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Frankreich und Griechenland

Corona-Maßnahmen verschärft: Tausende protestieren gegen Impfpflicht

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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Frankreich und Griechenland kündigten eine Impfpflicht im Gesundheitswesen und stärkere Einschränkungen für Ungeimpfte an. Dagegen gehen tausende Menschen auf die Straßen.

Paris ‒ Frankreich und Griechenland haben bei der Corona-Politik einen härteren Kurs eingeschlagen. Dagegen regen sich in beiden Ländern nun massive Proteste. Tausende haben am Mittwoch (14.07.2021) gegen die jüngsten Maßnahmen ihrer Regierungen protestiert. Grund für die Verschärfungen ist die aggressive Delta-Variante, die sich in Europa immer weiter ausbreitet.

Nachdem es auch in Frankreich seit Ende Juni einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben hatte, kündigte Präsident Emmanuel Macron am Montag (12.07.2021) strengere Regeln an. Unter anderem werde ein Test, Impf- oder Genesungsnachweis künftig deutlich häufiger notwendig. So will der Staatschef noch deutlich mehr Menschen zur Impfung bewegen. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen solle es zudem eine Impfpflicht geben. Macron sagte, eine Impfung aller sei vorerst der einzige Weg zurück zu einem normalen Leben, und werde auch für die Gesamtbevölkerung in Erwägung gezogen. Aktuell sind etwa 53 Prozent der französischen Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft.

Direkte oder indirekte Corona-Impfpflicht: Impftermin-Buchungen in Frankreich erreichen Rekordwert

Zunächst schien der Plan der französischen Regierung aufzugehen. Am Dienstag nach Ankündigung der härteren Corona-Maßnahmen schossen die Anmeldungen zur Impfung im Land in die Höhe. Wie der Plattformbetreiber Doctolib auf Twitter mitteilte, meldeten sich bereits am Montag 926.000 Menschen in Frankreich für eine erste Impfung an. Die täglichen Terminbuchungen erreichten demzufolge einen Rekordwert. Bei der Mehrheit der Franzosen treffen die neuen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus laut Umfragen auf Zustimmung. Doch am Mittwoch (14.07.2021) kippte die Stimmung und tausende Menschen demonstrierten gegen die angekündigten Einschränkungen für Nicht-Geimpfte, die einer indirekten Impfpflicht gleichen.

Die Demonstrant:innen in Frankreich kritisierten außerdem die Einführung der Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte. In der französischen Hauptstadt Paris setzte die Polizei unter anderem Tränengas gegen die Demonstrierenden ein. Nach Angaben der Polizei waren sie von der genehmigten Route abgewichen. Zudem hätten sie Polizist:innen mit Gegenständen beworfen und Feuer gelegt. Im ganzen Land protestierten am Nationalfeiertag (14. Juli) rund 19.000 Menschen gegen die neuen, von Präsident Macron eingeführten Corona-Regeln. In Paris gingen rund 2250 Menschen auf die Straße, während weitere Proteste unter anderem in Lyon, Bordeaux und Straßburg stattfanden.

Die Polizei setzt Tränengas gegen Demonstrierende in Paris ein: Rund 19.000 Menschen protestierten in Frankreich am Nationalfeiertag (14. Juli) gegen die neuen Corona-Regeln im Land.

Frankreich und Griechenland: Proteste gegen Impfpflicht und Einschränkungen

Auch in Griechenland protestierten Tausende gegen die verschärften Corona-Auflagen. Die griechische Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte wie Frankreich am Montag (12.07.2021) eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte angekündigt. Das Land reagiert damit auf die rapide Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus.

Im Zentrum der Hauptstadt Athen versammelten sich nach Polizeiangaben am Mittwochabend rund 4000 Demonstrant:innen. Sie skandierten: „Wir sagen Nein!“ und „Rücktritt!“. Einige der Protestierenden griffen Journalist:innen und Fotograf:innen an. Am Mittwoch (14.07.2021) meldeten die griechischen Behörden mehr als 2900 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, vor einer Woche waren es nur 800 Fälle.
Außerdem dürfen ab Freitag (16.07.2021) bis Ende August nur noch Geimpfte etwa Bars, Kinos und Theater besuchen. Von den 10,7 Millionen Einwohnern Griechenlands sind bislang 4,3 Millionen, also rund 40 Prozent vollständig geimpft. (iwe/afp)

Rubriklistenbild: © Geoffroy van der Hasselt/AFP

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