Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Pandemie

Corona in Italien: Greenpass wird Pflicht am Arbeitsplatz

  • Yasemin Kamisli
    VonYasemin Kamisli
    schließen

Ab Oktober verschärfen sich in Italien die Corona-Regeln. Die Arbeitnehmer:innen müssen in Zukunft einen Impf- oder Testnachweis vorzeigen. Passiert das nicht, drohen schwere Folgen.

Rom – Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, hat eine starke Verschärfung der Corona-Regeln durchgesetzt. Letztendlich stimmten alle Koalitionsparteien für die Maßnahme, um Corona* zu bekämpfen. Ab dem 15. Oktober gilt für alle Arbeitnehmer:innen in Italien eine Greenpass-Pflicht. Somit müsse zukünftig dann ein Impf- oder Testnachweis bei Arbeitgeber:innen vorgelegt werden, wie die Tagesschau berichtete.

Die Greenpass-Pflicht gilt bereits in Italien in allen anderen öffentlichen Bereichen*. Sprich: Für den Besuch in einem Café, einem Restaurant, im Theater und Kinos oder auch für eine Zugfahrt. Das gilt ebenso für Touristen, die einen Italien-Urlaub* antreten möchten. In erster Linie diene die jetzt beschlossene Ausweitung auch auf die Arbeitswelt dem Gesundheitsschutz, betonte der zuständige Gesundheitsminister Roberto Speranza nach der Kabinettssitzung.

Corona in Italien: Impfpass-Pflicht am Arbeitsplatz

Ein Ziel der Impf- und Testnachweis-Pflicht sei, dass sich nun auch Unentschlossene zum Impfen überzeugen lassen. „Die Zahlen unserer Kampagne sind sehr ermutigend. Aber es ist klar, dass eine noch stärkere Nutzung des Greenpasses, so wie wir es jetzt mit diesem Dekret beschlossen haben, uns noch stärker helfen wird, die Impfkampagne voranzutreiben.“

In Italien wird ab Oktober der Impfnachweis am Arbeitsplatz zur Pflicht.

Arbeitsminister Andrea Orlando kündigte an, dass im Herbst die Zahl der Infektion wieder steigen würde, wenn bis dahin die Herdenimmunität nicht erreicht sei: „Wir können uns keinen Herbst erlauben, in dem das Virus wieder an Kraft gewinnt und wir dann gezwungen sind, neue Einschränkungen zu beschließen. Denn diese hätten Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch auf die Arbeit. Aus diesem Grund glaube ich, dass dieses Dekret auch eine wirtschaftspolitische Maßnahme ist.“ Aktuell sind trotzdem in Italien deutlich mehr Menschen als in Deutschland geimpft: In Italien sind 68,4 Prozent der Bevölkerung komplett gegen Covid-19 geimpft, in Deutschland rund 62 Prozent.

Corona-Regeln in Italien: Mario Draghi lehnt kostenlose Covid-Tests ab

Von der Entscheidung eines verpflichtendem Impf- oder Testnachweises seien in Italien insgesamt 23 Millionen Arbeitnehmer:innen betroffen. Der Minister für öffentliche Verwaltung, Renato Brunetta, verlasse sich darauf, dass die ab Mitte Oktober Regelung schnell Wirkung zeigt: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass bereits die jetzige Ankündigung der Ausweitung des Greenpasses zu einer Beschleunigung der Impfungen führt. Wir könnten unser Ziel schon teilweise erreicht haben, wenn das Dekret in Kraft tritt.“

Größtenteils unterstütze die Mehrheit der Gewerkschaften die Einführung des Greenpasses, hatten aber auf kostenlose Tests für die Beschäftigten gedrängt. Italiens Ministerpräsident Mario Draghi* hat dies jedoch abgelehnt. Wie er finde, würden kostenlose Tests dafür sorgen, dass sich weniger Unentschlossene impfen lassen würden. Die Regierung wolle aber dafür sorgen, dass die Kosten für Covid-Tests auf maximal 15 Euro begrenzt werden. (Yasemin Kamisli) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Bihlmayer / Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare