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Corona-Krise

„Zu spät, zu langsam, zu wenig“ – Spahn gerät durch Schnelltests unter Druck

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Ab dem 8. März soll für Bürgerinnen und Bürger wöchentlich ein Corona-Schnelltest bezahlt werden. Weil viele Details noch unklar sind, steht Gesundheitsminister Spahn nun in der Kritik.

  • Zum Schutz vor dem Coronavirus wird in Deutschland schrittweise geimpft.
  • Bis alle, die möchten, eine Impfung erhalten haben, sollen Schnelltests dabei helfen, die Fallzahlen senken.
  • Noch fehlt eine ausgereifte Teststrategie, gegen Kritik verteidigt sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aber.

Berlin – Die Lager der Hersteller von Corona-Schnelltests seien voll, ließ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits am Freitag (05.03.2021) verlauten. Ab kommender Woche (08.03.2021) soll sich jede Bürgerin und jeder Bürger in Deutschland ein mal wöchentlich kostenlos auf Infektionen mit dem Coronavirus testen lassen können. Dass nun viel Kritik laut an Spahn wird, hat also eher wenig mit den für eine flächendeckende Teststrategie erforderlichen Ausgangsbedingungen zu tun, als vielmehr mit dem Tempo der Umsetzung. Aus der Opposition wird immer wieder Kritik laut, dies geschehe zu langsam.

In der Ausgabe der „Welt“ vom Samstag (06.03.2021) erklärte CSU-Generalsekretär Markus Blume, dass Tests eine „Brücke bis zum Impfangebot für alle“ seien, um schließlich Kritik am Bundesgesundheitsministerium zu üben, das in seiner Metapher der „Brückenbauer“ ist. „Es wurde zu spät, zu langsam, zu wenig bestellt. Man muss deutlich sagen, es sind wohl Fehler im Bundesgesundheitsministerium passiert“, sagte Blume der Zeitung.

In der Kritik: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Corona in Deutschland: Schnelltests sollen schrittweise verfügbar sein – Kritik an Jens Spahn

Die Opposition im Bundestag mahnt zu mehr Tempo bei der Entwicklung einer Teststrategie. Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ am Samstag (06.03.2021), nach Monaten Untätigkeit erst jetzt eine Task Force zu gründen, sei ein „Wegducken vor Verantwortung“.

Auch FDP-Vize Wolfgang Kubicki äußerte sich kritisch zum Vorgehen von Jens Spahn. Während Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Samstag (06.03.2021) noch Unternehmen dazu aufrief, seine Mitarbeiter:innen bald ebenfalls mit Schnelltests auf Infektionen mit dem Coronavirus zu testen, war eine für den Vortag geplante Gesprächsrunde der Bundesregierung mit Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertretern zum Thema Corona-Schnelltests in Betrieben geplatzt. Für Kubicki ist es ein „Treppenwitz der Geschichte“, dass „Aldi und einige andere - Lidl, dm, Rossmann - die Schnelltests zur Verfügung stellen können, der Bund aber nicht“, wie er gegenüber den Sendern „RTL“ und „ntv“ sagte. Aldi führte die ersten Schnelltests bereits am Samstag (06.03.2021) im Sortiment, in vielen Läden waren sie binnen Stunden ausverkauft, wie Aldi Süd und Aldi Nord mitteilten.

Schnelltests zur Endeckung einer Infektion mit Corona: Jens Spahn verteidigt sich gegen Kritik

Jens Spahn verteidigt sich indes gegen die Kritik. Am Samstag (06.03.2021) sagte er bei einer digitalen Gesprächsrunde mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf, es sei nie vereinbart gewesen, dass der Bund Schnelltests beschaffe. Man wolle den Ländern bei dem Aufbau von Testzentren und der Verteilung der Tests helfen, und viele Bundesländer und viele Kommunen hätten bereits mitgeteilt, dass sie am Montag damit starten können, sagte der Gesundheitsminister. Er sieht sich selbst als „ministerielle Kontaktbörse“, die helfe, wo noch Unterstützung nötig sei. (Matthis Pechtold mit AFP/dpa)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler

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