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Pandemie

Corona in den USA: Joe Biden kündigt Impfpflicht an

  • VonMax Schäfer
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Die Impfungen gegen das Coronavirus laufen in den USA nur schleppend. Nun reagiert Präsident Joe Biden.

Washington D.C. – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Joe Biden den Druck auf ungeimpfte Menschen in den USA erhöhen. Der US-Präsident zeigte sich verärgert über die 80 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten, die noch nicht geimpft sind, obwohl die Impfstoffe sicher, effektiv und kostenlos seien. „Wir sind geduldig gewesen, aber die Geduld geht uns aus“, sagte Biden in Richtung der Ungeimpften und appellierte: „Lassen Sie sich impfen.“

Corona-Impfungen in den USA: Biden stellt Plan für 100 Millionen Beschäftigte vor

Um die Impfkampagne voranzubringen, kündigte Biden am Donnerstag (09.09.2021, Ortszeit) eine Strategie an, die ungefähr 100 Millionen Menschen betrifft. Das sind etwa zwei Drittel aller Beschäftigten in den USA.

„Wir werden geimpfte Mitarbeiter vor ungeimpften Kollegen schützen“, sagte Joe Biden in seiner Ansprache im Weißen Haus. Der Präsident will den Anteil der Geimpften erhöhen. Dazu soll Firmen mit mehr als 100 Angestellten vorgeschrieben werden, dass alle Beschäftigten geimpft sein müssen. Ansonstens müssen sie sich mindestens ein Mal wöchentlich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, so der Plan der US-Regierung. Das Arbeitsministerium entwickele die Regelung, die für rund 80 Millionen Arbeiter:innen in der Privatwirtschaft gelte.

US-Präsident Joe Biden kündigt bei einer Rede im Weißen Haus eine Corona-Impfpflicht für Angestellte des Bundes an.

Corona-Impfpflicht in den USA für Beschäftigte im Gesundheitswesen und Behören

Für Mitarbeiter:innen in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen, die Zahlungen der staatlichen Krankenversicherungen annehmen, soll ebenfalls eine Corona-Impfpflicht gelten. 17 Millionen Beschäftigte seien von der Regel betroffen.

Das Weiße Haus kündigte außerdem eine Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter:innen der US-Regierung an. Wenige Ausnahmen seien aus bestimmten gesundheitlichen oder religiösen Gründen möglich, so Bidens Sprecherin Jen Spaki. Damit verschärft die US-Regierung die bisherige Regelung. Zuvor gab es die Möglichkeit, sich durch regelmäßige Tests von der Impfpflicht zu befreien. Die Angestellten hätten bis zu 75 Tage Zeit, sich vollständig impfen zu lassen, so Psaki. Wer sich bis dahin nicht impfen lasse, müsse mit disziplinarischen Maßnahmen bis zur Entlassung rechnen.

Mit der Regelung zur Corona-Impfpflicht wolle die Regierung allen Unternehmen ein Modell, erklärte Psaki. Die von der Regierung angekündigten Schritte gäben den bereits auf Bundesebene bestehenden Impfpflichten weitere Rückendeckung. Bereits jetzt beträfen die Vorschriften des Verteidigungsministeriums und der Behörden für Veteranen bereits 2,5 Millionen Angestellte.

Corona-Impfpflicht in den USA: Joe Biden mit Aufforderung an Bundesstaaten und Sportveranstalter

In seiner Ansprache forderte Joe Biden außerdem alle Bundesstaaten dazu auf, eine Corona-Impfpflicht für Angestellte an Schulen und Lehrer:innen zu beschließen. Der Präsident forderte außerdem Sportarenen und Konzerthallen dazu auf, nur noch Geimpfte und Getestete einzulassen.

Neben den Maßnahmen zur Corona-Impfpflicht verdoppelte die Regierung die Bußgelder für Maskenverweigerer:innen an Flughäfen, Bahnhöfen sowie in Flugzeugen, Zügen und Bussen. Ab Freitag (10.09.2021) könne ein erstmaliger Verstoß gegen die Maskenpflicht mit einem Bußgeld von 500 bis 1000 US-Dollar geahndet werden, teilte das Heimatschutzministerium mit. Für Wiederholungstäter:innen sind Bußgelder von 1000 bis 3000 US-Dollar möglich.

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Corona-Impfpflicht in den USA: Bisher nur knapp über 50 Prozent geimpft

Hintergrund des Plans von Joe Biden sind die langsamen Fortschritte der Impfkampagne in den USA. Von 330 Millionen US-Amerikaner:innen sind 53,4 Prozent vollständig geimpft. Hinzukommt die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante, die zu einer Zunahme von Corona-Fällen führte. Im Wochendurchschnitt pro Tag meldete die Gesundheitsbehörde CDC fast 140.000 Neuinfektionen und 1100 Todesfälle. (Max Schäfer mit dpa)

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik/dpa

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