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Pandemie

Corona-Impfstoffe: Priorisierung von Johnson & Johnson aufgehoben

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    Tobias Utz

Die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland kommen gut voran. Jens Spahn zeigt sich zuversichtlich.

  • Ab Juni sollen auch Betriebsärzte mit Corona-Impfungen beginnen.
  • Einige Bundesländer streben Lockerungen für Tourismus und Gastronomie an.
  • Die Corona-Neuinfektionen in Deutschland sind rückläufig. Die Inzidenz jedoch steigt wieder.

Update, 10.20 Uhr: Die Priorisierung für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson ist in Deutschland aufgehoben. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einer Konferenz mit den Gesundheitsministern der Länder in Berlin. Voraussetzung seien eine ärztliche Aufklärung und eine individuelle Entscheidung über den Impfstoff, der wie Astrazeneca zu sehr seltenen Nebenwirkungen führen kann.

Ähnlich wie bei Astrazeneca wurden auch beim Impfstoff von Johnson&Johnson in einzelnen Fällen Blutgerinnsel nach einer Impfung beobachtet. Die USA hatten die Impfungen damit deshalb vorübergehend ausgesetzt. In der EU ist der Impfstoff bereits seit März zugelassen, wurde aber bislang kaum eingesetzt. Auch in Deutschland wurden laut Spahn von den bisher 450.000 ausgelieferten Dosen Johnson & Johnson erst wenige verimpft.

Spahn zufolge wird im Juni und Juli eine große Menge diese Impfstoffs erwartet - mehr als zehn Millionen Dosen. Dann seien die meisten über 60-Jährigen bereits geimpft oder hätten einen Termin, so dass Johnson & Johnson dann vor allem für Jüngere eine Option sei.

Der Vektorvirenimpfstoff hat den Vorteil, dass er im Vergleich zu anderen Wirkstoffen leicht lagerbar ist. Außerdem ist nur eine Dosis zur Immunisierung notwendig.

Eeine Ampulle des Covid-19-Impfstoffs von Janssen (Johnson & Johnson).

Corona in Deutschland: Söder hält Lockdown über Juni hinaus für möglich

Update vom Montag, 10.05.2021, 07.30 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Fortsetzung des Lockdowns mit der Bundes-Notbremse über Juni hinaus für möglich. Söder sagte am Sonntagabend im „Bild“-Politik-Talk, die Notbremse gelte gesetzlich bis zum 30. Juni. „Dann wird man sehen, wie die Gesamtlage ist.“ Er fügte hinzu: „Bloß, weil ein Gesetz endet, ist Corona nicht vorbei.“ Auch wenn die dritte Welle unter Kontrolle zu sein scheine, dürfe sich niemand täuschen lassen: „Wir sind noch nicht ganz überm Berg.“

Hoffnung auf bessere Zeiten machte Söder den Schülerinnen und Schülern in Deutschland. Das nächste Schuljahr werde ein ganz anderes Schuljahr werden. Dafür müsse es "massenhaft schon vor Schulbeginn Schulimpf-Aktionen mit geschlossenen Gruppen-Impfungen" mit dem jetzt zugelassenen Impfstoff ab 12 Jahren geben.

Sehr unzufrieden äußerte sich Söder über Probleme bei der Schaffung eines digitalen Corona-Impf-Nachweises: "Jedes Mal, wenn es um digitale Optionen geht, brauchen wir länger, obwohl wir doch ein super Technikland sind."

Corona in Deutschland: Erste Bundesländer planen Lockerungen beim Tourismus

Update vom Mittwoch, 05.05.2021, 9.00 Uhr: Die Corona-Zahlen sinken deutschlandweit, wenn auch nur langsam. Nun haben mehrere Bundesländer vorsichtige Öffnungen für Touristinnen und Touristen angekündigt. Dazu gehören Bayern, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

In Bayern sollen etwa in Kreisen mit einer stabilen Inzidenz von unter 100 Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen dürfen. Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflügler:innen und Zweitwohnungsbesitzer:innen wieder die Einreise. Auch Niedersachsen kündigte an, unter Auflagen in Kreisen mit niedriger Inzidenz wieder die Öffnung von Handel, Gastronomie und Tourismus zu erlauben, allerdings nur für Personen aus Niedersachsen.

