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Corona-Pandemie

Corona-Impfstoff in Deutschland: Virologe Christian Drosten warnt vor 2021

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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Virologe Christian Drosten verteidigt die Impfstoff-Bestellungen der EU - und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2021.

  • Christian Drosten hat sich zu den Impfstoff-Bestellungen der Bundesregierung geäußert.
  • Der Virologe hält jedoch wenig von der Kritik der letzten Tage.
  • Zudem spricht er über mögliche Corona*-Lockerungen in Deutschland.

Frankfurt - Die Impfstoff-Strategie der Europäischen Union wurde in den vergangenen Tagen scharf kritisiert. Beispielsweise wunderte sich Biontech-Chef Ugur Sahin über das Vorgehen der EU.* Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) übte scharfe Kritik und sagte man habe zu lange „Preisdebatten“ geführt.

Corona: Christian Drosten verteidigt die Impfstoff-Bestellungen der EU

Christian Drosten, vielgefragter Virologe in der Corona-Pandemie, hingegen hielt sich stattdessen mit kritischen Worten zurück und verteidigte das Vorgehen der EU sogar. Gegenüber der „Hamburger Morgenpost“ sagte Drosten bezüglich der Impfstoff-Bestellungen: „Das ist so eine komplexe Angelegenheit. Man musste den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen - und wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde.“ Das nun im Nachhinein bewerten zu können, sei „praktisch unmöglich“, so der Virologe im Interview.

Drosten erinnerte jedoch daran, wie weit Großbritannien beispielsweise im Vergleich zur EU sei. Dort sei der Corona-Impfstoff von AstraZeneca bereits zugelassen. „Da sollte man in der EU ganz schnell hinterherkommen, denn dieser Impfstoff kann auch in normalen Arztpraxen geimpft werden“, betonte der Experte. Der Antikörper-Mix von AstraZeneca wird derzeit in einer vielversprechenden Phase-3-Studie analysiert.* Drosten verwies zudem darauf, dass bei diesem Corona-Impfstoff eine besondere Kühlpflicht entfalle.

Christian Drosten hat die EU verteidigt.

Corona in Deutschland: Virologe Christian Drosten mit Ausblick auf das Jahr 2021

Der Virologe der Berliner Charité sagte außerdem, dass er eine „sehr komplizierte“ erste Jahreshälfte erwarte. Er gehe davon aus, dass „ab der zweiten Jahreshälfte eine Entspannung eintreten könnte, aber nur, wenn man es schafft, ganz viele Personen in den ersten sechs Monaten zu impfen“, so Drosten.

„Wir werden in eine Situation kommen, wo wir große Teile der Risikogruppen geimpft haben und es dann Kräfte geben wird, die sagen, dass es jetzt keinen Grund mehr für Einschränkungen gibt. Letzteres wird allerdings eine Fehleinschätzung sein, denn wir dürfen grundsätzlich keine sehr hohe Inzidenzen zulassen. Auch nicht bei den Jüngeren“, sagte der Virologe im Interview mit der „Hamburger Morgenpost“. (Tobias Utz) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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