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Freundschaftskiller Corona: 20 Prozent der Deutschen haben Freunde verloren

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Von: Stefan Krieger

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Ist Corona ein Freundschaftskiller? Jeder fünfte Deutsche gibt in einer Umfrage an, wegen der Pandemie Freundschaften aufgegeben zu haben.

Berlin – Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit, die Maßnahmen zur Eindämmung spalten auch nach wie vor die Gesellschaft – selbst wenn gegenwärtig in Deutschland kaum reale Auswirkungen der noch immer hohen Fallzahlen zu spüren sind. Aber auch vor dem privaten Bereich macht die Diskussion keinen Halt.

Aus einer am Donnerstag (28. Juli) veröffentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov und des Sinus-Instituts jedenfalls geht hervor, dass in Deutschland jeder Fünfte wegen auseinandergehenden Meinungen über die Corona-Maßnahmen oder Corona-Impfungen Freunde verloren hat.

Einzelhandel - Maske
Maske tragen, auch wenn es keine Pflicht ist? Auch diese Frage kann zu Streit führen. © Marijan Murat/dpa

Trotz anderer politischer Ansichten: Viele Freundschaften halten

Trotz unterschiedlicher politischer Ansichten scheinen aber viele Freundschaften zu halten: Knapp zwei Drittel der Befragten gaben an, Freundinnen und Freunde mit anderen politischen Meinungen zu haben. 35 Prozent der Befragten zählen Menschen mit abweichenden politischen Meinungen dagegen nicht zu ihrem Freundeskreis.

Aber auch andere politische Themen abseits von Corona belasten die Freundschaften der Deutschen: 27 Prozent der mehr als 2000 Befragten gaben etwa an, dass es schwierig sei, Freundschaften zu Menschen zu pflegen, die andere Meinungen zum Ukraine-Krieg hätten. Rund 56 Prozent haben damit kein Problem.

Dauerbrenner Freundschaft zwischen Männer und Frauen

Anlässlich des Tags der Freundschaft (30. Juli) ging es den Machern der Umfrage auch um den Dauerbrenner: Können Männer und Frauen miteinander befreundet sein? 20 Prozent der Befragten hielten das für möglich, 73 Prozent glauben dagegen nicht daran. Sieben Prozent der Umfrage-Teilnehmer wussten das nicht oder machten dazu keine Angabe. (skr/dpa)

Hinweis: Das Meinungsforschungsinstitut YouGov befragte nach eigenen Angaben 2004 Menschen zwischen dem 22. und dem 30. Juni. Die Ergebnisse wurden demnach gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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