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Coronavirus

Keine Maske im Unterricht: Einige Bundesländer heben bald Maskenpflicht in der Schule auf

  • Ares Abasi
    VonAres Abasi
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Maskenfrei im Unterricht: Einige Bundesländer verzichten bald auf die Maskenpflicht. Derweil fordert der Städtetag eine Ausdehnung der 2G-Regel.

Berlin – Bald müssen Schüler:innen in einigen Bundesländern keine Masken mehr im Unterricht tragen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte am Mittwoch (29.09.2021) in einer Sitzung der CSU-Landtagsfraktion in München an, dass in Bayern ab nächster Woche die Maskenpflicht nicht mehr gelte. Das Saarland verzichtet bereits ab Freitag (01.10.2021) auf das Tragen einer medizinischen Maske – sowohl in den Klassenzimmern als auch in allen anderen Bereichen, teilte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) am Mittwoch in Saarbrücken mit.

In Nordrhein-Westfalen will die Landesregierung kommende Woche entscheiden, wie es nach den Herbstferien mit der Maskenpflicht weitergeht. Baden-Württemberg erwägt ebenfalls, die Maskenpflicht in Schulen am Platz aufzuheben. In Berlin sind ab kommendem Montag (04.10.2021), Schüler:innen bis zur einschließlich sechsten Klasse, von der Pflicht befreit.

Entfall der Maskenpflicht an Schulen: Bundesregierung sieht Verantwortung in Ländern

Aus Sicht der Bundesregierung liegt die Verantwortung zur Maskenpflicht im Unterricht in der Verantwortung der Länder. Unter Schutz- und Hygienekonzepten an den Schulen könne auch das Maskentragen fallen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Ausgestaltung liege jedoch in der Verantwortung der Länder. Seibert erläuterte, dass das Tragen einer Maske weiterhin sinnvoll sein könne. Generell gelte, die Entwicklung der Infektionszahlen und den Impffortschritt bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren zu beobachten.

In vielen Klassenräumen fällt bald die Maskenpflicht weg. Die Regeln sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Derweil hat sich der Deutsche Städtetag für mehr Corona-Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene bei Freizeiteinrichtungen im Herbst und Winter ausgesprochen. „Wir müssen alles tun, um noch mehr Menschen fürs Impfen zu motivieren und die Impfquote zu steigern“, sagte der Städtetags-Präsident Burkhard Jung der Deutschen Presse-Agentur. Jung (SPD) appelierte, dass ein negativer Test in Freizeitbereichen nicht reichen könne und alle Länder die 2G-Regelungen einführen sollten. Einige Bundesländer haben den Veranstaltern freigestellt, ob sie der 2G-Regel, ergänzend zum 3G-Modell, folgen wollen.

Corona: Leipzigs Oberbürgermeister fordert 2G-Regel in Freizeiteinrichtungen

Jung, Leipzigs Oberbürgermeister, erläuterte, dass die 2G-Regelung zum Beispiel für Kinos, Clubs oder Fitnessstudios gebraucht werde. So könne auch die Gefahr für Kinder unter 12 reduziert werden, die noch nicht geimpft werden können. „Wir müssen damit rechnen, dass im Herbst und Winter die Zahl der Corona-Infektionen steigt, vor allem bei Ungeimpften. Wir wollen aber auf keinen Fall, dass dann wieder Schulen und Kitas geschlossen werden müssen.“

Der Städtetag forderte darüber hinaus eine 2G-Regel für bestimmte Berufe. „Wir begrüßen, dass Arbeitgeber den Impfstatus in sensiblen Berufen, in denen besonders schutzbedürftige Menschen betreut werden, abfragen dürfen“, sagte Jung. Die Städte fordern weiterhin „dass sich die Beschäftigten im pädagogischen Bereich, zum Beispiel in Kitas, Schulen und Wohngruppen, aber auch in Krankenhäusern und in der Pflege impfen lassen.“

Karl Lauterbach: Corona-Impfpflicht in bestimmten Berufen nicht notwendig

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) lehnte indes eine Impfpflicht für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Pflegepersonal ab. In der Neuen Osnabrücker Zeitung sprach sich Lauterbach am Mittwoch (29.09.2021) gegen eine Forderung, wie etwa von Kinder- und Jugendärztepräsident Thomas Fischbach, aus. Die Impfquote bei Lehrkräften und Kita-Personal sei sehr hoch und „liegt nach meiner Beobachtung und Einschätzung bei weit über 90 Prozent“, sagte der SPD-Politiker. Und auch in Krankenhäusern sei die Impfbereitschaft groß: „Und da wir in den Gesundheitsberufen ebenfalls eine hohe Impfquote haben, sehe ich auch keinen Grund dafür, eine Impfpflicht für Ärzte und Pfleger einzuführen“, sagte Lauterbach.

In Deutschland haben bislang laut des Robert Koch-Instituts (RKI) insgesamt 64,3 Prozent der Menschen (53,4 Millionen) eine vollständige Corona-Impfung erhalten, 67,9 Prozent (56,5 Millionen) wurde mindestens eine Impfdosis verabreicht. Bei den Erwachsenen sind fast drei Viertel (74,9 Prozent) vollständig geimpft, bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren ein Drittel (33,7 Prozent). (Ares Abasi)

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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