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Lauterbach: Gesundheitsminister widerspricht sich bei Maskenpflicht

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Von: Moritz Serif

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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild

Laut RKI-Wochenbericht ist die Corona-Sommerwelle überwunden. Gesundheitsminister Lauterbach stellt sich den Fragen von Journalistinnen und Journalisten.

+++ 11.14 Uhr: Der Gesundheitsminister beantwortet noch Fragen - die Pressekonferenz ist ansonsten vorüber.

+++ 10.38 Uhr: Lauterbach denkt nicht, dass ein „vernünftiger Mensch sich alle drei Monate impfen lässt, um ohne Maske in die Gastronomie“ zu kommen.

+++ 10.32 Uhr: Der Gesundheitsminister sagt, dass eine Stiko-Empfehlung keine Pflicht sei. Ärztinnen und Ärzte könnten selbst entscheiden, ob sie sich daran halten.

Lauterbach widerspricht sich bei Corona-Regeln

+++ 10.29 Uhr: Plötzlich sagt Lauterbach, dass ab dem 1. Oktober die Maskenpflicht eingeführt werden würde. Ein Journalist fragt: „Widersprechen Sie sich da nicht, gerade haben Sie noch etwas anderes gesagt?“. Lauterbach entgegnet, dass er das nicht gesagt hätte. Die Länder könnten ja entscheiden.

+++ 10.25 Uhr: Die aktuellere Variante würde etwas stärker krank machen. Es könne jedoch auch sein, dass eine Variante auftrete, die gar nicht mehr krank macht. Junge Menschen könnten mit der vierten Impfung noch etwas warten, bis es den Omikron-Impfstoff gibt.

+++ 10.18 Uhr: Nun übernimmt der Mediziner Leif Erik Sander.

Corona in Deutschland: Impfzeitraum kann angehoben werden

+++ 10.10 Uhr: Wer geimpft ist, muss in Innenräumen keine Maske tragen, wenn die Impfung nicht älter als drei Monate ist. Lauterbach sagte, dass dieser Zeitraum wieder angehoben werden könnte.

+++ 10.07 Uhr: Lauterbach erklärt, dass die Länder ab Oktober inzidenzunabhängig eine Maskenpflicht in Innenräumen einführen könnten. Das sei keine Pflicht, sondern nur eine Möglichkeit, so Lauterbach.

+++ 10.02 Uhr: RKI-Chef Wieler kann urlaubsbedingt nicht teilnehmen. „Wir haben eine günstige Entwicklung bei der Sommerwelle“, sagt Lauterbach. Man müsse bedenken, dass die Dunkelziffer steige. Die Auslieferung des Impfstoffes könnte am 28. September stattfinden.

Update vom Freitag, 12. August, 09.56 Uhr: Die Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach wird in wenigen Augenblicken beginnen. Der Politiker war in letzter Zeit mit seiner neuen Corona-Verordnung in die Kritik geraten.

Corona-Lage in Deutschland: Lauterbach in der Kritik

Erstmeldung vom Freitag, 12. August: Berlin – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach muss sich am Freitag (12. August), 10 Uhr, in der Bundespressekonferenz Fragen von Journalistinnen und Journalisten stellen. Mit auf dem Podium soll der Berliner Mediziner Leif Erik Sander sitzen.
Zuletzt war der SPD-Politiker Lauterbach wegen seiner Vorschläge zu den Corona-Schutzmaßnahmen für Herbst und Winter unter Rechtfertigungsdruck geraten, die er zusammen mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgelegt hatte.

So ist eine Rückkehr zu Maskenpflichten vorgesehen, von denen es allerdings Ausnahmen für frisch Geimpfte geben soll. Bei den Bundesländern waren diese geplanten Ausnahmen auf teils scharfe Kritik gestoßen. Die Omikron-Sublinie BA.5 hat derweil dem Wochenbericht zufolge auf hohem Niveau noch etwas zugelegt und ist nach den aktuellsten Daten in etwa 94 Prozent der positiven Proben gefunden worden.

Lauterbach äußert sich - Corona-Variante BA.275 breitet sich in Indien aus

Eine Ausbreitung der Omikron-Sublinie BA.2.75, über deren Mutationen sich manche Forscherinnen und Forscher zuletzt besorgt gezeigt hatten, wird laut RKI hauptsächlich in Indien und verschiedenen anderen Regionen weltweit beobachtet. Hierzulande seien insgesamt fünf Nachweise bekannt.

Weil das Corona-Infektionsgeschehen zuletzt abgeflacht ist, sehen die Expertinnen und Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) den Zenit der Corona-Sommerwelle als überschritten an. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sei in der vergangenen Woche nach dem bereits deutlichen Rückgang in der Vorwoche erneut um insgesamt 27 Prozent gesunken und in allen Bundesländern und Altersgruppen rückläufig, so der RKI-Wochenbericht zu Covid-19.

Corona-Maßnahmen: Günther fordert Lockerungen der Quarantäne

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther forderte unterdessen deutliche Lockerungen der Quarantäneregeln für Corona-Infiziertet. „Aktuell müssen Infizierte fünf Tage in Isolation, auch ohne Symptome. Mein Vorschlag: Nur noch wer Symptome hat, bleibt zu Hause“, sagte der CDU-Politiker. Es brauche derzeit „keine Regeln, die die Menschen verunsichern, sondern solche, die vulnerable Gruppen schützen.“ (mse/dpa)

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