Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Impfungen

Lauterbach bei Spahn-PK: Deutschland steht am Beginn einer „fulminanten dritten Welle“

  • Tobias Möllers
    VonTobias Möllers
    schließen

Die Corona-Zahlen steigen. Exponentiell, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Karl Lauterbach betonen. Auch Kinder sind immer stärker am Infektionsgeschehen beteiligt. Es riecht nach einem neuen Lockdown.

  • Die Impfkampagne gegen das Coronavirus* in Deutschland soll beschleunigt werden.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn* und RKI-Vize Lars Schaade erklären, wie es mit dem Astrazeneca-Impfstoff* weitergeht.
  • Hausärzte sollen bald in die Impfungen miteinbezogen werden.

>>> Jetzt aktualisieren <<<

+++ 11:10 Uhr: Das war die Pressekonferenz von Gesundheitsminister Jens Spahn, RKI-Vize Lars Schaade und SPD-Experte Karl Lauterbach. Zusammenfassend lässt sich konstatieren: Es riecht nach einem neuen Lockdown.

„Wir befinden uns in der dritten Welle der Pandemie, die Zahlen steigen, der Anteil der Mutationen ist groß“, sagte Spahn. „Zur ehrlichen Lageanalyse gehört: Es gibt in Europa noch nicht genügend Impfstoff, um die dritte Welle allein durch Impfen zu stoppen“, sagte Spahn. „Selbst wenn die Lieferungen aus EU-Bestellungen nun zuverlässig kommen, wird es noch einige Wochen dauern, bis die Risikogruppen vollständig geimpft sind“, so der CDU-Politiker. Die steigenden Infektionszahlen könnten bedeuten, dass es vielleicht keine weiteren Öffnungsschritte geben könne - sondern „sogar Schritte rückwärts“ nötig würden.

Lauterbach bei Pressekonferenz: Deutschland steht am Beginn einer „fulminanten dritten Welle“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach appelliert bei der Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn, in den Lockdown zurückzukehren.

Der Vize-Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade, sagte, die Zahl der Infektionen steige bereits wieder exponentiell. Grund sei die Virusvariante B.1.1.7. Zudem steige auch die Zahl von Patienten mit einer Covid-Erkrankung auf Intensivstationen wieder an. „Wir müssen damit rechnen, dass wieder mehr Menschen in Verbindung mit Covid-19 sterben“, sagte Schaade: „Uns stehen leider wieder schwere Wochen bevor.“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, Deutschland stehe am Beginn einer „fulminanten dritten Welle“. Ginge die Entwicklung so weiter wie aktuell, liege die Inzidenz bis Mitte bei April bei 200. „Wir müssen zurück in den Lockdown“, appellierte er eindringlich. Entweder entscheide man sich für einen sofortigen „schnellen und harten“ Lockdown, wenn man aber den Lockdown verzögere, werde er letztlich länger dauern, so Lauterbach. Der SPD-Experte konstatierte außerdem, dass sich das Virus aktuelle besonders unter Kindern und Schülern stark verbreite.

Pressekonferenz von Spahn und Lauterbach: SPD-Experte setzt auch auf Curevac-Impfstoff

+++ 10:52 Uhr: Lauterbach setzt größere Hoffnungen in den Curevac-Impfstoff, der ebenfalls noch nicht zugelassen ist. Dieser sei ähnlich wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna und wahrscheinlich „im Feld“ sehr gut einsetzbar. Ein Impfstoff für Kinder sei frühestens im Sommer zu erwarten, so Lauterbach.

+++ 10:49 Uhr: Jetzt wird Jens Spahn nach dem russischen Sputnik-Impfstoff gefragt. Spahn pocht darauf, dass zunächst die Datenlage klar sein müsse, bevor eine Zulassung erfolgen kann. Aber: „Wir sind im Kontakt mit den russischen Kollegen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass wir Verträge schließen.“

Corona-Pressekonferenz von Spahn und Lauterbach: „Die Patienten werden jünger“

+++ 10:44 Uhr: „Wir sind immer noch in einer Phase der Knappheit“, sagt Spahn mit Blick auf die Impfstoffe. Welcher Impfstoff zur Anwendung komme, sei immer eine Entscheidung, die die Ärzte zu treffen hätten.

