1. Startseite
  2. Politik

Uneinigkeit in den Bundesländern: Wo 2G im Einzelhandel noch gilt

Erstellt:

Von: Sandra Kathe

Kommentare

Auch in Hessen fordern vermehrt Einzelhändler:innen ein Ende der 2G-Regel.
Auch in Hessen fordern vermehrt Einzelhändler:innen ein Ende der 2G-Regel. © Frank Rumpenhorst/dpa

In den meisten deutschen Bundesländern gilt in vielen Bereichen des Einzelhandels die 2G-Regel. In einigen wurde sie nun gekippt.

Frankfurt - Nach den Verwaltungsgerichtshöfen in Bayern, Niedersachsen und dem Saarland hat nun auch das Verwaltungsgericht für Baden-Württemberg in Mannheim die 2G-Regel für den Einzelhandel gekippt. Auf dieser Basis dürfen in den beiden Bundesländern im Süden Deutschlands Ungeimpfte wieder mit tagesaktuellem negativem Corona-Test einkaufen gehen.

Gegen die Regel in Baden-Württemberg geklagt hatte eine Frau aus dem Ortenaukreis, die ein Geschäft für Schreibwaren betreibt. Sie monierte, dass Schreibwarenläden anders als Blumengeschäfte nicht zur Grundversorgung gerechnet werden. In letzteren gilt trotz Alarmstufe II die 3G-Regel. Das sei eine Ungleichbehandlung.

2G im Einzelhandel: Unterschiedliche Regelungen je nach Bundesland

Für viele Menschen in Deutschland, schaffen die individuellen Einzel-Entscheidungen der Länder bei den Corona-Regeln allerdings Verwirrung, vor allem bei jenen, die in der Nähe von Ländergrenzen leben, wo trotz nur weniger Kilometer Entfernung teils völlig unterschiedliche Regeln gelten. So berichtet das Nachrichtenportal Focus.de etwa darüber, dass zuletzt in Niedersachsen und Bayern Tendenzen zum Einkaufstourismus erkennbar gewesen seien.

Generell gilt im Einzelhandel derzeit in fast allen Ländern die 2G-Regel, eine Ausnahme gilt für Grundversorger. In diese Kategorie fallen neben Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften auch Drogerien, Apotheken, Kiosks, Getränkemärkten und Tankstellen.

In vielen Bundesländern, so auch in Hessen fordern derzeit Einzelhandels-Vertreter:innen ein Ende der 2G-Regel. Dabei wird immer wieder mit einem Wettbewerbsvorteil von Grundversorgern argumentiert, die etwa auch Schreib- oder Spielwaren in ihrem Sortiment haben. (ska mit dpa)

Auch interessant

Kommentare