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WHO: Omikron-Welle kann noch gefährlichere Varianten erzeugen

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In der aktuell „sehr gefährlichen Phase“ der Corona-Pandemie schlägt die WHO Alarm. Die Wahrscheinlichkeit für weitere gefährliche Varianten nach Omikron steigt.

Stockholm – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der weltweit grassierenden Omikron-Variante des Coronavirus vor der Entstehung noch gefährlicherer Virusvarianten. Je stärker sich Omikron ausbreite und vermehre, „desto wahrscheinlicher ist es, dass es eine neue Variante hervorbringt“, sagte die WHO-Notfallexpertin Catherine Smallwood am Dienstag (04.01.2022) in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

„Wir befinden uns in einer sehr gefährlichen Phase“, sagte Smallwood. „Wir beobachten sehr stark steigende Infektionsraten in Westeuropa, deren Auswirkungen noch nicht ganz klar sind.“

„Selbst in gut ausgestatteten und modernen Gesundheitssystemen gibt es im Moment echte Probleme“, sagte die WHO-Notfallexpertin Catherine Smallwood über die Omikron-Variante des Coronavirus.
„Selbst in gut ausgestatteten und modernen Gesundheitssystemen gibt es im Moment echte Probleme“, sagte die WHO-Notfallexpertin Catherine Smallwood über die Omikron-Variante des Coronavirus. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Omikron-Variante: Große Gefahr wegen starker Ausbreitung

Zwar sei das Risiko, bei einer Infektion mit Omikron ins Krankenhaus zu müssen, „individuell betrachtet“ wahrscheinlich geringer als bei der bisher dominanten Delta-Variante, sagte Smallwood. Häufig ist von einem „milden Verlauf“ bei einer Omikron-Infektion die Rede. Allerdings geht laut Smallwood von Omikron wegen seiner starken Ausbreitung insgesamt womöglich eine größere Gefahr aus.

Wie Studien aus verschiedenen Ländern zeigten, ist der Schutz vor Omikron durch eine Booster-Impfung nach einigen Wochen bereits deutlich geringer als zu Beginn – aber immer noch deutlich höher als ohne Impfung. Gesundheitsminister Karl Lauterbach fordert deshalb als neue Corona-Maßnahme auch die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht.

„Bei einem starken Anstieg der Fallzahlen gibt es wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen, die schwer erkranken, ins Krankenhaus müssen oder möglicherweise sterben werden“, sagte Smallwood. Die Expertin verwies auf den extremen Anstieg der Infektionsfälle in Europa allein in den letzten Tagen des Jahres 2021.

Corona: „Echte Probleme“ in Gesundheitssystemen wegen Omikron

Seit Pandemie-Beginn wurden in Europa mehr als 100 Millionen Corona-Infektionen verzeichnet, mehr als fünf Millionen davon wurden nach WHO-Angaben in der letzten Woche 2021 registriert.

Großbritannien warnte am Dienstag vor massiven Personalengpässen in der Gesundheitsversorgung aufgrund der Omikron-Welle. Ähnliche Szenarien seien auch in anderen Ländern möglich, betonte Smallwood. „Selbst in gut ausgestatteten und modernen Gesundheitssystemen gibt es im Moment echte Probleme – und es ist davon auszugehen, dass diese sich in der ganzen Region entwickeln, während Omikron die Infektionsfälle nach oben treibt.“ (kke/AFP)

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