+++ 10:42 Uhr: „Wir sehen das jetzt schon auf den Intensivstationen. Die Patienten werden jünger“, warnt RKI-Vize Schaade. Bloß, weil die Ältesten inzwischen geimpft seine, sei das Problem noch nicht gelöst.

+++ 10:35 Uhr: Lauterbach plädiert dafür, keinen Impfstoff für Zweitimpfungen zurückzuhalten. So würden 8.000 bis 12.000 Menschenleben in der dritten Pandemiewelle gerettet, da der Impfstoff dann für mehr Erstimpfungen verwendet werden könnte. Lauterbach warnt: „Über Schüler und Kinder verbreitet sich das Virus aktuell besonders stark.“ Das liege an der Mutante aus Großbritannien. Zuvor waren Kinder deutlich weniger am Infektionsgeschehen beteiligt.

Spahn bei Pressekonferenz: „Situation, die wieder sehr, sehr schwer werden kann“

+++ 10:33 Uhr: Spahn deutet an, dass beim nächsten Bund-Länder-Gipfel am Montag auch Schritte zurück in den Lockdown möglich sind und gibt zu erkennen, dass er dies für notwendig hält.

Zur Frage nach einer Einbeziehung der Hausärzte sagte Spahn: „Ich hätte nichts dagegen, wenn wir früher in den Hausarztpraxen beginnen könnten.“ Bislang ist von den Ländern geplant, dass die Hausärzte spätestens ab 19. April großflächig in die Corona-Impfungen einbezogen werden sollen.

+++ 10:31 Uhr: Wäre Lauterbach der bessere Gesundheitsminister wird Spahn gefragt. Der CDU-Mann sagt darauf, dass sie sich schon lange kennen und gegenseitig schätzen: „Vielleicht wird er ja nochmal Gesundheitsminister“.

+++ 10:29 Uhr: „Eine Pandemie ist für den Gesundheitsminister kein Schonwaschgang“, sagt Spahn, angesprochen auf die Kritik, die ihm seit Wochen entgegenschlägt. „Wir sind gerade in einer Situation, die wieder sehr sehr schwer werden kann“, warnt Spahn mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen.

Corona-PK von Spahn und Lauterbach: „Ich bin einfach froh, dass wir jetzt weitermachen“

+++ 10:26 Uhr: „Ich bin einfach froh, dass wir jetzt weitermachen“, so Lauterbach zu Astrazeneca. Jens Spahn geht auf berichteten Nebenwirkungen ein. Betroffen seien in den seltenen Fällen hauptsächlich junge und mittelalte Frauen.

+++ 10:21 Uhr: Lauterbach sieht das Testen als „Brückentechnologie“ bis genug Impfstoff vorhanden ist und appelliert eindringlich an die Bürger, auf das Reisen zu verzichten, sich aber zumindest anschließend testen zu lassen.

+++ 10.17 Uhr: Lauterbach fordert eindringlich: „Wir müssen zurück in den Lockdown. Je früher man reagiert, desto besser wirkt der Lockdown.“

Lauterbach bei Spahn-Pressekonferenz zu Astrazeneca: „Impfstoff, den ich jederzeit nehmen würde“

+++ 10:14 Uhr: „Ein Impfstoff, den ich jederzeit nehmen würde“, sagt Lauterbach zu Astrazeneca und warnt „Wir sind im exponentiellen Wachstum“. Das hatte eben auch schon RKI-Vize festgestellt und gemahnt, sich an die AHA+L-Regeln zu halten.

+++ 10:11 Uhr: Jetzt spricht Lauterbach und begrüßt zunächst die EMA-Bestätigung der Zulassung von Astrazeneca.

+++ 10.07 Uhr:Testen ist ein sehr wichtiges Instrument, aber noch nicht die Lösung“, sagt Spahn zur neuen Teststrategie. Es werde „noch einige Wochen dauern, bis die Risikogruppen vollständig geimpft sind“. Deshalb seien gerade flächendeckende Testungen ein sehr wichtiges Werkzeug, um die Pandemie einzudämmen, aber „nicht die Lösung der Probleme“.

+++ 10:04 Uhr: „Wir befinden uns in der dritten Welle der Pandemie“, konstatiert Spahn: „Zur ehrlichen Analyse gehört, es gibt in Europa noch nicht genug Impfstoff. Wir werden also noch einen langen Atem brauchen.“

Pressekonferenz von Jens Spahn: Astrazeneca-Impfungen gehen weiter

+++ 10:03 Uhr: Spahn sieht nicht „die eine, die schnelle Lösung, die uns von der Pandemie befreit“. „Wir können Astrazeneca wieder einsetzen, aber umsichtig“, so der Gesundheitsminister.

Update vom 19.03.2021, 10:01: Jetzt stellt sich Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Bundespressekonferenz den Fragen zu den Fortschritten bei der Impfkampagne und wie es mit dem Astrazeneca-Impfstoff weitergeht. Heute ist auch SPD-Fachmann Karl Lauterbach dabei.

Pressekonferenz von Spahn und RKI: Astrazeneca-Impfkampagne läuft weiter

Erstmeldung vom 19.03.3031, 09:58 Uhr: Berlin - Der erneute Start der Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca in Deutschland lässt die Forderungen nach einer Ausweitung der Impfkampagne auf die Hausärzte lauter werden. Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wollen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Freitag in einer Telefonkonferenz darüber beraten.

Zuvor stellen sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade, den Fragen der Öffentlichkeit. Ab diesen Freitag starten in den Bundesländern die Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin wieder*, so dass in der Folge allmählich überall auch wieder neue Impftermine vergeben werden können.

Pressekonferenz mit RKI: Spahn spricht über Beschleunigung von Impfkampagne

Dem war am Donnerstag ein Votum der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) vorangegangen. Die EMA erneuerte darin ihre Haltung, dass der Nutzen des Impfstoffs die Risiken übersteigt. Daraufhin kündigte Spahn noch am Abend an, dass in die Informationen zu dem Impfstoff ein Warnhinweis aufgenommen werde. Er sei für eine rasche Fortsetzung der Impfungen. Spahn hatte nach dem Auftreten mehrerer Fälle von Blutgerinnseln in Venen, die Impfungen mit dem Präparat am Montag vorübergehend gestoppt. Kritiker hatten bemängelt, Spahn untergrabe damit das Vertrauen in die Impfungen.

Jens Spahn äußert sich auf einer Pressekonferenz zur Lage Deutschlands in der Corona-Krise.

Eine weitere drängende Frage ist, wann es mit den Impfungen in den Arztpraxen losgeht. In der Woche vor dem Impf-Stopp von Astrazeneca haben die Länder knapp 1,8 Millionen Impfdosen gespritzt, also weniger als sie für sich künftig reserviert sehen wollen. Spahn hatte vor einer Woche gesagt, wenn 50.000 Arztpraxen mitmachten und sich auf die geringe Menge von je 20 Impfungen pro Woche beschränkten, bräuchten sie schon eine Million Dosen.

RKI-Pressekonferenz: Warten auf mehr Impstoff

Da die Länder aber auf 2,25 Millionen Dosen für die Praxen bestanden hätten, sei es eine einfache Rechnung, dass zunächst mehr Impfstoff* da sein müsse. Die Liefermengen sollen allerdings auch deutlich steigen. Im zweiten Quartal sollen 46,6 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer* und Moderna* und 16,9 Millionen Astrazeneca-Dosen geliefert werden. (Tobias Möllers) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare