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Steigende Impfzahlen

Ende der Corona-Pandemie – Hamburger Bürgermeister wagt mutige Prognose

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Von vielen Seiten wird gewarnt, dass die Corona-Pandemie noch nicht überstanden ist: Doch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher zeigt sich betont optimistisch.

Hamburg – Mit derzeit niedrigen Inzidenzen und täglich steigenden Impfzahlen in Deutschland, wächst bei vielen Bürgern wieder der Optimismus, die Corona-Pandemie bald hinter sich lassen zu können. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher spricht sogar von einem Ende der Pandemie spätestens Ende des Jahres. Die Vorteile, die der SPD-Politiker bei seiner Prognose im Vergleich zu den Aussichten im Vorjahr ins Feld führt, sind der inzwischen reichlich verfügbare Impfstoff, die gut funktionierende Teststrategie sowie die Erkenntnisse und Erfahrungen, die man in eineinhalb Jahren Corona-Alltag gemacht habe.

Als entscheidenden Faktor bewertet Tschentscher aber das Fortschreiten der Impfkampagne: „Nun kommt es darauf an, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger impfen lassen und wir als Gesellschaft damit insgesamt geschützt sind“, sagte Hamburgs Bürgermeister im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dass die Covid-19-Impfung möglicherweise nach einer gewissen Zeit aufgefrischt werden muss, sei „als Routine in unserem Gesundheitssystem auch machbar.“ Tschentscher kündigte an, dass man in Hamburg, wenn alle angekündigten Impfstoff-Lieferungen wie geplant eintreffen, bis Ende des Sommers allen ein Impfangebot machen könne. Die Impfungen sollen ab Ende August ausschließlich die niedergelassenen Ärzte übernehmen – ähnlich wie viele andere Bundesländern, plant Hamburg vor Herbstbeginn die Arbeit in den Impfzentren einzustellen.

Mahnende Worte: Corona-Pandemie trotz Millionen Impfungen noch nicht besiegt

Doch es gibt auch mahnende Stimmen, die einer frühzeitigen Lockerung der Schutzmaßnahmen widersprechen. Zu denen, die davor warnen, dass die Pandemie trotz der positiven Entwicklungen in Deutschland auch hierzulande noch nicht überstanden ist, gehört etwa Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker, die zuletzt betonte: „Das Coronavirus wird uns noch sehr lange beschäftigen“. Vor allem aufgrund der ansteckenderen Virusvarianten, die auch in Deutschland auf dem Vormarsch seien, müssten zumindest Abstands-, Hygiene- und Maskenregeln weiter strikt eingehalten werden. „Wie kann man sich nur ernsthaft vom Maskentragen verabschieden wollen, wenn die meisten Kinder voraussichtlich gar keine Chance auf eine Impfung bekommen werden?“, fragte Wenker.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist optimistisch, dass die Pandemie bis Jahresende weitgehend überstanden ist.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) teilt die vorsichtige Bewertung der aktuellen Corona-Situation, sprach sich aber im Interview mit der Augsburger Allgemeinen zuletzt dafür aus, alle verbliebenen Maßnahmen fortwährend auf ihre Verhältnismäßigkeit hin zu überprüfen: „Es ist ein großer Erfolg, dass Dank der niedrigen Infektionszahlen und des Fortschritts beim Impfen bereits die meisten Einschränkungen aufgehoben werden konnten“, so Lambrecht. Das gelte besonders die meisten Einschränkungen, die tief in die Grundrechte eingreifen.

Außenminister Maas fordert Ende der Corona-Maßnahmen im Herbst

Befeuert hatte die Diskussion um das Ende der Corona-Maßnahmen zuletzt auch eine Aussage von Bundesaußenminister Heiko Maas, der sich für das Ende aller staatlich verordneten Corona-Schutzmaßnahmen ausgesprochen hatte: „Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung“, sagte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Forderung des Außenministers widersprach hingegen Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Diese sei schlichtweg „unrealistisch“, so der Arzt. (ska mit dpa/epd)

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt/dpa

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