Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona

Ende der Corona-Pandemie? Neue Prognosen von Fachleuten im Umlauf

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
    schließen
  • Tobias Utz
    Tobias Utz
    schließen

Die WHO hat sich erneut zum möglichen Ende der Corona-Pandemie geäußert. Zudem kursieren derzeit neue Prognosen von Fachleuten.

  • Ein Ende der Corona-Pandemie noch im Jahr 2021 gilt laut der Weltgesundheitsorganisation WHO als unwahrscheinlich.
  • Auch zu steigenden Corona-Fallzahlen in Europa und anderen Teilen der Welt äußert sich die WHO.
  • Ihre Prognose zu einem möglichen Pandemie-Ende hat die WHO erneut korrigiert.

Update vom Sonntag, 07.03.2021, 15.30 Uhr: Neben der WHO äußern sich weitere Fachleute zu einem möglichen Ende der Corona-Pandemie in „naher“ Zukunft. Deutlich optimistischer sieht Gernot Marx die Lage. Marx ist Chef des Intensivmediziner-Verbands DIVI in Deutschland – und sagt: Die Pandemie könnte im Hochsommer 2021 besiegt sein. Allerdings nennt er dafür zwei Bedingungen.

Covid-19: Corona-Prognosen zu Pandemie-Ende überschlagen sich

Hinzu kommt die Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun: Er stellte eine Rücknahme aller Corona-Beschränkungen in Aussicht. Jedoch nannte auch er dafür Bedingungen.

Update vom Freitag, 05.03.2021, 09.00 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Zwar sei die für den Sommer angekündigte Einführung „wohl unvermeidlich“, sagte der Regionaldirektor der WHO-Direktor für Europa, Hans Kluge, der „Welt“. „Aber es ist keine Empfehlung der WHO.“ Es gebe ernste Bedenken: So sei unsicher, wie lang eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff „nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern“.

Die EU-Kommission will am 17. März den Gesetzentwurf für einen „digitalen grünen Pass“ vorlegen, der Corona-Impfungen, Covid-Erkrankungen und negative Tests vermerken soll. Ziel ist, einen sicheren Weg zur Aufhebung von Beschränkungen und zum Reisen in Europa zu finden.

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme des neuartigen Coronavirus.

WHO – Corona-Pandemie in zehn Monaten zu Ende

Weiter rechnet Kluge damit, dass die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende sein werde. Er gehe davon aus, dass 2021 ein weiteres Covid-Jahr werde, 2020 sei „Terra Incognita“ gewesen. „Ein Jahr später wissen wir viel mehr. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Pandemie Anfang 2022 vorbei ist.“ Was nicht heiße, dass das Virus weg sei. „Aber hoffentlich braucht es dann keine der disruptiven Interventionen mehr.“

Kluge warnte davor, Corona-Mutationen nicht ernst genug zu nehmen, weil sich manche sehr schnell verbreiten könnten und schwere Krankheitsverläufe auslösten. „Wenn dies nun zusammenfällt mit einer nur langsamen Impfkampagne, dann verlieren wir das Momentum. Dann kann das Virus wieder die Oberhand gewinnen.“ Jetzt sei noch nicht die Zeit für die Menschen in Europa, sich zurückzulehnen.

Corona: WHO reagiert auf Presse-Meldung zum Ende der Pandemie

Erstmeldung vom Dienstag, 02.03.2021, 14.00 Uhr: Genf – Ein Ende der Corona-Pandemie noch im Jahr 2021 ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO unrealistisch. Das sagte der WHO-Notfalldirektor Michael Ryan am Montag (01.03.2021) gegenüber der Presse. Allerdings hat er auch gute Nachrichten.

So sei es laut Ryan möglich, die Zahl der Krankenhausaufenthalte und der Todesfälle „stark zu reduzieren“. Aber das Coronavirus werde weiterhin die Oberhand haben. Dabei verwies Ryan auf den Anstieg der Corona-Fallzahlen in der vergangenen Woche, nachdem es in den vergangenen sechs Wochen weltweit zu einem Rückgang gekommen war. „Es wäre sehr verfrüht und unrealistisch zu denken, dass wir dem Virus bis zum Ende dieses Jahres ein Ende setzen werden“, erklärte der WHO-Funktionär.

Corona: Anstieg der Fallzahlen „nicht überraschend“

Der Vorsitzende der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, nannte den erneuten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Europa, Nord- und Südamerika, Südostasien und dem östlichen Mittelmeerraum „enttäuschend, aber nicht überraschend“. Gelockerte Corona-Maßnahmen, verschiedene Virus-Mutanten und mangelnde Vorsicht seien die Gründe für die weitere Ausbreitung des Virus. Zugleich warnte er davor, sich nur auf die Corona-Impfungen zu verlassen. „Die Impfungen werden helfen, Leben zu retten. Aber wenn Staaten sich nur auf die Impfungen verlassen, machen sie einen Fehler“, erklärte Ghebreyesus. Weiterhin sollten „grundlegende gesundheitspolitische Maßnahmen“ gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus eingesetzt werden.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Chef der WHO, in einem Interview. (Archivfoto)

Erst vor wenigen Tagen hatten vermeintliche Aussagen des WHO-Direktors für Europa, Hans Kluge, für Aufsehen gesorgt. Gegenüber dänischen Medien hatte Kluge gesagt: „Es wird weiterhin ein Virus geben, aber ich glaube nicht, dass Einschränkungen nötig sein werden.“ Schnell hieß es daraufhin, dass Kluge davon ausgehe, dass die Pandemie „in wenigen Monaten“ überwunden sei.

Corona: WHO-Aussagen zur Pandemie hatten für Aufregung gesorgt

Dagegen hatte sich der WHO-Funktionär aber im Gespräch mit dem ZDF gewehrt. „Ich habe das nie gesagt“, so Kluge. Vielmehr habe er geantwortet, dass eine Prognose schwierig sei und dass die Pandemie „als Arbeitshypothese“ bis Anfang 2022 überwunden sei. Dass das Coronavirus dann aber noch immer da sei, davon sei er überzeugt, erklärte Kluge. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte kürzlich Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie, wie echo24.de* berichtet. (Marcel Richters, Tobias Utz) *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/NIAID-RML/AP |

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare