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Corona-Pandemie

RKI-Chef Wieler: „Zurzeit verschlechtert sich die Situation weiter“ - Corona-Lage in Deutschland dramatisch

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
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Das Robert-Koch-Institut hat in einer Pressekonferenz über die Corona-Pandemie in Deutschland informiert. Die Nachrichten, die Chef Wieler für die Bürger hat, sind nicht gut.

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat 19.528 Neuinfektionen mit dem Coronavirus* innerhalb eines Tages neu registriert.
  • Seit der letzten Meldung werden 731 neue Todesfälle verzeichnet, die mit einer Covid-19-Erkrankung in Zusammenhang stehen.
  • Mit der Zulassung des Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer* rückt der Beginn der Impfungen in Deutschland am 27. Dezember.

+++ 13:30 Uhr: Nachdem Deutschlands Top-Virologe Christian Drosten sich nun doch besorgt zur Corona-Mutation aus Großbritannien geäußert hat, fehlen an diesem Dienstag (22.12.2020) auch dem RKI-Chef Lothar Wieler zwei Tage vor Weihnachten aufmunterende Worte. „Zurzeit verschlechtert sich die Situation weiter“, sagte Wieler. Deshalb appellierte er am Morgen erneut an die Bürger in Deutschland, ihre Kontakte über die Feiertage drastisch zu reduzieren. „Bitte schränken Sie Ihre Kontakte auf das Nötigste ein. Verreisen Sie nicht!“, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist unvermindert hoch. Die Gesundheitsämter meldeten 19.528 neue Fälle und 731 Todesfälle binnen eines Tages.

Corona-Lage in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen weiter dramatisch hoch

+++ 10.30: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hält die Wahrscheinlichkeit für hoch, dass die in Großbritannien entdeckte Mutation des Coronavirus Deutschland bereits erreicht hat. Das Genom der Mutation sei in Analysen deutscher Labore zwar noch nicht nachgewiesen worden. Allerdings wisse man, dass es sich auch in den Niederlanden und Dänemark bereits verbreite, so RKI-Präsident Robert Wieler.

+++ 10.21 Uhr: RKI-Präsident Robert Wieler äußerte Verständnis für die Müdigkeit, die sich in der Bevölkerung breit mache angesichts der weiter hohen Infektionszahlen, trotz wieder geltender strenger Maßnahmen. Gleichzeitig betonte er, dass der Erfolg jeder Maßnahme auf die Mitarbeit der Bürger:innen angewiesen sei. Dass jetzt noch „zehntausende Menschen reisen, an Flughäfen in Reihe stehen und sich drängeln“, befördere die Verbreitung des Coronavirus unnötig. „Wir machen es dem Virus ohne Not leicht“, so Wieler.

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI)

PK zu Corona in Deutschland live: RKI spricht von „ungebremster Entwicklung“

+++ 10.12 Uhr: Laut Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), stehen Deutschland in der Corona-Pandemie einige schwere Wochen bevor. Das sagte Wieler bei einer Pressekonferenz des Instituts zum Stand der Lage in Berlin. Es würden weiter Höchstzahlen verzeichnet, bei den Neuinfektionen wie den Todeszahlen. Es gebe nur einen Weg aus dieser Situation: Die Fallzahlen müssten schnell und dauerhaft gesenkt werden.

RKI-Präsident Wieler äußerte sich auch zu der in Großbritannien neu entdeckten Mutation des Virus. Dessen Gefährlichkeit könne noch nicht abschließend beurteilt werden. Es sei aber bekannt, dass sich das Erbgut von Viren laufend modifiziere. Mehr Zeit für das SARS-CoV-2-Virus bedeute auch mehr Zeit, zu mutieren. Auch das sei ein gewichtiger Grund, die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus ernsthaft zu befolgen.

Erstmeldung vom Dienstag, 22.12.2020, 09.55 Uhr: Berlin - In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 19.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 19.528 neue Ansteckungsfälle erfasst. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg laut RKI innerhalb eines Tages um 731 auf insgesamt 27.006. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland laut RKI 1.530.180 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Genesenen liegt bei rund 1.136.700.

Corona in Deutschland: Inzidenz weiter hoch

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug nach Angaben des Instituts am Dienstag 197,6. Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. Die Bundesregierung strebt an, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken, zuletzt stieg sie allerdings immer weiter an.

Allerdings lag der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,98 (Vortag: 1,04). Das bedeutet: rechnerisch stecken 100 Infizierte 98 weitere Menschen an. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, sinkt die Zahl der parallel Infizierten so lange, bis alle gesundet sind und niemand mehr das Virus in sich trägt.

Seit vergangenem Mittwoch gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown. Ein Großteil der Geschäfte ist geschlossen. Auch die Schulen und Kitas machten weitgehend dicht. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet. Voraussichtlich am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Impfungen gegen Corona: Zulassung macht Weg frei für Vakzin von Biontech und Pfizer

In Deutschland sollen mit den Impfungen das Coronavirus am 27. Dezember beginnen. Die bedingte Zulassung ihres Impfstoffes in der EU ermöglicht der Mainzer Firma Biontech und ihrem US-Partner Pfizer, mit der Auslieferung des Impfstoffs zu beginnen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Biontech-Chef Uğur Şahin sind zuversichtlich, dass der Impfstoff auch gegen die in Großbritannien entdeckte neue Mutation des Virus* wirkt.

Aus wissenschaftlicher Sicht sei die Wahrscheinlichkeit dafür hoch, sagte Şahin der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben den Impfstoff bereits gegen circa 20 andere Virusvarianten mit anderen Mutationen getestet. Die Immunantwort, die durch unseren Impfstoff hervorgerufen wurde, hat stets alle Virusformen inaktiviert.“ Spahn sagte im ZDF, alle Erkenntnisse deuteten im Moment darauf hin, dass die Wirksamkeit bei der neuen Variante nicht beeinträchtigt sei. „Und das wäre natürlich eine sehr, sehr gute Nachricht.“ (dpa, afp) *FR.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Stefanie Loos/dpa

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