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Steigende Infektionszahlen

Angela Merkel wegen Corona-Lage besorgt: Kommen nun Einschränkungen für Ungeimpfte?

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland steigen drastisch an. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Sorge – Einschränkungen für Ungeimpfte sind in Sicht.

Berlin – In Deutschland schnellen die Infektionszahlen deutlich nach oben. Und ein Ende der dynamischen Entwicklung ist vorerst nicht in Sicht. Sollten die Corona-Zahlen weiter ansteigen, hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) neue Einschränkungen für möglich – diese sollen aber nur Ungeimpfte treffen, wie sie am Mittwoch (03.11.2021) über ihren Sprecher Steffen Seibert in Berlin erklären ließ. Menschen mit vollständigem Impfschutz sollten davon ausgenommen werden.

Der Kanzlerin bereite die derzeitige Pandemielage „große Sorge“, sagte Seibert. „Wenn sich die pandemische Lage in den Krankenhäusern regional weiter zuspitzt, dann sind weitere Corona-Beschränkungen nur bei den Nicht-Geimpften möglich“, fuhr er fort. Solche Beschränkungen könne es dann in Form von 2G-Regeln geben. Das heißt, Geimpfte und Genesene wären von den Beschränkungen ausgenommen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder prescht in dieser Frage bereits vor.

Corona-Krise: Angela Merkel hat wenig Verständnis für Ungeimpfte

Angela Merkel ließ Sorge und ein Stück weit Unverständnis über die hohe Zahl der Ungeimpften durchblicken. Seibert sagte: „Was ihr große Sorgen macht ist, dass wir weiterhin über 16 Millionen ungeimpfte Erwachsene in Deutschland haben, mehr als drei Millionen Ungeimpfte über 60 Jahren – trotz der nachweislichen Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe, trotz der für alle und jeden verfügbaren Informationen, trotz der Leichtigkeit, mit der man jetzt an den reichlich verfügbaren Impfstoff kommen kann.“

Besonders erschütternd sei es aus Sicht von Angela Merkel, dass es nun auch in Pflegeheimen zu Corona-Todesfällen komme. „Dass es in Einzelfällen möglich ist, dass ungeimpfte Mitarbeiter ohne tagesaktuelle Testung in Kontakt mit Heimbewohnern sind, das kann man ja im Grunde kaum verstehen“, sagte Seibert.

„Die Pandemie ist nicht vorbei“: Nicht nur Angela Merkel wegen Corona-Lage besorgt

Seit August für alle Bewohner:innen vorgesehene Corona-Auffrischungsimpfungen seien für wenige umgesetzt und müssten nun mit Hochdruck gegeben werden. Jedes Heim sollte sich aktiv darum bemühen. Testregeln müssten sicherstellen, dass ungeimpfte Arbeitskräfte oder Gäste niemanden gefährden könnten.

Angesichts der aktuellen Corona-Lage zeigt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besorgt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte mehr Tempo bei den Auffrischimpfungen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. „Die Pandemie ist nicht vorbei“, sagte er in Berlin. „Wir erleben vor allem eine Pandemie der Ungeimpften – und die ist massiv.“

Spahn zeigte sich unzufrieden mit der Zahl der Auffrischungsimpfungen für die bereits Geimpften. Seit August habe es nur zwei Millionen solcher Corona-Impfungen gegeben, „das reicht nicht“, kritisierte der CDU-Politiker. „Die Auffrischimpfungen helfen, die vierte Welle zu brechen.“

Corona-Ansteckungszahlen in Deutschland „erschreckend“

Am Donnerstag (04.11.2021) und Freitag (05.11.2021) wollen Spahn und die Gesundheitsminister:innen der Länder über das weitere Vorgehen beraten. Spahn nannte am Mittwoch drei Punkte: Die Zahl der Auffrischimpfungen müsse nach oben getrieben werden, wobei jeder ungeachtet des Alters eine solche Corona-Impfung in Anspruch nehmen könne. Für Beschäftigte und Gäste in Pflegeeinrichtungen forderte er einen Testzwang – auch für Geimpfte. Zudem verlangte er schärfere Kontrollen zur Einhaltung der 2G- oder 3G-Regeln.

Jens Spahn und Lothar Wieler nach der Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz am Mittwoch.

Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, nannte die derzeitigen Corona-Ansteckungszahlen „erschreckend“. Auch er rief zu Auffrischimpfungen auf: „Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, wird diese vierte Welle wieder viel Leid bringen.“ (tvd/AFP/dpa)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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