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Medikament

Behandlung von Covid-19: Große Hoffnung liegt auf neuem Grippemittel

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
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Ein noch nicht zugelassenes Medikament gegen Grippe soll die Weitergabe des Coronavirus hemmen und schwere Covid-19-Verläufe verhindern.

  • Neben einem Impfstoff gegen das Coronavirus wird auch nach einem Covid-19-Medikament gesucht.
  • Ein Grippe-Medikament verhindert nach ersten Erkenntnissen Ansteckungen und schwere Verläufe von Covid-19.
  • Das Medikament Molnupiravir gegen Grippe wird derzeit in einer Studie bei Covid-19-Kranken getestet.

Darmstadt - Zurzeit blickt fast alle Welt auf die Corona-Impfstoffe. Doch es gibt auch Fachleute, die mahnen, darüber die Suche nach wirksamen Medikamenten gegen Covid-19 nicht zu vernachlässigen. Bei der Therapie gab es bislang zwar verschiedene mehr oder weniger vielversprechende Ansätze, aber noch keinen echten Durchbruch.

Corona: Medikament gegen Grippe kann Ansteckung und schweren Verlauf von Covid-19 verhindern

Seit kurzem ist ein neuer Kandidat im Rennen: das von Forschenden der Emory University in Atlanta ursprünglich zur Behandlung der Grippe entwickelte Medikament Molnupiravir. Es ist auch mit dieser Indikation noch nicht zugelassen. Studien aus den USA und Deutschland geben aber Hinweise, dass das antivirale Mittel sowohl die Übertragung von Sars-CoV-2 stoppen als auch schwere Verläufe von Covid-19 verhindern kann.

Die Infektionslage mit Covid-19 spitzt sich vielerorts zu.

An der Hemmung der Weitergabe des Virus forscht ein US-amerikanisches Team um Robert Cox von der Georgia State University mit Frettchen; die Ergebnisse wurden im Fachmagazin „Nature Microbiology“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler:innen stellten demnach fest, dass bereits 24 Stunden nach der ersten Verabreichung von Molnupiravir in den Rachenabstrichen infizierter Tiere keine Coronaviren mehr nachzuweisen waren.

Grippe-Medikament wird in Studie bei Covid-19-Kranken getestet

Und: Die behandelten Frettchen steckten keine weiteren Artgenossen an. Molnupiravir soll wirken, indem es zu Mutationen im Erbgut von Viren führt und so deren Vermehrung hemmt. Frettchen gelten im Fall von Sars-CoV-2 als geeignete Versuchstiere, weil sie ähnlich wie Menschen anfällig für eine Sars-CoV-2-Infektion sind und die Viren auch auf unsere Spezies übertragen können. Ob das Medikament bei Menschen die Vermehrung und Weitergabe der Viren genauso gut hemmt wie bei Frettchen, sollen nun klinische Studien zeigen.

Die Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Molnupiravir gegen Influenzaviren hatten bereits im Frühjahr weitere Wissenschaftler:innen auf den Plan gerufen, die nach Möglichkeiten einer Therapie von Covid-19 suchen. Zunächst wurde ab März mit Freiwilligen in den USA und Großbritannien die Sicherheit und Verträglichkeit des Medikaments bei Menschen getestet. Seit Sommer testet nun der Darmstädter Pharmakonzern Merck Molnupiravir zusammen mit dem Unternehmen Ridgeback Biotherapeutics in einer klinischen Phase-II/III-Studie mit Covid-19-Kranken. (Pamela Dörhöfer)

Rubriklistenbild: © imago stock&people

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