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Um Erschwernisse für Eltern in der Corona-Pandemie zu mindern, können die Tage auch in Anspruch genommen werden, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind.
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Um Erschwernisse für Eltern in der Corona-Pandemie zu mindern, können die Tage auch in Anspruch genommen werden, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind.

Neuregelung wegen Corona

Zahl der Kinderkrankentage soll von 20 auf 30 erhöht werden

  • Sonja Thomaser
    VonSonja Thomaser
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Aufgrund der Corona-Pandemie wird es zukünftig erheblich mehr Kinderkrankentage pro Kind und Elternteil geben. Zudem gibt es noch mehr Erleichterungen für Eltern.

Berlin - Das Bundeskabinett hat am Dienstag (13.04.2021) die erneute Erhöhung der Zahl der Kinderkrankentage auf den Weg gebracht. Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Der Anspruch soll von derzeit 20 auf künftig 30 Tage pro Kind und Elternteil steigen. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch demnach von 40 auf 60 Tage. Die Neuregelung wurde vom Kabinett in Verbindung mit dem Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes aufgrund des Coronavirus beschlossen.

Um Erschwernisse für Eltern in der Corona-Pandemie zu mindern, können die Tage auch in Anspruch genommen werden, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind, wenn die Präsenzpflicht an der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kita eingeschränkt ist. Dies gilt auch, wenn die Eltern im Homeoffice arbeiten. Es reicht aus, wenn eine Betreuung ansonsten nicht gewährleistet wäre.

Kinderkrankentage: „Sicherheitsnetz“ bei hohen Corona-Inzidenzen

Eltern erhielten mit der erneuten Ausweitung der Kinderkrankentage „ein zusätzliches Sicherheitsnetz für den Fall, dass bei einer hohen Inzidenz Kinderbetreuungsmöglichkeiten ausfallen“, erklärte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). „Wenn Kitas oder Kindertagespflege aufgrund der Infektionslage vermehrt in den Notbetrieb gehen oder teilweise geschlossen werden müssen, dann heißt das für viele Eltern auch, dass sie sich wieder zu Hause um die Kinder kümmern müssen. Für diese schwierige Lage sind die Kinderkrankentage eine schnelle und unbürokratische Hilfe.“

Neue Regelung für Kinderkrankentage
VorherJetzt
Elternpaar20 Tage pro Kind und Elternteil30 Tage pro Kind und Elternteil
Alleinerziehend40 Tage pro Kind und Alleinerziehende60 Tage pro Kind und Alleinerziehende

Giffey lobte außerdem die in dem Gesetzentwurf vorgesehenen Regelungen für Schulen. Es sei gut, dass es hier bundeseinheitliche Regeln während der Corona-Pandemie geben werde. „Das schafft mehr Klarheit für alle Beteiligten - für Eltern, Kinder und Jugendliche, Schulleitungen und Fachkräfte.“ Dem Entwurf zufolge müssen Schulen spätestens ab Überschreitung einer Inzidenz von 200 schließen.

„Dass es ein verbindliches bundesweites Testen für alle Schülerinnen und Schüler geben soll, ist ein wichtiger Schritt zur Pandemiebekämpfung“, fügte Giffey hinzu. „Das alles unterstützt unser Ziel, dass Kitas und Schulen ihre wichtige Betreuungs- und Bildungsarbeit fortsetzen können.“

Kinderkrankentage wegen Corona: Bescheinigung der Krankenkasse vorlegen

Grundsätzlich haben Arbeitnehmer:innen einen Anspruch, von ihrer Arbeit freigestellt zu werden, wenn ihr Kind krank ist. Für die Zeit der Freistellung wegen der Krankheit des Kindes erhält die freigestellte Person bis zu 90 Prozent des entfallenen Nettoarbeitslohns. Um Kinderkrankengeld zu erhalten, muss das betroffene Elternteil den Krankenschein des Kindes bei der Krankenkasse einreichen.

Wenn es um Krankentage und Krankengeld wegen geschlossener Einrichtungen aufgrund des Coronavirus geht, müssten die Eltern der Krankenkasse dann eine Bescheinigung vorlegen, dass die Schule oder die Kita geschlossen ist. Die Regelung gilt rückwirkend zum 5. Januar für Kinder bis zwölf Jahre, bei Kindern mit einer Behinderung bis 18 Jahre.

Wegen Corona: Erleichterungen für berufstätige Eltern

Im Infektionsschutzgesetz ist bereits vorgesehen, dass Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder ihrer Arbeit nicht oder nur eingeschränkt nachgehen können, Anspruch auf eine Lohnfortzahlung haben. Sie beträgt 67 Prozent des entstandenen Verdienstausfalls, höchstens aber 2.016 Euro. Dies gilt für maximal zehn Wochen (bei Alleinerziehenden 20). Die Auszahlung übernimmt zunächst der Arbeitgeber, der das Geld auf Antrag von der im jeweiligen Bundesland zuständigen Behörde zurückerstattet bekommt. (Sonja Thomaser mit afp)

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