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Die Erstimpfungen gegen das Coronavirus gehen immer weiter zurück.
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Die Erstimpfungen gegen das Coronavirus gehen immer weiter zurück. (Symbolfoto)

Corona

Zahl der Erstimpfungen sinkt auf niedrigsten Wert seit Februar - Folgt jetzt die Impfpflicht?

Die Erstimpfungen gegen das Coronavirus gehen immer weiter zurück. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn appelliert an die Impfbereitschaft der Bürger:innen.

Berlin – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich über das nachlassende Tempo bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus besorgt gezeigt. Am Sonntag (11.07.2021) seien lediglich 221.720 Impfungen verabreicht worden, so der CDU-Politiker auf Twitter. So wenig Impfungen wie sonntags seien zuletzt im Februar verabreicht worden. „Anders als im Februar ist nun aber genug Impfstoff da“, schrieb Jens Spahn weiter. Er appellierte erneut an die Bürger:innen, sich impfen zu lassen.

Erstimpfungen gegen Corona gehen zurück: Niedrigster Wert seit Februar

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gab es am Sonntag 66.236 Erstimpfungen und 155.484 Personen haben ihre zweite Impfdosis erhalten. Auch für einen Sonntag ist das ein niedriger Wert. Am Sonntag zuvor hatte es mehr als 100.000 Erstimpfungen gegeben. Die Marke von einer Million Impfungen ist zuletzt am 30. Juni 2021 überschritten worden. An Werktagen ist sie zuvor häufiger überschritten worden. Auch insgesamt lässt sich eine Abnahme der verabreichten Dosen erkennen.

Inzwischen sind fast 49 Millionen Menschen in Deutschland bis einschließlich Sonntag einmal geimpft. Das entspricht einem Anteil von 58,5 Prozent. Mehr als 35 Millionen Menschen haben bereits den vollständigen Impfschutz, für den bei allen Herstellern außer beim Impfstoff von Johnson & Johnson zwei Dosen nötig sind.

Immer weniger Erstimpfungen: Diskussion um Impfpflicht für Berufsgruppen

Angesichts des Rückgangs der Corona-Erstimpfungen kam erneut eine Debatte über eine Impfpflicht auf. Der Humangenetiker Wolfram Henn hat sich für eine Impfpflicht für Lehrkräfte und Kita-Personal ausgesprochen. Dadurch sollten Kinder unter zwölf Jahren geschützt werden, die selbst keine Impfung bekommen. Außerdem müsse damit gerechnet werden, dass Kinder das Coronavirus in die Familien tragen und Menschen aus Risikogruppen infizieren, so Henn weiter.

Unterstützung erhielt Wolfram Henn von Frank Ulrich Montgomery. Der Vorsitzende des Weltärztebundes fordert die Corona-Impfpflicht auch für Beschäftigte in medizinischen Berufen. „Auch in der Medizin sollten Ärzte und Schwestern zu ihrem Schutz, zum Schutz der ihnen anbefohlenen Patienten und zum Erhalt der Funktionen geimpft sein, wenn sie regelmäßig mit Covid-Patienten zu tun haben“, erklärte Montgomery.

Trotz immer weniger Erstimpfungen: Bundesregierung weist Forderungen nach Impfpflicht zurück

Karl Lauterbach kritisierte die Forschungen. „Wir haben immer betont, dass wir keine Impfpflicht einführen werden. Da muss die Politik auch Wort halten“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker. Die meisten Erzieher:innen ließen sich auch so impfen. Auch die Bundesregierung plant keine Impfpflicht. Es sei mehrfach betont worden, dass keine Pflicht kommen solle und dabei bleibe es, erklärte das Bundesgesundheitsministerium. (Max Schäfer mit afp/epd).

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