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USA

Corona-Impfung in den USA: Johnson & Johnson darf wieder verwendet werden

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Die CDC und die FDA folgen der Empfehlung von Anthony Fauci und erteilen dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson die erneute Freigabe.

Update, 24. April 2021, 07.20 Uhr: Der Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson kann in den USA wieder ohne Einschränkungen verabreicht werden. Das teilten die zuständige Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA mit und beendeten damit eine rund zehntägige Aussetzung der Impfung mit dem Vakzin.

Im Vorfeld hatten sich mehrere Gremien und Fachleute dafür ausgesprochen die Impfungen mit dem Präparat von Johnson & Johnson wieder aufzunehmen. Darunter auch Virologe und Berater des US-Präsidenten, Anthony Fauci. Die Verwendung des Vakzins war vorübergehend gestoppt worden, nachdem in den USA sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen festgestellt und ein Zusammenhang mit dem Vakzin zumindest vermutet worden war. Der Impfstoff von Johnson & Johnson soll nach Entscheidung des CDC und der FDA mit einem Etikett versehen werden, das auf die minimale Gefahr einer Blutgerinnungsstörung hinweise.

Corona in den USA: Anthony Fauci spricht sich für Johnson & Johnson aus

Erstmeldung vom 19.04.2021: Washington, D.C. – In den USA wird zügig gegen das Coronavirus geimpft. Mittlerweile hat jede:r zweite Erwachsene mindestens die erste Dosis Impfstoff erhalten, berichtet die Gesundheitsbehörde CDC – rund 130 Millionen Menschen. Etwa ein Drittel der Erwachsenen ist vollständig geimpft.

Trotz dieser vergleichsweise positiven Zahlen herrscht in Sachen Impfkampagne große Aufregung. Ein erheblicher Teil der Republikaner, beziehungsweise deren Anhänger:innen, verweigert eine Corona-Impfung. Anthony Fauci, Virologe und Berater von Präsident Joe Biden in Gesundheitsfragen, weist sie zurecht – und glaubt daran, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson schon bald wieder eingesetzt wird.

Anthony Fauci kann die Impfgegner:innen nicht verstehen.

Corona-Impfung in den USA: Viele Republikaner weigern sich – Fauci verärgert

Laut einer Umfrage der Quinnipiac University wollen sich 45 Prozent der Republikaner:innen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Unterstützer:innen derselben Partei sprechen sich gleichzeitig gegen Eindämmungsmaßnahmen aus, die sie vor allem als Einschränkung ihrer Grundrechte ansehen – ein Widerspruch, den Dr. Anthony Fauci im Interview mit CNN hervorhob: „Die Tatsache, dass sich jemand nicht impfen lassen möchte, in diesem Fall ein verstörend großer Teil der Republikaner, sorgt nur für das Gegenteil dessen, was sie eigentlich möchten.“

„Sie wollen behaupten können, dass ihnen die Maßnahmen Sorgen bereiten. Doch nur, wenn so viele Leute so schnell und effizient wie möglich geimpft werden, wird man diese Regeln los“, so Fauci. Das Verhalten sei entsprechend „paradox“. Es gehe nicht um bürgerliche Freiheiten, sondern um die öffentliche Gesundheit. „Es ergibt einfach fast gar keinen Sinn“.

Corona: Fauci kritisiert Verhalten von Impfgegner:innen

Vergangene Woche war Fauci mit dem Kongressabgeordneten Jim Jordan aneinandergeraten. Der Republikaner hatte gefragt, wann US-Amerikaner:innen „ihre Freiheiten zurückbekommen“. „Wir reden hier nicht von Freiheiten“, erwiderte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, „sondern von einer Pandemie, die 560.000 Amerikaner getötet hat.“ Etwa ein Viertel der Abgeordneten im Repräsentantenhaus hat sich noch immer nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Seit drei Monaten stehen ihnen die Dosen zur Verfügung.

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Die Impfungen in den USA erfolgen größtenteils mit den Vakzinen von Moderna und Pfizer (bzw. dessen Partnernunternehmen Biontech). Nachdem sechs Hirnvenenthrombosenfälle bekanntgeworden sind, wurde die Verwendung des Präparats von Johnson & Johnson ausgesetzt. Fauci geht allerdings davon aus, dass es bald wieder „auf irgendeine Weise“ zum Einsatz kommen wird – möglicherweise eingeschränkt oder mit einem Warnhinweis des Beratungskomitees der CDC.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Fauci glaubt weiterhin an Einsatz

„Ich habe ernsthafte Zweifel daran, dass sie es einfach streichen“, teilte er dem TV-Sender NBC mit. Es seien zwar nur wenige Thrombose-Fälle aufgetreten, die Entscheidung, die Impfungen zunächst auszusetzen, sei dennoch die richtige gewesen. Beim weiteren Vorgehen müsse man Vorsicht zeigen.

Der Umgang mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zeige darüber hinaus, dass die US-Regierung die Sicherheit der Vakzine effizient unter Beweis stelle. Wenn die zuständigen Behörden behaupten, dass die Mittel sicher sind, seien auch keine Bedenken nötig, erklärt Fauci. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © Alvaro Barrientos

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