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Müssen Geimpfte bald keine Maske mehr tragen?
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Müssen Geimpfte bald keine Maske mehr tragen? (Symbolfoto)

Pandemie

Corona-Lockerungen: Maskenpflicht für Geimpfte könnte aufgehoben werden

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Die Debatte um Strafen für diejenigen, die ihren Corona-Impftermin nicht einhalten, geht weiter. Derweil wird diskutiert, welche Freiheiten Geimpfte zukünftig haben.

Berlin – Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, fordert das Ende aller Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte.

„Spätestens September wird für jeden Impf-Willigen ein Impfangebot verfügbar sein, dann müssen eigentlich nahezu alle Corona-Maßnahmen weg“, sagte er der Bild-Zeitung. „Jeder kann dann immer noch individuell entscheiden, ob er oder sie weiter Maske tragen will – Pflicht sollte es dann aber nicht mehr sein.“

Corona in Deutschland: Lockerungen für Geimpfte gut für Moral

Insbesondere, um die Impfmoral hochzuhalten, sei der Wegfall der Maßnahmen wichtig, so Gassen.* „Mancher wird sich sonst fragen: Warum sollte ich mich impfen lassen, vielleicht zwei Tage Kopfweh oder andere Impfnebenwirkungen in Kauf nehmen und etwas für die Herdenimmunität tun, wenn ich weiterhin Maske tragen muss, nur weil sich 20 bis 30 Prozent der Leute weigern.“

Angesichts der sich schnell ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus forderte die FDP-Bundestagsfraktion die Regierung zum Handeln auf. „Die Bundesregierung darf die Sommermonate auf keinen Fall ungenutzt lassen, um sich auf den Herbst und eine mögliche vierte Welle vorzubereiten“, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger der Presse in Berlin. „Es geht dabei nicht um Alarmismus, aber die Warnungen der Wissenschaftler müssen ernst genommen werden“, betonte sie. Es dürfe nicht passieren, „dass wir in ein paar Monaten der pandemischen Entwicklung erneut hinterherlaufen“.

Corona: Diskussion um Impftermin-Schwänzer

Wolfgang Kubicki, FDP-Vize, sprach sich derweil gegen Bußgelder für Impftermin-Schwänzer aus. Es sei zwar „ärgerlich und unsozial“, einen vereinbarten Termin platzen zu lassen, man solle aber an die Menschen zu appellieren, ihren Termin rechtzeitig abzusagen, damit andere den Impfstoff erhalten können, so Kubicki.

Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, sah das ähnlich: „Die Landkreise lehnen Strafen für Menschen, die ihren zweiten Impftermin ohne Absage nicht wahrnehmen, ab“, sagte er der Zeitung Welt. Das Verhalten sei zwar unsolidarisch, aber es wäre unangemessen, in diesen Fällen mit der „ordnungspolitischen Keule“ zu kommen. „Anstatt über Strafen nachzudenken, sollten wir uns überlegen: Was wir tun können, um die Impfbereitschaft weiterhin hochzuhalten?“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert für Strafen beim Impfschwänzen

Am Wochenende war eine Diskussion über Strafen für geschwänzte Impftermine aufgekommen. „Es wäre richtig, wenn es eine Strafe gäbe für diejenigen, die nicht einmal ihren Termin absagen“, hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der Zeitung Bild am Sonntag gesagt. „Ich appelliere hier stark an unser aller Solidarität. Das ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe mit einem guten Schuss individueller Verantwortung“, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der Zeitung Welt. „Sollten wir aber merken, dass diese Solidarität in Teilen der Gesellschaft nicht vorhanden ist, müssen wir uns schon überlegen, wie wir diese im Interesse aller, gegebenenfalls auch über Sanktionen, werden einfordern können.“

Der Deutsche Städtetag forderte von der Politik indes ein stärkeres Engagement, um Impf-Unwillige zu überzeugen. „Wir müssen mehr Menschen ansprechen, die sich beim Impfen bisher zurückhalten. Wir müssen ihnen niedrigschwellig Angebote machen und Überzeugungsarbeit leisten“, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung (SPD), der Zeitung Rheinische Post. „Wir wollen stärker auf schwer erreichbare Menschen in benachteiligten Stadtteilen zugehen. Mobile Impfteams werden deshalb in nächster Zeit eine größere Rolle spielen.“ Das Impfen bleibe der Schlüssel, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. (ktho/dpa/epd) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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