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Coronavirus

Österreich streitet über Ausgangssperre für alle – Corona-Inzidenzen auf Höchstwert

  • VonLukas Zigo
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Die vierte Corona-Welle trifft Österreich hart und der Impfdruck wird stetig erhöht. Nun soll Bilanz gezogen werden – was ist nötig, was vertretbar, was hilft?

Wien – Österreich hat viel mit der vierten Corona-Welle zu kämpfen und im Zuge dessen den Impfdruck im Wochentakt erhöht. Nachdem immer schärfere Maßnahmen für Ungeimpfte eingeführt wurden, fordern viele Ärzt:innen weitere Einschränkungen für die Gesamtbevölkerung. Doch was ist vertretbar? Welche Maßnahmen schlagen wirklich an und welche sind unnötig? Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein will am Mittwoch (17.11.2021) die Pandemie-Lage sowie die Wirkung der jüngsten Covid-Regeln bewerten. Jüngst ist dieser mit seinem Vorstoß für eine nächtliche Ausgangssperre für alle mit Kanzler Alexander Schallenberg aneinandergeraten. Dieser stemmt sich mit seiner konservativen ÖVP gegen einen allgemeinen Lockdown.

Die 3G-Regel ist zu Monatsbeginn am Arbeitsplatz eingeführt worden. Firmen müssen von nun an prüfen, ob ihr Personal geimpft, von Covid-19 genesen oder getestet ist. Eine 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Sportstätten und Veranstaltungen, wo Ungeimpfte jetzt keinen Zutritt haben, folgte am 8. November. Menschen ohne Impfschutz sind seit Montag (15.11.2021) zu einem Lockdown verpflichtet. Das Haus dürfen sie nur für die Arbeit und dringende Besorgungen verlassen.

Ein Schild mit der Aufschrift „Coronavirus Einreisebestimmungen beachten“ ist an der Bundesstraße 304 in Richtung deutscher Grenze zu sehen.

Ausgangsbeschränkung in Österreich: „Ich glaube, dass wir das brauchen“

In den vergangenen Tagen war ein starker Anstieg von Impfzahlen zu beobachten, welcher die rasante Ausbreitung des Virus noch nicht verlangsamte. Erstmals stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf über 900. Ein österreichischer Spitzenwert wurde in Salzburg mit knapp 1600 erreicht. Salzburger Kliniken spüren die Welle als erste und müssen bereits Triage-Verfahren vorbereiten, um zu entscheiden, welche der kranken Menschen die knappen Krankenhausbetten belegen dürfen, und welche abgewiesen werden müssen. Auch in anderen Bundesländern werden bereits manche Operationen verschoben, um Kapazitäten zu schaffen.

Um die vierte Welle brechen zu können, fordern sowohl der Verband der Intensivmediziner als auch die Krankenhäuser härtere Einschnitte. Abendliche Ausgangsbeschränkungen fordert auch die Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, Katharina Reich. „Ich glaube, dass wir das brauchen“, sagte sie diesbezüglich dem Sender ORF.

Österreichs Kanzler gegen Ausgangssperre: „Ungeimpfte zum Erststich bewegen“

Das Ziel müsse sein, Ungeimpfte zum Erststich zu bewegen, statt Geimpfte einzuschränken, sagte Kanzler Schallenberg im Parlament. Die Forderungen von Mückstein, der selbst Arzt ist, wischte er aber nicht mehr ganz so brüsk vom Tisch wie noch vor wenigen Tagen. „Wir werden die Situation natürlich sehr genau beobachten“, sagte er. Notfalls könne nachgeschärft werden. (Lukas Zigo/dpa)

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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