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Wladimir Putin über seine Impfung gegen Corona
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Appell an die eigene Bevölkerung zur Impfung von Putin

Russland

Zweifel an Putins Corona-Impfung – Kreml-Chef appelliert an Bevölkerung

  • vonJakob Lobes
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Die angebliche Impfung Putins gegen Covid-19 ist in Russland immer noch ein Thema. Jetzt ruft er die eigene Bevölkerung auf, sich ebenfalls impfen zu lassen.

Moskau – „Soll ich mich etwa zum Affen machen?“, kommentierte der russische Präsident Wladimir Putin seine angebliche Impfung gegen das Coronavirus, die letzte Woche weder fotografiert noch aufgenommen wurde. „Müssen wir unbedingt alles so machen, wie es andere tun? Bestimmt nicht.“ Die Zweifel an der Corona-Impfung sind nicht verstummt, deswegen der raue Ton des Kreml-Chefs.

Putin argumentierte, dass die Spritze ebenso mit einer Kochsalzlösung oder einer anderen Substanz befüllt hätte sein können, dann hätte eine Aufzeichnung der Impfung auch keinen Beweis erbracht. Auf einer Pressekonferenz am Montag (29.03.2021) war er zu seinem Gesundheitszustand nach der angeblichen Impfung am 23.03.2021 befragt worden.

Wladimir Putin äußert sich zu den Nebenwirkungen der Corona-Impfung

Es habe nach der Corona-Impfung keine Nebenwirkungen gegeben, sagte Putin. Er hätte die ersten fünf Stunden nichts gespürt. Nur die Einspritzstelle am Körper wäre immer noch mit Schmerzen verbunden. Am nächsten Morgen sei die Temperatur bei ihm allerdings wieder normal gewesen, so der russische Präsident weiter, der nach der Impfung drei Tage keinen Sport gemacht habe.

Putin verriet auch weiterhin nicht, welchen der drei russischen Impfstoffe er angeblich erhalten hat. Nur sein Arzt wisse das, sagte der 68-Jährige der Presse. Sogar Putins Töchter seien schon geimpft, hieß es aus dem Kreml zu der Debatte. Der russische Kreml-Pressesprecher Dmitry Peskov hatte in einer Konferenz am Freitag (26.03.21) betont, dass die Töchter bereits vor ihrem Vater Wladimir Putin geimpft worden seien. Ob mit Sputnik V oder nicht, wurde dabei nicht erwähnt.

Corona-Pandemie: Wladimir Putin appelliert an russische Bevölkerung

Mit einem Appell rief Wladimir Putin die Bevölkerung auf, sich ebenfalls gegen Corona impfen zu lassen. Er nahm sich dabei selbst als Vorbild und bezog auch seine Familie mit ein, was ansonsten nicht der Fall ist. Normalerweise hält er sein Privatleben gerne unter Verschluss.

In Russland sind immer noch vergleichsweise wenige Menschen geimpft – deswegen die Kampagne des Präsidenten und der Aufruf zur Corona-Impfung der Bevölkerung. Erst 4,3 Millionen Menschen haben die beiden notwendigen Spritzen in Russland erhalten. Das sind knapp drei Prozent der gesamten Bevölkerung des Landes.

NameWladimir Wladimirowitsch Putin
Geburtstag7. Oktober 1952
GeburtsortSankt Petersburg, Russland
AmtPräsident Russlands seit 2012
Amtszeiten2000 bis 2004, 2004 bis 2008, 2012 bis 2018, seit 2018

Corona in Russland: Wladimir Putin und das Vakzin Sputnik V

Unterdessen sorgt das Vakzin Sputnik V weiterhin für Schlagzeilen. Anfangs war es seitens der EU kritisch beäugt worden. Russland hätte es zu schnell zugelassen, hieß es damals. Die Skepsis ist auch nach einem dreiviertel Jahr geblieben – in einem europäischen Land gab es deswegen sogar eine Regierungskrise. Igor Matovic, Ministerpräsident der Slowakei, musste wegen des Impfstoffs am Montag (29.03.21) zurücktreten. Er hatte die Bestellung der Impfdosen nicht mit dem Parlament abgestimmt und sorgte damit für einen Skandal.

In Ungarn dagegen war man Sputnik V gegenüber offener. Das Land hat es als erstes EU-Land bestellt und geliefert bekommen. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte über gute wissenschaftliche Studienergebnisse von Sputnik V berichtet und alle Vakzine in Betracht gezogen, die derzeit erhältlich sind. (Jakob Lobes mit dpa)

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