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Sars-CoV-2 kursiert weltweit

Deutlich höhere Todeszahlen durch Corona-Pandemie: WHO nennt neue Details

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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Die WHO nennt neue Details zu weltweiten Todesfällen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 stehen.

Genf/Frankfurt – Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bislang insgesamt 3,4 Millionen offizielle Todesfälle verzeichnet, die im Zusammenhang mit der Corona*-Pandemie stehen. Laut der neuesten Einschätzung der Fachleute dürfte diese Zahl tatsächlich zwei bis dreifach so hoch sein. „Die Zahl der Gesamt-Todesfälle liegt mindestens zwei- bis dreimal höher als offiziell gemeldet“, erklärte Samira Asma, Vertreterin der WHO, anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes 2020 der UN.

Mit „schätzungsweise sechs bis acht Millionen“ direkten und indirekten Todesfällen rechne man, so Asma. Laut Angaben der WHO seien zahlreiche Corona-Tote insbesondere zu Beginn der Pandemie nicht von offiziellen Stellen registriert und getestet worden. Zudem gebe es „die Todesfälle, die auf die schwierigen Bedingungen zurückzuführen sind, unter denen viele Menschen auf der Welt wegen der Pandemie leben“, fügte William Msemburi, Datenanalyst bei der WHO, hinzu.

Corona weltweit: WHO nennt neue Details zu Todesfällen

Hinzu kämen viele Menschen, die an akuten und chronischen Erkrankungen litten und wegen der Belastung der Gesundheitssysteme und des Corona-Lockdowns keine adäquate Versorgung erhielten. Wie die WHO zudem mitteilte, steige zudem in einigen Teilen der Welt die Selbstmordrate – bedingt, durch die Pandemie.

Wert der Übersterblichkeit steigt rapide

Allein im Jahr 2020 lag die Übersterblichkeit dem WHO-Bericht zufolge bei mindestens drei Millionen. Als Übersterblichkeit wird die erhöhte Sterberate im Vergleich zu den unter normalen Umständen erwarteten Werten bezeichnet. Drei Millionen Menschen starben also direkt oder indirekt durch das Coronavirus - dies sind 1,2 Millionen mehr als offiziell Corona-Todesfälle registriert wurden.

Eine Aussage zu treffen, wie viele Menschen tatsächlich direkt durch die Corona-Pandemie verstorben sind, ist laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation schwierig. Die Dunkelziffer sei sehr hoch. Die Prognosen und Einschätzungen der WHO werden von der des Institute for Health Metrics and Evaluation in Seattle noch übertroffen. Das Institut kommt zum Schluss, dass es seit März 2020 insgesamt 6,9 Millionen Todesfälle gab, die im Kontext der Pandemie stehen. Als Beispiele dafür nennen die Experten Länder wie Mexiko oder Indien*, in welchen „ein erheblicher Teil“ der niedrigen Fallzahlen auf die geringe Corona-Testquote zurückzurühren sei, wie Chris Murray, Leiter des Institutes, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP ausführt.

Eine elektromikroskopische Aufnahme des Coronavirus Sars-CoV-2. (Archivfoto)

Hinzu kommt eine Studie der Universität Kapstadt, die im Fachmagazin The Lancet erschienen ist. Diese geht insbesondere auf die pandemische Lage auf dem afrikanischen Kontinent ein. Laut Angaben von Autor Bruce Biccard sei das Sterberisiko von an Covid-19 erkrankten Menschen höher als an anderen Orten. Insbesondere begrenzte Ressourcen und der Mangel an Intensivbetten seien als Gründe hierfür zu nennen, so Biccard.

Im Vergleich dazu entwickeln sich die Corona-Fallzahlen in Deutschland sehr positiv.* Seit Tagen sinkt die Inzidenz. (tu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Center for Disease Control | picture alliance/dpa

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