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Vorschlag der Linken

Pflegenotstand in Corona-Krise: 10.000 Euro Prämie soll Abhilfe schaffen

  • VonLukas Zigo
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Der Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch schlägt eine Prämie für Pflegekräfte vor. Durch viele Kündigungen während der Corona-Pandemie hatte sich die Krise verschärft.

Berlin – Auswirkungen der Corona-Pandemie waren in allen Berufen zu spüren. Nirgends jedoch so stark wie in denen der Pflege. Viele Pflegekräfte haben inmitten der Pandemie ihren Job gekündigt – entweder wegen Überarbeitung oder der schlechten Bezahlung. Es fehlen aktuell mehr als 50.000 Pflegekräfte. Nun möchte der Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch eine 10.000-Euro-Prämie für rückkehrende Pflegekräfte einführen, um dem Teufelskreis aus kündigenden Pflegekräften und verschärfter Corona-Lage entgegenzuwirken.

Teil dieses Not-Programms müsse laut Bartsch eine „bundesweite koordinierte Rückholaktion für Ex-Pflegekräfte“ sein sowie eine fünfstellige steuerfreie Rückkehrprämie, welche auch an aktuelle Pflegekräfte als Bonus ausgezahlt werden müsse. Bartsch äußerte sich dahingehend gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch (01.12.2021)

Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Linksfraktion, spricht bei einer Buchvorstellung.

Corona-Virus: Überlastung und schlechte Bezahlung sorgen für Massenkündigungen

Die hohen Belastungen während der Corona-Pandemie hatten im Zusammenspiel mit unter anderem schlechter Bezahlung dafür gesorgt, dass zahlreiche Pflegekräfte ihrem Beruf den Rücken gekehrt hatten. Auf Intensivstationen stehen daher derzeit weniger Fachkräfte zu Verfügung als noch vor einem Jahr.

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, will den derzeitigen Pflegekräften einen steuerfreien Bonus von 5000 Euro, also höchstens die Hälfte der von Bartsch geforderten Summe, zukommen lassen. Dies sei „ein klares Signal“, sagte Schwesig am Dienstagabend in der Sendung RTL direkt.

Eine Altenpflegerin in Schutzkleidung hält die Hand eines Bewohners.

Ampel: Koalitionsvertrag sieht Steuererleichterungen für Pflegekräfte vor

Die künftige Bundesregierung aus SPD, Grüne und FDP hatte Steuererleichterungen und einen Bonus für Pflegekräfte bereits in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Eine Milliarde Euro will die Ampel für den Bonus zur Verfügung stellen. Pflegekräfte mit kleinen Kindern sollen auch einen Anspruch auf familienfreundliche Arbeitszeiten erhalten.

„Die Ampel muss endlich handeln“, sagte Bartsch den Funke-Zeitungen. „Das Virus interessiert sich nicht für Regierungsbildungen in Deutschland oder dafür, wer SPD-Gesundheitsministerin wird.“ (Lukas Zigo/dpa)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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