Corona-Pandemie

Coronavirus: Ausgangssperren in Deutschland werden wahrscheinlicher

Immer näher rücken mögliche Ausgangssperren wegen des Coronavirus. Die Folgen könnten weitreichend sein.

  • Ausgangssperren in Deutschland aufgrund des Coronavirus Sars-CoV-2 werden wahrscheinlicher
  • Bei Verstößen drohen hohe Strafen
  • Freiburg und Bayern könnten ein Vorbild sein

Frankfurt - Ausgangssperren wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 werden in Deutschland immer wahrscheinlicher. Bayern hat bereits weitgehende Einschränkungen erlassen, auch in Freiburg müssen die Menschen zuhause bleiben. Was aber würde es bedeuten, wenn Ausgangssperren aufgrund der Corona-Pandemie deutschlandweit erlassen werden würden?

Coronavirus: Was ist eine „Ausgangssperre“?

Der Begriff Ausgangssperre wird im Bezug auf das Coronavirus unterschiedlich definiert. Grundsätzlich gilt: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist verboten. 

Öffentliche Straßen, Plätze und Gebäude dürfen - unabhängig davon, ob man Symptome auf Corona vorweist oder nicht - nicht mehr betreten oder genutzt werden. Auf dem eigenen Grundstück darf man sich auch bei einer Ausgangssperre noch aufhalten, auch auf Balkon oder Terrasse oder im Garten.

Coronavirus: Was die Ausgangssperre erreichen soll

Das Ziel einer möglichen Ausgangssperre ist das Eindämmen der Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2. Um dies zu erreichen, sollen möglichst wenige Menschen miteinander in Kontakt kommen – indem sie zuhause bleiben. 

Ausganssperren in Deutschland wegen Coronavirus immer wahrscheinlicher

In vielen Fällen werden Ausgangssperren mit politischen Ausnahmesituationen wie Aufständen in Verbindung gebracht. Eine Ausgangssperre in Deutschland wäre auch eine Reaktion auf eine Ausnahmesituation, allerdings eine medizinische.

Coronavirus: Ausgangssperren legen das öffentliche Leben nicht komplett lahm

Im Bundesland Bayern gibt es eine Ausgangsbeschränkung, in der Stadt Freiburg gar eine Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Sie könnten als Vorbild für Deutschland dienen. Deutlich wird: Ausgangssperre bedeutet nicht automatisch, dass es keinerlei Ausgang mehr gibt.

In Bayern können Menschen aus „triftigen Gründen“ ihr Grundstück trotz Ausgangsbeschränkung verlassen. Diese Gründe sind zum Beispiel: 

  • Hin- und Rückweg zur Arbeit
  • Notwendige Einkäufe
  • Besuche von Arzt und Apotheke
  • Hilfe für andere Menschen
  • Besuch von Angehörigen und Partnern
  • Sport und Bewegung alleine

Coronavirus: Das passiert bei Verstößen gegen die Ausgangssperre

Wer gegen die Ausgangssperre verstößt, kann mit empfindlichen Strafen belegt werden. Der Paragraf 73 des Infektionsschutzgesetzes sieht bei einem Verstoß Geldbeträge von bis zu 25.000 Euro vor. 

Auf diesen Paragrafen bezieht sich beispielsweise die Stadt Freiburg bei ihrer Ausgangssperre. Möglich sind aber auch Platzverweise. Diese werden von der Polizei erteilt. Wer gegen einen Platzverweis verstößt, kann von der Polizei mit Zwang dazu gebracht werden oder in Gewahrsam genommen werden. Noch scheint es aber möglich, Ausgangssperren abzuwenden.

Coronavirus: In diesen Staaten gibt es schon Ausgangssperren

Einige Staaten haben aufgrund des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bereits auf ihrem gesamten Gebiet Ausgangssperren erlassen. Zu diesen Staaten zählen: 

  • Belgien 
  • Frankreich 
  • Italien 
  • Spanien 
  • China

Auch in Teilen der USA wurden entsprechende Regelungen erlassen. In der Stadt New York und dem Bundesstaat Kalifornien sind Bürger verpflichtet, ihr Haus nicht mehr zu verlassen. Auch in Hessen gibt es schon weitreichende Regelungen, aber noch keine Ausgangssperren. In Deutschland wurde zunächst ein Kontaktverbot aufgrund der Coronakrise verhängt. Wir beantworten die Frage, wen man bei einem Kontaktverbot noch besuchen darf. 

Zudem verraten wir Ihnen, wie der Test auf Corona funktioniert und wer getestet wird.

Rubriklistenbild: © Nicolas Armer/picture alliance/dpa

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