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Bundesregierung will kostenlose Corona-Tests weiter finanzieren

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Von: Karolin Schäfer

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Die Bundesregierung will vorerst weiter kostenlose Corona-Schnelltests finanzieren. Einer großen Verlängerung steht das Finanzministerium skeptisch gegenüber.

Berlin – Auf dem Corona-Gipfel haben Bundeskanzler Olaf Scholz* (SPD*) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten über umfangreiche Lockerungen und den sogenannten „Freedom Day“ beraten. Dem neuen Infektionsschutzgesetz hat mittlerweile auch der Bundestag zugestimmt*. Damit sollen ab dem 20. März zahlreiche Corona-Regeln* auslaufen, unter anderem die generelle Maskenpflicht. Auch die Corona-Testverordnung läuft am 31. März aus. Diese regelt etwa die Finanzierung der Bürgertests durch den Bund. Damit können Bürgerinnen und Bürger bislang kostenlose Schnelltests in Anspruch nehmen.

Nun soll die Bundesregierung nach Informationen des Magazins Business Insider die Verlängerung der kostenlosen Schnelltests planen. Derzeit werde in Gesprächen zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesfinanzministerium darüber beraten, dass die Finanzierung der Tests durch den Bund für mindestens vier weitere Wochen gesichert werden soll.

Corona in Deutschland: Gesundheitsminister Lauterbach für Verlängerung von Bürgertests

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach* (SPD) hatte sich bereits am vergangenen Freitag (11.03.2022) während der Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler für ein Bestehen der kostenlosen Bürgertests ausgesprochen. Um welchen Zeitraum die Finanzierungs-Frist der Schnelltests aber tatsächlich verlängert wird, hängt am Ende vom Finanzministerium ab, erfuhr das Magazin aus Kreisen des Gesundheitsministeriums.

Vorerst soll es weiterhin kostenlose Bürgertests geben.
Vorerst soll es weiterhin kostenlose Bürgertests geben. (Symbolfoto) © Tom Weller/dpa

Da die kostenlosen Bürgertests die Haushaltskasse des Bundes belasten, sei man gegenüber einer umfangreichen Verlängerung skeptisch eingestellt. Bisher haben die Corona-Tests seit der Einführung im Frühjahr 2021 den Bund 10,7 Milliarden Euro gekostet. Auf eine Anfrage von Business Insider kam vorerst keine Reaktion aus dem Finanzministerium.

Schon jetzt beschloss die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bis Ende März in Hessen alle 15 von ihr betriebenen Corona-Testzentren zu schließen. Begründet wird die Schließung mit der fehlenden Finanzierungszusage des Bundes, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. „Das zwingt uns zu einem radikalen Cut, den wir so nicht unbedingt wollten“, sagten die Vorstandsvorsitzenden Frank Dastych und Eckhard Starke am Donnerstag (17.03.2022). (kas/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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