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Coronavirus

Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen: Schlechte Prognose für den Frühling

  • Michael Bayer
    VonMichael Bayer
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Weil die 7-Tage-Inzidenzen sprunghaft steigen, schlagen die Fachleute des RKI Alarm. An ihrer Einschätzung orientiert sich auch die Corona-Politik. 

  • Das Coronavirus verbreitet sich im März wieder stärker - aber eine schnelle Impfung lässt auf sich warten.
  • Das Robert Koch-Institut rechnet mit einem starken Anstieg der Inzidenz.
  • Die Corona-Politik macht davon Lockerungen und Schließungen abhängig.

Berlin - Die Zahl der Menschen, die sich mit Corona infizieren, wird in Kürze deutlich steigen – und die bisherigen Höchstwerte vom Dezember übertreffen. Das ist das Ergebnis einer Hochrechnung, die das Robert Koch-Institut in einem Lagebericht am Sonntag veröffentlicht hat. „Die Extrapolation der Trends zeigt, dass mit Fallzahlen über dem Niveau von Weihnachten ab Kalenderwoche 14 zu rechnen ist.“ Das wäre also nach Ostern.

Die Analyse bezieht sich auf die Sieben-Tage-Inzidenz, deren Entwicklung auch die Politik als Maßstab nimmt, um Corona-bedingte Einschränkungen zu lockern oder zu verschärfen. Nach dem Höchststand an Heiligabend von 196 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern war der Wert in den ersten sechs Wochen des Jahres auf 57 Fälle gesunken – und seither nur leicht gestiegen. Der Prognose zufolge wird sich das nun ändern – und der Wert sprunghaft nach oben gehen.

Masken sind weiterhin Pflicht – und dabei wird es nicht bleiben.

Inzidenz steigt: Das Coronavius hat Deutschland auch im Frühling noch im Griff

In der Woche vom 22. März an überschreitet demnach die Inzidenz die Schwelle von hundert Fällen, knapp zwei Wochen später sind es 200 Fälle. Für Mitte April erwartet das Robert Koch-Institut 300 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Treffen die Prognosen ein, wird Deutschland eine dritte Corona-Welle erleben, die deutlich heftiger ausfällt als die bisherigen im vergangenen Frühjahr und Winter. Als Grund für den Anstieg nennt das Robert Koch-Institut die erstmals in Großbritannien entdeckte Virusvariante B.1.1.7. Sie verbreite sich sehr gleichmäßig exponentiell ansteigend – jede Woche um etwa 46 Prozent, was einer Verdoppelung ungefähr alle zwölf Tage entspricht.

Dieses Verbreitungsverhalten ist nach Angaben des Berichts seit der zweiten Kalenderwoche erkennbar. Bisher war das in der Gesamtzahl der Corona-Neuinfektionen nicht ausschlaggebend, weil gleichzeitig bei den übrigen Varianten ein Rückgang festzustellen war. Nun steht eine Phase bevor, in der der Zuwachs der B.1.1.7.-Mutante deutlich überwiegen wird.

Propleme mit Corona-Impfungen und Anstieg der inzidenz

Am Sonntag lag die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 79, am Samstag bei 76,1. Am Sonntag der Vorwoche stand der Wert noch bei 66,1 Fällen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen kletterte auf 10 790 – das sind 2687 mehr als noch vor einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 70 weitere Todesfälle verzeichnet.

Mehrere Bundesländer kündigten Konsequenzen aus den Kürzungen der Impfstofflieferungen durch den Pharmakonzern Astrazeneca an. Thüringen stoppte die Terminvergabe für Impfungen und verschob den geplanten Start von Impfungen bei Hausärzten. Auch in Hamburg können unter 80-Jährige nun keine Impftermine mehr vereinbaren. Sachsen-Anhalt stellt die Impfungen von Polizisten vorerst zurück. In Berlin sollen neue Impftermine gestreckt werden, wie ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung sagte. In Brandenburg sollen alle bisher online gebuchten Impftermine stattfinden – die längerfristigen Folgen seien aber noch offen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. (Michael Bayer mit dpa)

Rubriklistenbild: © Daniel Kubirski/dpa

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