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Jan Wolters (15) wird in einer Arztpraxis von dem Hausarzt Tim Koop (r) mit dem Serum von Biontech/Pfizer geimpft.
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Jan Wolters (15) wird in einer Arztpraxis von dem Hausarzt Tim Koop (r) mit dem Serum von Biontech/Pfizer geimpft.

Coronavirus

Corona: Stiko bei Impfung von Kindern und Jugendlichen zurückhaltend

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Empfehlung der Impfkommission vom Donnerstag: nur vorerkrankte Kinder und Jugendliche impfen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat am Donnerstag keine Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ausgesprochen. Sie empfiehlt Corona-Impfungen aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Herzfehlern oder Diabetes. Nach ärztlicher Aufklärung sei eine Impfung aber für alle über 12-Jährigen möglich. Die EU-Arzneimittelagentur EMA hatte die Altersgrenze für das Biontech-Vakzin kürzlich auf zwölf Jahre gesenkt.

Die Datenlage zur Impfstoffsicherheit gebe es nicht her, Kinder und Jugendliche „unbekümmert“ zu impfen, erklärte Markus Knuf, Chefarzt der Kinderklinik des Klinikums Worms und Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, gestern bei einer Pressekonferenz. Ein „eher defensives Vorgehen“ sei deshalb „durchaus gerechtfertigt“. Der Mediziner verwies darauf, dass in der klinischen Studie für die Zulassung des mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer in der EU nur rund 1000 Kinder und Jugendliche das Vakzin erhalten haben. Er könne trotzdem nachvollziehen, die Impfung von Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie etwa Epilepsien zu empfehlen.

Der Kinderarzt verwies auch darauf, dass von den 15 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur 1600 stationär wegen Covid-19 behandelt werden mussten. Insgesamt seien als schwere Folge einer Infektion etwa 350 Erkrankungen mit multiplen Entzündungen (Pims) dokumentiert. Knuf räumte zudem ein, dass mögliche Beschwerden in Form von Long Covid in diesen Altersgruppen noch eingehender untersucht werden müssten.

Was mögliche Nebenwirkungen einer Impfung bei Kindern und Jugendlichen angeht, sprach sich Knuf dafür aus, Reaktionen „aktiver“ nachzugehen und das nicht dem Meldesystem zu überlassen. Sollte sich herausstellen, dass bei neu auftretenden Virusvarianten Kinder und Jugendliche stärker zu „Motoren“ bei der Übertragung würden, sei die Impffrage „neu zu bewerten“. (mit dpa/epd)

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