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Auch in Russland breitet sich das Coronavirus weiter aus. Doch die Menschen haben Angst vor Sputnik V, dem russischen Impfstoff. (Symbolfoto)
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Auch in Russland breitet sich das Coronavirus weiter aus. Doch die Menschen haben Angst vor Sputnik V, dem russischen Impfstoff. (Symbolfoto)

Coronavirus

Corona: Bevölkerung in Russland hat Angst vor Impfstoff Sputnik V

  • Stefan Scholl
    VonStefan Scholl
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Russland kämpft mit vielen Corona-Infektionen. Doch die Impfquoten sind weiterhin niedrig – obwohl die Regierung und Unternehmen vieles versuchen.

St. Petersburg - In einem St. Petersburger Außenbezirk hängt ein Plakat, auf dem zu lesen ist: „Wie viele müssen noch sterben, bis du dich endlich impfen lässt?“ Jemand hat mit Filzstift darunter gekritzelt: „Soll Putin doch brüllen!“

Russland forciert seine Impfkampagne, aber ein Großteil der Bevölkerung bockt. Nach Berechnungen des Wirtschaftsportals RBK haben sich bisher 24,5 Millionen Menschen im Land gegen das Coronavirus impfen lassen – keine 17 Prozent der Gesamtbevölkerung. Viele halten Covid-19 für ungefährlicher als Sputnik V, das russische Vakzin.

Corona in Russland: 32 Prozent der arbeitenden Bevölkerung wollen sich nicht impfen lassen

Im Staatsfernsehen aber laufen Reportagen über Kinder, die sich mit der Delta-Variante infizierten und nach schwerer Krankheit erst wieder gehen lernen müssten. Der Autohersteller AwtoWAS verspricht seinen Kaliningrader Beschäftigten, die sich impfen lassen, umgerechnet 20 Dollar. Viele Regionen wollen 60 Prozent der Angestellten im öffentlichen Dienst zur Corona-Impfung verpflichten, in der Urlaubsregion Krasnodar kann man nur mit Impfnachweis oder Negativtest Hotelzimmer beziehen. Mehrere Regionen haben Strichcodes eingeführt, mit denen Gäste von Gaststätten oder Theatern beweisen müssen, dass sie geimpft oder immun sind. Das Transportministerium erwägt die Einführung solcher Strichcodes auch für alle Passagiere russischer Fluglinien.

Aber es bleibt unklar, ob diese noch immer vereinzelten Zwangsschritte für eine Herdenimmunität ausreichen. Nach einer Umfrage wollen sich 32 Prozent der arbeitenden Bevölkerung nicht impfen lassen, zehn Prozent würden sogar kündigen, wenn ihr Arbeitgeber sie dazu zwingen möchte. (Stefan Scholl)

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