 

Niederlande: Weitere Festnahmen nach „Orgie der Gewalt“ bei Corona-Demo

+++ 18.28 Uhr: Ferd Grapperhaus, Justizminister der Niederlande, spricht von „extremer Gewalt“, welche sich während der Ausschreitungen in Rotterdam zugetragen habe. Infolge der Ausschreitungen wurde eine weitere Demonstration abgesagt, die in Amsterdam hätte stattfinden sollen. „Gestern Nacht war in Rotterdam die Hölle los“, erklärten die Veranstalter auf Facebook, es sei „nicht fair“ trotzdem an der eigenen Kundgebung festzuhalten. Anders sahen dies die Veranstalter der Demonstration im südniederländischen Breda, für sie war eine Absage kein Thema.

Unterdessen sollen die Vorfälle von Rotterdam nun juristisch untersucht werden. Auch weitere Festnahmen infolge „extremer Gewalt gegen Polizei, Einsatzkräfte und Feuerwehrleute“ kündigte Grapperhaus an. Allerdings soll auch der Schusswaffeneinsatz der Polizei umfassend untersucht werden. Bisher wurden bereits rund 20 Menschen festgenommen, außerdem seien mindestens sieben Menschen verletzt worden, darunter auch Polizeibeamte.

Niederlande: „Orgie der Gewalt“ bei Corona-Demo - Polizei setzt Schusswaffen ein

+++ 13.14 Uhr: Die Ausschreitungen in Rotterdam während einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen beschäftigen weiterhin die Justiz in den Niederlanden. Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb nannte die Ereignisse „eine Orgie der Gewalt“. Justizminister Ferd Grapperhaus bedauerte die „extreme Gewalt gegen Einsatzkräfte und Feuerwehrleute“. Das meldet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Bei der Demonstration wurden sieben Menschen verletzt. 20 Personen wurden noch in der Nacht festgenommen. Laut Grapperhaus bleibt es aber nicht dabei. Man werde noch weitere Verdächtige festnehmen. Auch der Schusswaffeneinsatz der Polizei werde genau untersucht.

In Rotterdam kam es im Rahmen einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen zu schweren Ausschreitungen.

Niederlande: Corona-Krawalle in Rotterdam - Polizei setzt Schusswaffen ein

++ Update vom Samstag, 20.11.2021, 07.24 Uhr: Die Polizei in den Niederlanden spricht mittlerweile von sieben verletzten Personen in Rotterdam. Dort war eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung eskaliert. Die Polizei hatte Warnschüsse auf mehrere Personen abgefeuert. „Es gibt Verletzte in Zusammenhang mit den abgegebenen Schüssen“, so die Behörden der niederländischen Hafenstadt am späten Freitagabend.

Auch in den Reihen der Polizei hat es nach Angaben der Ordnungskräfte Verletzte gegeben. Niederländische Beamte hatten mehrere Warnschüsse und weitere Schüsse abgegeben. Bei einem auf Bildern zu sehenden niedergeschossenen Menschen sei noch undeutlich, wie und durch wen die Person verletzt wurde, teilte die Polizei mit. Dutzende Menschen seien festgenommen worden.

In Rotterdam eskaliert eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der niederländischen Regierung.

Verletzte nach Polizeischüssen bei Corona-Krawallen in Rotterdam

Erstmeldung vom Freitag, 19.11.2021, 23.13 Uhr: Rotterdam - Bei einem Protest gegen die 2G-Politik auf dem Coolsingel in Rotterdam kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Hunderte Menschen demonstrierten gegen schärfere Corona*-Maßnahmen in der niederländischen Hafenstadt.

Die Situation muss dermaßen eskaliert sein, dass die Polizei schoss und es Verletzte gegeben hat. „Es gibt Verletzte in Zusammenhang mit den abgegebenen Schüssen“, teilte die Polizei in Rotterdam am späten Freitagabend mit.

Corona-Demo in Rotterdam: Verletzte nach Polizei-Schüssen

Wie viele Menschen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Zuvor hieß es, Beamte hätten mehrere Warnschüsse abgegeben. Ein Wasserwerfer sei im Einsatz. Bei dem Protest von Hunderten Menschen kam es zu Brandstiftungen, Feuerwerkskörper wurden abgefeuert und Polizisten und Feuerwehrleute mit Gegenständen beworfen. Der Sender NOS berichtet, dass mindestens ein Polizeiauto in Brand gesetzt worden sei, ein anderes wurde beschädigt.

Auch seien Feuerwehrleute und Polizisten mit Gegenständen beworfen worden. In den sozialen Netzwerken waren auf Bildern Brände auf dem Bürgersteig zu sehen, Stühle wurden geworfen und Müllcontainer auf die Straße geschoben. Ein Streifenwagen stand in Flammen. Der Zugverkehr von und nach Rotterdam sei eingestellt worden, teilten die Niederländischen Eisenbahnen mit.

Corona in den Niederlanden: Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung und das Robert Koch-Institut (RKI) haben die Niederlanden wieder als Hochrisikogebiet erklärt. Wer ab Sonntag aus dem Nachbarland nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss sich zehn Tage lang isolieren. Die Quarantäne kann frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test beendet werden.

In den Niederlanden gilt wegen steigender Corona-Infektionszahlen* seit dem vergangenen Wochenende wieder ein Teil-Lockdown. Bars, Restaurants und Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte müssen laut den aktuellen Regeln spätestens um 20.00 Uhr schließen, andere Geschäfte bereits um 18.00 Uhr. Die Bürger dürfen sich nur mit maximal vier weiteren Menschen in ihren Wohnungen treffen, Arbeitnehmer sollen möglichst im Homeoffice arbeiten. (ktho/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
 

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/ANP | Killian Lindenburg

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