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Corona-Virus

Coronakrise: Trauriger Höhepunkt im April - 6.000 Covid-Intensivfälle erwartet

  • Sophie Vorgrimler
    VonSophie Vorgrimler
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Weil die Corona-Neuinfektionen stark steigen, haben Intensiv-Mediziner:innen eine düstere Prognose für Ende April errechnet. Sie fordern sofortiges handeln.

Berlin - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und fast 300 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung. Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen also fast ungebremst weiter, was die Vereinigung der Intensivmediziner (DIVI) dazu bewog, eine eindringliche Warnung auszusprechen: Der Höchststand der Patienten auf Intensivstationen stehe kurz bevor, so die DIVI in einer Erklärung. Berechnungen zufolge wird noch im April ein trauriger Höhepunkt erreicht, Ende des Monats könnten 6.000 Menschen in Deutschland als Folge einer Corona-Infektion eine Behandlung auf einer Intensivstation benötigen.

Wegen dieser Zahlen hat die Intensivmediziner-Vereinigung ihre Berechnung nachjustiert - und den Zeitpunkt für den bisherigen Höchststand von Intensivpatient:innen in der Corona-Pandemie vorverlegt. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir deutschlandweit jetzt jeden Tag zwischen 50 und 100 neue Covid-Intensivpatienten aufnehmen müssen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, der Augsburger Allgemeinen in der Ausgabe vom Dienstag (13.04.2021).

Herzschlag und Atmung prüfen: Eine Ärztin an einem Intensivbett eines Corona-Patienten in Berlin.

Corona in Deutschland: Prognose für schwere Covid-Erkrankungen wurde hochgeschraubt

„Das heißt, dass wir bereits Ende April die Größenordnung von 6.000 und mehr Corona-Intensivpatienten erreichen würden, wie wir sie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle hatten.“ Noch vor wenigen Tagen war man für Ende April noch von 5.000 Intensivpatienten ausgegangen.

In den letzten Wochen wurden die Rufe nach einem effektiveren Lockdown immer lauter - auch seitens der DIVI. Erneut forderte der Intensivmediziner Marx die Bundesregierung, Bundestag und Bundesländer auf, zügig zu handeln und empfahl dringend, Änderungen in die Wege zu leiten. Die geplanten bundeseinheitlichen Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner müssten noch in dieser Woche verabschiedet werden.

Verband der Intensivmediziner: Corona-Neuregelungen Ende April könnten zu spät kommen

In Deutschland gibt es laut DIVI mehr als 26.000 Intensivbetten, davon sind aktuell noch etwa 4000 Plätze frei. Diese werden nicht nur von Menschen benötigt, die aufgrund einer Covid-Erkankung besondere intensivmedizinische Behandlung benötigen. Innerhalb einer Woche könnte jedoch eine einsatzbereite Notfallreserve von 11.000 Betten auf die Beine gestellt werden.

Wenn das Gesetz erst Ende April beschlossen werde, sagte Marx, werde die Patientenzahl auf 7000 steigen. „Wir reden über sehr viele schwere Erkrankungen und über viele Menschen, die das nicht überleben werden“, warnte er. (Sophie Vorgrimler)

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau

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