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Corona-Lockerungen

Corona-Revolte gegen Boris Johnson – Aufhebung der Maskenpflicht spaltet Großbritannien

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Boris Johnson will die Maskenpflicht zur „persönlichen Entscheidung“ machen. Die Angst vor höheren Corona-Fallzahlen in Großbritannien sorgt für eine Revolte.

London – Boris Johnson hat jüngst Corona-Lockerungen angekündigt. Sie sollen seinen Planungen zufolge am 19. Juli in Kraft treten. Dagegen regt sich Widerstand. Zahlreiche Forscherinnen und Forscher hatten bereits einen Aufruf gestartet – und vor den möglichen schweren Folgen gewarnt. Einer der zentralen Kritikpunkte der Forschenden ist die Aufhebung der Corona-Maskenpflicht in Krankenhäusern und dem öffentlichen Nahverkehr in Großbritannien. Wohnungsbauminister Robert Jenrick kündigte an, dass es in Zukunft eine „persönliche Entscheidung“ sei, ob Maske getragen werde – oder nicht. Nun beschweren sich einige Lokalpolitiker:innen über Johnsons Vorgehen.

Andy Burnham, Bürgermeister der Region Greater Manchester im Nordwesten des Landes, erklärte beispielsweise, dass der 19. Juni für viele Schutzbedürftige zu einem „Angsttag“ werden könnte. Die Entscheidungen der Regierung seien angesichts des raschen Anstiegs der Corona-Fallzahlen „unklug“. Das berichtet der Guardian.

Corona in Großbritannien: Inzidenzwert erreicht neuen Höhepunkt

Laut Angaben der britischen Gesundheitsbehörden lag der Sieben-Tage-Inzidenzwert am Sonntag (11.07.2021) bei 311,6. Mit der Entscheidung, die Corona-Maskenpflicht in Großbritannien zur persönlichen Entscheidung zu machen, liege die Regierung falsch, betonte Burnham. Zahlreiche Menschen, die anfällig für Coronaviren seien, müssten täglich die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, um sich zu versorgen. Er kündigte an, den Menschen in seiner Region das Tragen einer Maske im ÖPNV weiterhin zu empfehlen.

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, plant die Aufhebung der Corona-Maskenpflicht. (Archivbild)

Sadiq Khan, Bürgermeister von London, betonte ebenfalls die Bedeutung von Schutzmasken in der Pandemie. Er erklärte, dass der Gebrauch von FFP2-Masken Covid-19 eindämmen könne und „den Londonern das Vertrauen“ gebe, zu reisen. Das wiederum trage zur „wirtschaftlichen Erholung“ bei, sagte Khan.

Corona in Großbritannien: Ende der Maskenpflicht steht bevor

Einer Umfrage des Guardian zufolge, unterstützen 73 Prozent der Befragten eine Verlängerung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. 50 Prozent sprachen sich darin sogar für eine allgemeine Verlängerung der Corona-Maßnahmen, inklusive von Kontrollen durch die Behörden. Lediglich 10 Prozent der Befragten gaben darin an, dass die Corona-Beschränkungen in Großbritannien früher hätten aufgehoben werden müssen.

Mehrere britische Medien berichten zudem übereinstimmend, dass sich zahlreiche Verantwortliche aus der Gastronomieszene für eine Verlängerung der Maskenpflicht starkmachen. Demnach wollen sie den Gästen in Pubs und Restaurants weiterhin empfehlen eine Maske aufzusetzen, sobald sie ihren Platz verlassen.

In Großbritannien wird Anfang der Woche ein neues Statement von Premierminister Boris Johnson erwartet. Die Hoffnung, dass er seine Pläne nochmals überdenkt, schwindet allerdings. (tu)

Rubriklistenbild: © Daniel Leal-Olivas/AFP

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