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Corona-Test
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„Schnelltests sind wohl weniger zuverlässig als gedacht“, sagt der führende Virologe Christian Drosten.

Corona Schnelltests

Zweifel an Corona-Antigenschnelltest: „Weniger zuverlässig als gedacht“

  • Luisa Weckesser
    VonLuisa Weckesser
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In der Corona-Pandemie sind Schnelltests derzeit sehr gefragt - Virolog:innen sehen bei ihrer Tauglichkeit allerdings erhebliche Unterschiede.

Cottbus - Antigenschnelltests haben laut führenden Virolog:innen den Nachteil, dass sie wenig sensitiv seien, sagte ein Forscher an der Brandenburgischen Technischen Universiät Cottbus-Senftenberg (BTU) der Deutschen Presse-Agentur. Weil Schnelltests weniger empfindlich sind, erkennen sie ein Ansteckungspotenzial nur, wenn viele Viren in der Probe stecken. Eine frühe Infektion mit noch geringer Viruslast entdeckt der Test also nicht.

Antigenschnelltests können zwar das Risiko minimieren - wie effektiv, sei aber unklar. PCR-Tests hingegen hätten eine Verlässlichkeit im Nachweis von nahezu 100 Prozent, weil sie hochgradig sensitiv und sehr spezifisch seien, erklärt der Forscher.

„Schnelltests sind wohl weniger zuverlässig als gedacht“, sagt auch der führende Virologe Christian Drosten in seinem NDR-Podcast. Er geht sogar noch weiter und schätzt, dass zwischen 40 Prozent und 60 Prozent der Infektionen bei Schnelltests übersehen werden.

Corona-Antigenschnelltests: Wie aussagekräftig sind sie nun wirklich?

Die Schnelltests auf Antigen-Basis haben also deutliche Schwächen. „Die Aussagekraft eines Negativtests ist nicht so gut“, sagt auch Forscher PD Dr. med. Andreas Wieser. Der Mediziner leitet das Labor der Covid-19 Forschung am Tropeninstitut der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Ein sensitiverer Test wie eine „real-time PCR“ sei deutlich besser, denn je mehr man Antigen-Tests in Deutschland einsetze, um sehr mehr könnten auch falsch positive Tests als Ergebnisse vorliegen, schätzt der Forscher

Corona-Virus

Alle Informationen zu sars-CoV-2 finden Sie in den Corona-News.

Vorsicht bei Corona-Antigenschnelltests

Letztendlich gilt also, dass man die Frage „Habe ich Corona?“ nur mit einem PCR-Test zuverlässig beantworten kann. Ob man jedoch eine Gefahr für andere darstellt, lässt sich per Schnelltest mit ziemlich hoher Sicherheit mit „Nein“ beantworten, berichtete eine Spezialistin von Focus Online.

Vorsicht gilt auch bei den Selbsttests, die es seit Kurzem bei den Discountern gibt - auch wenn es sich dabei ebenfalls um Antigen-Tests handelt. Auf dem Papier sind sie zwar praktisch genauso sensitiv und spezifisch wie die Schnelltests, die in speziellen Zentren oder von Ärzt:innen und Apotheker:innen angeboten werden. Aber bei falscher Anwendung besteht auch ein höheres Risiko, dass sie falsche Ergebnisse liefern. (luw/dpa)

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