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Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister von Rostock
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Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister von Rostock, will das Corona-Modellprojekt fortführen.

Pandemie

Trotz steigender Corona-Inzidenz – Rostock will Modellprojekt fortsetzen

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Mit seinem Corona-Modellprojekt galt Rostock in der Pandemie lange als Vorbild. Allerdings steigen die Fallzahlen deutlich.

Rostock – Vor einigen Wochen war die 7-Tage-Inzidenz in Rostock noch auffällig niedrig. Mit ihrem experimentellen Modellprojekt, bestehend aus Lockerungen und entsprechend vielen Tests auf das Coronavirus, galt die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns als Vorbild im Krisenmanagement.

Am 21. März lag der Inzidenzwert bei 22,0. Am Freitag (9. April 2021) bei 63,1. Möglicherweise liegt der tatsächliche Wert nach den Oster-Feiertagen noch höher, informiert das RKI. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) appelliert dennoch an die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern sowie an die Bundesregierung, das Modellprojekt forsetzen zu können.

Corona in Rostock: OB Madsen will Modellprojekt trotz steigender Fallzahlen fortsetzen

„Wir beobachten die Zahlen“, teilte Madsen der „Deutschen Presseagentur“ mit. „Bei allen Parametern liegen wir im Plan, wir haben keinen Anlass zur Sorge.“ Im Rahmen des Projekts waren beispielsweise bis zu 777 Fans im Ostseestadion des FC Hansa Rostock zugelassen. Im Volkstheater fand eine Premiere statt, auch im Einzelhandel gab es Öffnungen.

In erster Linie gehe es bei dem Modellprojekt in Rostock darum, Wissen zu generieren. „Wir wollen als Antwort auf steigende Inzidenzzahlen keinen Lockdown haben“, so Madsen entschieden. Er gehe davon aus, dass ein weiterer Lockdown nicht die Akzeptanz erreichen würde, die notwendig sei. Die Auskunft des Gesundheitsamts, dass die Kontakte nach einer Corona-Infektion häufig nicht mehr nachzuvollziehen seien, wären das Signal für den Oberbürgermeister, über eine Änderung nachzudenken. „Dann müssen wir gegensteuern.“

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Corona-Modellprojekt in Rostock vor dem Aus? – Fallzahlen steigen

Festzustellen, wie viele Personen in Rostock tatsächlich getestet werden, sei nun eine der zentralen Aufgaben. Insbesondere gehe es um die Corona-Schnelltests, die frei verfügbar sind. „Es wäre interessant zu erfahren, ob es gelingt, mit den Schnelltests mehr Menschen zu ermitteln, die coronapositiv, gleichzeitig aber symptomfrei sind“, erklärte Madsen. Bei positiven Schnelltests gebe es noch keine verfügbare Datenbasis. Dabei mache es allerdings „einen Riesenunterschied, ob an einem Tag 100 oder 1000 Menschen getestet werden.“

Die Luca-App, „ein Werkzeug für die Arbeit der Gesundheitsämter“, sei zur Nachverfolgung der Kontakte im Einzelhandel eingesetzt worden. Dennoch seien die Umsätze der Händler noch recht weit vom „Vor-Corona-Niveau“ entfernt. Zudem hätten die Kliniken Madsen versichert, dass nichts gegen die Fortführung des Modellprojekts in Rostock spreche.

Rostock: OB Madsen will keinen weiteren Corona-Lockdown

Dass die Mehrzahl der Corona-Infektionen in Rostock im privaten Bereich und damit in den Kitas und Schulen stattfinde, sei bereits bekannt, sagte Madsen. Da Bildung eine vorrangige Aufgabe sei, könne das mit sehr häufigen Testungen kompensiert werden. „Dazu brauchen wir einen hohen Grad der Freiwilligkeit.“ Würden dabei coronapositive Kinder und Jugendliche entdeckt, könnte die weitere Übertragung in den Familien und deren Umkreis verhindert werden. (Lukas Rogalla mit dpa)

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