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Impfstoff-Export

Joe Biden schickt Millionen Astrazeneca-Impfdosen nach Mexiko und Kanada

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Die USA feiern mit ihrer Impfkampagne gegen Corona große Erfolge - so groß, dass sie zum Exporteur für Vakzine werden.

  • Während die Impfung mit Astrazeneca in Deutschland vorübergehend ausgesetzt waren, exportieren die USA Millionen Dosen des Impfstoffs nach Mexiko und Kanada.
  • Die Regierung unter Joe Biden feiert große Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus.
  • Statt auf Astrazeneca stützt sich die Impfkampagne der USA auf andere Corona-Impfstoffe.

Washington DC - Die USA kommen mit ihrem Kampf gegen Corona so gut voran, dass die Regierung unter Joe Biden nun beschlossen hat, mehrere Millionen Impfdosen an die Nachbarn der Vereinigten Staaten zu liefern. Das bestätigte Bidens Pressesprecherin in Washington DC, Jen Psaki, gegenüber den US-Medien.

Wie unter anderem die „New York Times“ berichtet, sollen 2,5 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Firma Astrazeneca an Mexiko geliefert werden. Weitere 1,5 Millionen Einheiten exportieren die USA nach Kanada. Um das Vakzin gibt es in Europa einen andauernden Streit. Mehrere Länder, darunter Deutschland, hatten die Impfung mit Astrazeneca wegen mutmaßlicher Nebenwirkungen vorübergehend ausgesetzt. Deutschland verwendet das Vakzin ab Freitag (19.03.2021) wieder, allerdings soll das Mittel mit einem Warnhinweis versehen werden.

Corona in den USA: Astrazeneca-Impfstoff geht an Mexiko und Kanada

In den USA ist der Impfstoff von Astrazeneca bislang nicht zugelassen. Trotzdem lagern über zehn Millionen Dosen des Wirkstoffs in den Vereinigten Staaten. Die Verwendung von Astrazeneca ist dagegen sowohl in Mexiko als auch in Kanada ohne Auflagen möglich. Bei den Lieferungen handle es sich um eine Art Leihgabe, so Pressesprecherin Jen Psaki.

Erfolgreich im Kampf gegen Corona: US-Präsident Joe Biden mit Vizepräsidentin Kamala Harris im Oval Office des Weißen Hauses.

Während die Impfkampagne in Deutschland deshalb ins Stocken geraten ist, vermelden die USA weitere Fortschritte im Kampf gegen die Corona-Krise. Seit dem Amtsantritt von Joe Biden wurden fast 100 Millionen Menschen erfolgreich gegen das Coronavirus geimpft. Biden hatte sich dieses Ziel ursprünglich für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit gesetzt. Nun deutet alles darauf hin, dass er und seine Administration diese Marke bereits am Freitag (19.03.2021) erreichen werden - 58 Tage nach Übernahme der Regierungsgeschäfte. „Ich bin stolz verkünden zu können, dass wir morgen, 58 Tage nach dem Amtsantritt meiner Regierung, mein Ziel erreicht haben werden, unseren amerikanischen Mitbürgern 100 Millionen Spritzen zu verabreichen“, sagte Biden bei einer Ansprache im Weißen Haus.

Kampf gegen Corona: 30 Prozent in den USA geimpft

Biden kündigte gemeinsam mit Vizepräsidentin Kamala Harris außerdem neue Impfziele an. In den kommenden Wochen werde man das Tempo erhöhen und innerhalb der ersten 100 Regierungstage womöglich schon auf 200 Millionen Impfungen kommen. Den USA hilft dabei die Entwicklung und Zulassung eines neuen Impfstoffs von der Firma Johnson & Jonson. Das Vakzin erweitert die Möglichkeiten der USA im Kampf gegen Corona. Bislang zugelassen und verwendetet werden in den Vereinigten Staaten die Wirkstoffe von Biontech/Pfizer sowie das Impfmittel der Firma Moderna.

Laut Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC haben bislang fast 30 Prozent aller Bürger:innen in den USA über 18 Jahren eine Impfung erhalten. Joe Biden freute sich aber vor allem die Impfquote bei den älteren Menschen. „Heute haben 65 Prozent der Menschen, die 65 oder älter sind, mindestens eine Spritze bekommen“, so Biden. Diese Zahl feierte der US-Präsident als „entscheidenden Durchbruch“, weil 80 Prozent der mehr als 500.000 Corona-Toten in den USA älter als 65 Jahre gewesen sind.

Corona in den USA: Joe Biden will mit Mexiko zusammenarbeiten

Die Lieferung des Impfstoffs der USA an Mexiko kommt in einer Zeit, in der die Spannungen an der Grenze der beiden Länder ansteigen. Grund sind zahlreiche Migrant:innen, die den Weg in die USA suchen. Die Regierung von Joe Biden bemüht sich, anders als die vorangegangene Administration unter Donald Trump, um Zusammenarbeit mit der Regierung von Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Themenfeldern der Impfstoff-Lieferung und der Grenzsicherheit stritt Psaki auf Nachfrage eines Journalisten in Washington aber ab. (Daniel Dillmann mit dpa)

Rubriklistenbild: © White House via www.imago-images.de

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