Corona in Deutschland: Berlins Bürgermeister will bundesweite Regelung für Tourismus

Das rheinland-pfälzische Kabinett will sich indes am Freitag (07.05.2021) mit entsprechenden Öffnungen in den Pfingstferien beraten. Dabei geht es laut dpa zunächst nur um kontaktarmen Urlaub, etwa in der Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz. Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) drängt hingegen auf bundesweite Regelungen.

Campingplätze könnten laut den Plänen mancher Bundesländer bald wieder öffnen.

FDP-Fraktionsvize Christian Dürr sagte, dass weitgehende Lockerungen, wie etwa beim Tourismus, nicht nur für Geimpfte und Genesene, sondern auch für Menschen mit negativem Corona-Test gelten müssten. Kinder und Schwangere hätten beispielsweise überhaupt keine Aussicht auf eine zeitnahe Impfung, sagte Dürr der dpa. „Wenn nur Geimpfte ihre Freiheiten zurückbekommen, könnten Familien mit kleineren Kindern im Sommer womöglich gar keinen Urlaub machen.“ Damit treffe es gerade die Gruppen, die sich über Monate hinweg solidarisch mit den Älteren verhalten hätten. Sie dürften jetzt nicht benachteiligt werden.

Corona in Bayern: Söder will Biergärten, Kinos und Hotels öffnen

Update vom Dienstag, 04.05.2021, 15.45 Uhr: Nach monatelangen strikten Corona-Beschränkungen leitet Bayern ab kommenden Montag stufenweise Lockerungen ein. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab 10. Mai die Außengastronomie – und zwar bis 22.00 Uhr –, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Und: Zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai soll regional auch Tourismus wieder möglich sein: In Kreisen und kreisfreien Städten mit stabilen Zahlen von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen dürfen dann Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen. Das beschloss die Regierung um Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Bei alldem gelten Hygienekonzepte, Masken- und Testpflichten – die Details werden nun von den Ministerien erarbeitet. Den Öffnungen von Biergärten, Kinos und ähnlichem muss das Gesundheitsministerium zustimmen. Dafür dürfe es ungefähr für einen Wochen-Zeitraum keine großen Ausschläge bei den Corona-Zahlen geben, sagte Minister Klaus Holetschek (CSU) – und die Tendenz müsse eher fallend sein.

Corona in Bayern: Lockerungen nach langen Beschränkungen

Söder sagte, es sei auch psychologisch wichtig, eine Perspektive zu haben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) lobte die nun geplanten Lockerungen – nun müsse man nur noch so flächendeckend wie möglich unter den Grenzwert 100 kommen.

Noch sind die Biergärten in Bayern abgesperrt. Doch Markus Söder will nun Corona-Lockerungen angehen.

An den weiterführenden Schulen in Bayern bleibt es bis zu den Pfingstferien beim bisherigen strikteren 100er-Grenzwert für Distanzunterricht. Lediglich Grundschulen dürfen ab nächsten Montag (10.05.2021) bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 Wechselunterricht in allen Klassen anbieten. Erst nach den Pfingstferien – ab dem 7. Juni – soll dann auch an weiterführenden Schulen der Grenzwert 165 gelten, wie in der Bundes-Notbremse vorgesehen. Ausnahmen gelten weiterhin unter anderem für Abschlussklassen und Viertklässler, die auch bei höheren Corona-Zahlen überall Wechselunterricht haben.

Oktoberfest fällt wieder wegen Corona-Pandemie aus

Update vom Montag, 03.05.2021, 15.30 Uhr: Das Münchner Oktoberfest wird das zweite Jahr hintereinander wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Als „das globalste Fest überhaupt“ sei die Wiesn erneut nicht machbar, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einem Gespräch mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Söder sagte, auch die weiteren großen Volksfeste in Bayern sollten nicht stattfinden - dies werde den Kommunen empfohlen.

Die Wiesn 2021 sollte vom 18. September bis zum 3. Oktober stattfinden. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kamen in früheren Jahren zum größten Volksfest der Welt. Auch wenn bis zum geplanten Start viele Menschen geimpft sein könnten: In Corona-Zeiten wäre die Ansteckungsgefahr auf dem Fest mit oft bis auf den letzten Platz besetzten Bierzelten und dem Gedränge in den Gassen zu groß.

