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Stetson cowboy hats
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Hüte der Firma Stetson: Ab sofort nicht mehr im Sortiment eines Hutladens in Nashville. (Symbolbild)

Nashville

USA: Davidstern für Leute, die nicht gegen Corona geimpft sind

  • VonMirko Schmid
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Ein Hutgeschäft in Tennessee bedient sich einer Symbolik aus der NS-Zeit, um gegen Corona-Impfungen zu protestieren. Der Laden stößt auf scharfe Kritik.

Nashville - Maskenfreies Einkaufen, Davidsterne für nicht Geimpfte, Verschwörungstheorien über Mikrochips in Impfstoffen: Ein Hutladen in Nashville, Tennessee bedient gängige Narrative der Impfgegner-Bewegung. Am Samstag (29. Mai 2021) versammelten sich nun rund zwei Dutzend Demonstrierende unter dem Motto „verkauft Hüte, keinen Hass“ vor dem Shop, der auch auf Instagram immer wieder mit der Verbreitung von zweifelhaften Inhalten auffällt.

So hieß es in einem Beitrag: „Alle ungeimpften Menschen werden von der Gesellschaft getrennt, gekennzeichnet und müssen eine Maske tragen. Was kommt als Nächstes?“ Der Hüte-Hersteller Stetson reagierte inzwischen auf die Corona-Politik des Geschäfts in Nashville und kündigte an, seine Produkte dort „aufgrund der anstößigen Inhalte und Meinungen von Hatwrks“ aus dem Verkauf zu nehmen.

Corona in den USA: Hutladen verkauft „nicht geimpft“-Davidsterne

Stein des Anstoßes war letztlich der Verkauf von „nicht geimpft“-Davidsternen, welche einen Zusammenhang zwischen der Kennzeichnung von jüdischen Menschen während der Nazi-Zeit und nicht geimpften Menschen herstellen. Aus Reihen des Hutgeschäfts in Nashville stößt die Kritik auf wenig Verständnis. In einem weiteren Instagram-Beitrag heißt es: „Ich zolle der Geschichte viel mehr Respekt, indem ich für Gefallene aufstehe, als dass ich Schweigen und Zustimmung anbiete.“

Damit nicht genug. In einem späteren Beitrag schreibt der Hütehändler Gigi Gaskins: „Meine Hoffnung war es, meine echte Sorge und Angst zu teilen und alles zu tun, was ich kann, um sicherzustellen, dass etwas wie der Holocaust niemals wieder stattfinden kann.“ Die Positionierung des Geschäfts trifft auf scharfe Kritik. Auf Twitter heißt es in einem Beitrag: „Sie müssen ein wirklich kranker Mensch sein, um den Davidstern auf idiotische, antisemitische Weise zu verkaufen oder zu tragen, um Leute zu verspotten, die sich impfen lassen.“

Davidsterne tauchen in Kreisen der Kritiker der Corona-Maßnahmen immer wieder auf

Unterstützt wird die Ideologie des Inhabers des Hutgeschäftes von Bill Lee, dem republikanischen Gouverneur des Bundesstaates Tennessee. Im Gegensatz zu anderen Bundesstaaten legte der Südstaat ein Gesetz vor, das es den Gemeinden verbietet, einen Impfnachweis, etwa für Angestellte vor Wiederaufnahme der Arbeit vor Ort, einzufordern.

StadtNashville
BundesstaatTennessee
Fläche1.362 km²
Bevölkerung692.587 (Stand 2018)
BürgermeisterJohn Cooper (Demokraten)

Die Selbstkennzeichnung mit einem Davidstern ist in Kreisen von Kritiker:innen von Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht unüblich. So waren beispielsweise in London und Frankfurt am Main Demonstrierende aufgefallen, die mit dem geschichtlich belasteten Symbol demonstrierten. (Mirko Schmid)

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