Die erneute Absage trifft wirtschaftlich nicht nur Wirte, Schausteller und Budenbesitzer auf dem Volksfest selbst, sondern auch Hotels, Gaststätten, Taxifahrer und Einzelhändler. Die Wiesn 2019 hatte nach Angaben der Stadt einen Wirtschaftswert von rund 1,23 Milliarden Euro.

Eine Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey mit 5002 Teilnehmern im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ vom Samstag hatte ergeben, dass eine große Mehrheit einen Ausfall des Oktoberfests befürwortete. Die Einschätzung der bayerischen Bürger unterschied sich dabei quasi nicht von der Mehrheitsmeinung außerhalb der bayerischen Grenzen: 69 Prozent waren für eine Absage, lediglich 21 Prozent sprachen sich dafür aus, die Wiesn in diesem Herbst wieder stattfinden zu lassen. Der Rest war unentschlossen.

Das verlassene Oktoberfestgelände.

„Sommer wird gut werden“ – Deutschland für Karl Lauterbach auf der „Schlussgeraden“

+++ 13.40 Uhr: Seit mehr als einem Jahr dauert die Corona-Pandemie nun an – doch Dank der Impfungen, die in Deutschland an Fahrt aufnehmen, sieht mancher Experte mittlerweile ein Licht am Ende des Tunnels. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach geht davon aus, dass ein starker Impfeffekt zu sehen sein wird, wenn die Hälfte der Bevölkerung eine erste Dosis erhalten hat. „Ende Mai wird dies für uns bedeuten, dass die Fallzahlen deutlich unter 50 fallen“, schreibt Lauterbach auf Twitter und macht Hoffnung: „Wir sind jetzt in der letzten Runde auf der Schlussgeraden. Der Sommer wird gut werden.“

„Der Sommer wird gut werden“, schreibt Karl Lauterbach auf Twitter und macht Hoffnung in der Corona-Pandemie.

+++ 11.50 Uhr: Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sollen spätestens ab der Woche vom 7. Juni auch Betriebsärzte einbezogen werden. Vorgesehen sind dann laut Bundesgesundheitsministerium für sie mindestens 500.000 Impfdosen pro Woche, wie zuerst die Welt am Sonntag berichtete. Ressortchef Jens Spahn (CDU) sagte der Zeitung, noch warteten viele auf Impftermine. „Aber bereits in ein paar Wochen werden wir voraussichtlich mehr Impfstoff haben als Terminanfragen.“ Betriebsärzte in Firmen könnten dann helfen, mit niedrigschwelligen Angeboten zu überzeugen. Dies könne Menschen fürs Impfen gewinnen, die „nicht das Gegenargument suchen, sondern die Gelegenheit“.

Corona-Impfungen in Deutschland: Betriebsärzte sollen ab Juni impfen

Die Bundesregierung hatte eine Einbindung der Betriebsärzte bereits grundsätzlich für Juni angekündigt. Dank wachsender Liefermengen soll das Impf-Netz in der Fläche damit noch größer werden. Nach dem Start mit mobilen Impfteams und mehr als 400 regionalen Impfzentren der Länder sind inzwischen auch mehr als 60.000 Arztpraxen dabei. Die Impfungen haben damit deutlich Fahrt aufgenommen. Inzwischen haben 26,9 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfung bekommen. Den vollen Impfschutz mit einer zweiten Spritze haben nach jüngsten gemeldeten Daten mit Stand von vergangenem Freitag 7,7 Prozent.
Laut einer vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Lieferprognose mit Stand 30. April werden für Arztpraxen und Betriebsärzte im Juni wöchentlich jeweils mehr als drei Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer erwartet.

Nach 3,4 Millionen Dosen in der Woche ab 31. Mai sollen für drei Wochen jeweils mehr als 3,6 Millionen Dosen folgen und in der Woche vom 28. Juni mehr als 3,7 Millionen Dosen. Im Mai sollen die Praxen demnach jeweils 1,6 Millionen Dosen pro Woche von Biontech bekommen und in den ersten beiden Mai-Wochen zusätzlich jeweils mehr als eine Million Dosen des Präparats von Astrazeneca.

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Mit mehr Impfungen in Praxen und Firmen rückt auch die Zukunft der Impfzentren in den Blick. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Erwin Rüddel (CDU), sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Wenn die Impfpriorisierung Ende Mai, Anfang Juni aufgehoben wird, wäre es sinnvoll, das Impfen den Ärzten zu überlassen. Die kennen ihre Patienten.“ Die Impfzentren sollen nach derzeitigen Planungen auch im Mai und Juni vorerst weiterhin mehr als zwei Millionen Dosen pro Woche bekommen. Nach einer Modellierung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung könnten Ende Mai mehr als die Hälfte der Impfberechtigten mindestens eine Erstimpfung erhalten haben, wenn die Lieferzusagen eingehalten werden. Mitte Juni könnten drei Viertel erstgeimpft sein. Damit wären bei einer anzunehmenden Impfbereitschaft von 80 Prozent fast alle Impfwilligen erreicht. Ab dann sollten die Impfzentren der Länder auch nur noch Termine für Zweitimpfungen vergeben.

Ab Juni sollen in Deutschland auch Betriebsärzte Corona-Impfungen verabreichen dürfen. (Archivfoto)

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sprach sich dafür aus, die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen vorerst beizubehalten. „Wenn wir zu früh die Priorisierung aufgeben, fürchte ich das Windhund-Prinzip“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wer gut vernetzt ist und jemanden kennt, der jemanden kennt, hat dann viel bessere Karten als jemand, der weniger gut verdrahtet ist.“ Rechtsanwälte sollten nicht die am schnellsten durchgeimpfte Gruppe sein, fügte er hinzu.

Corona-Lockerungen für Geimpfte? Bundesländer schaffen Tests ab

Erstmeldung von Sonntag, 02.05.2021, 10.00 Uhr: Gießen/Berlin – Derzeit wird in Deutschland über Corona-Lockerungen für geimpfte Personen diskutiert. Einige Bundesländer reagierten darauf bereits mit der Abschaffung von Tests beim Friseur. Die Politik argumentiert, dass von Geimpften kein höheres Risiko als von Negativ-Getesteten ausgehe. Ein Verfassungsrechtler aus Gießen geht nun einen Schritt weiter – und fordert weitere Freiheiten. „Verfassungsrechtlich ist klar: Wir dürfen Freiheiten nicht grundlos einschränken“, erklärt Steffen Augsberg, Jura-Professor an der Justus-Liebig-Universität.

Sowohl gegen das Coronavirus geimpfte Personen als auch von Covid-19 genesene Personen seien kaum infektiös, betont er. „Bei Personen mit nahezu null Risiko gibt es auch nahezu null Einschränkungsmöglichkeit“, so Augsberg weiter. „Unmittelbar und in voller Wirksamkeit“ müssten die Grundrechte für diese Menschen gewährleistet werden, betont der hessische Verfassungsrechtler.

Corona in Deutschland: Verfassungsrechtler fordert mehr Lockerungen für Geimpfte

Es sei zudem „unzureichend“ Geimpfte lediglich mit Negativ-Getesteten gleichzustellen, wie im Fall der Testvorlage-Abschaffung in Friseurgeschäften. „Wenn man bedenkt, dass eine Impfung oder durchgemachte Infektion Wissenschaftlern zufolge sicherer ist als ein negativer Schnelltest, muss man Geimpften und Genesenen auch mehr Freiheiten geben“, sagt Augsberg.

Zur Person

Steffen Augsberg ist Professor für öffentliches Recht an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Mitglied im Deutschen Ethikrat.

Auch der Bereich der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen müsste seiner Ansicht nach deutlich stärker für Geimpfte gelockert werden. Dieser Aspekt spiegelt sich unter anderem in einem Entwurf des Bundesjustizministeriums wider, der aktuell beraten wird.

Steffen Augsberg auf der Bundespressekonferenz. (Archivfoto)

Im Vergleich zu Kontaktbeschränkungen sollten die Corona-Regeln laut Augsberg bezüglich Abstand- und Maskenpflicht aufrechterhalten werden: „Wenn unterschiedliche Regeln in der Öffentlichkeit zu Verwirrung und Unfrieden führen, kann man diese Pflichten aufrechterhalten, auch weil die Maske eine viel geringere Belastung ist als die Kontaktbeschränkungen.“

Neben mehr Freiheiten für Geimpfte wird derzeit auch über einen digitalen Corona-Impfpass debattiert: Nun haben Hacker eklatante Sicherheitslücken darin gefunden. (tu/tab mit dpa/epd)

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler

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