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Vor möglichen Öffnungen

Pressekonferenz mit Wieler und Spahn: „Das Coronavirus wird nicht verschwinden“

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler informieren am Freitag über die aktuelle Corona-Lage. Dabei gibt es auch gute Nachrichten.

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Lothar Wieler geben eine Pressekonferenz zur Corona*-Lage.
  • Zuletzt ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland wieder gestiegen.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnt bereits vor einer dritten Corona-Welle in Deutschland.
  • Bundesgesundheitsminister Spahn sieht besonders bei älteren Menschen einen Erfolg der Impf-Kampagne.
  • Jens Spahn* und Wieler weisen auf die Bedeutung der Tests hin, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen sollen.
  • Weiter sollen Corona-Maßnahmen helfen, die Ausbreitung einzudämmen, Wieler warnt zur Vorsicht.
  • Schnelle Lockerungen der Corona-Maßnahmen erscheinen Spahn und Wieler unwahrscheinlich.
  • Die Impfung könne dazu beitragen, mit dem Coronavirus zu leben, da dieses nicht mehr verschwinden werde, so Wieler.

+++ 11.25 Uhr: „Dieses Virus wird nicht mehr verschwinden. Wir werden das nicht ausrotten können“, erklärt Lothar Wieler abschließend. Jens Spahn vergleicht das Coronavirus mit dem Masernvirus. Auch damit habe man leben gelernt.

+++ 11.09 Uhr: Jens Spahn äußert Verständnis dafür, dass viele Menschen genervt sind von den Corona-Maßnahmen. Auch der Lockdown sei anstrengend und eine psychische Belastung, aber: „Es hilft ja alles nichts“, sagt der Bundesgesundheitsminister lapidar. Das Virus sei da und man müsse sehen, wie damit umgegangen werde.

+++ 10.59 Uhr: Aus den USA* wurden neue Mutanten gemeldet, welche noch ansteckender und tödlicher sein sollen, aus die aktuellen Mutanten aus Großbritannien. Diese seien in Deutschland noch nicht gefunden worden, erklärt RKI-Präsident Wieler. Auch eine Mutante aus Deutschland sei noch nicht gefunden worden. Wichtig sei aber die fortlaufende Analyse des Virus.

RKI-Präsident verteidit Corona-Impfstoff von AstraZeneca

+++ 10.53 Uhr: Noch immer ist der Impfstoff von AstraZeneca umstritten. Wieler führt ein Beispiel aus Schottland an, wo die Quote der Menschen, die nach einer Corona-Infektion in ein Krankenhaus mussten, um 94 Prozent gesunken ist. „Das ist fantastisch“, so Wieler. Die anhaltende Kritik sei nicht gerechtfertigt. Auch Nebenwirkungen wie „ein oder zwei Tage Kopfschmerzen“ seien besser, als „die verdammte Krankheit“ zu bekommen.

+++ 10.43 Uhr: Testen müsse so selbstverständlich werden, wie Zähneputzen, sagt Federle. Es helfe, Angst und Ohnmacht zu bekämpfen. Zwar werde das Virus nicht aus der Welt geschaffen, aber das Infektionsgeschehen unter Kontrolle gehalten. Daher begrüße sie die Initiative von Jens Spahn, möglichst viel zu testen, sagt Federle abschließend.

„Tübinger Weg“ als Vorbild für Umgang mit der Corona-Pandemie

+++ 10.39 Uhr: Mit der Strategie, so viel wie möglich zu testen, sei die Corona-Inzidenz in Tübingen unter einen Wert von 35 gedrückt worden, erklärt Federle. „Testen ist neben den Lockdown-Maßnahmen eine effektive Methode gegen die Ausbreitung“, so Federle. Wer beim Schnelltest, symptomlos und anlasslos, positiv getestet wurde, wurde direkt in Quarantäne geschickt. So konnten diese Menschen, die vorher nicht mit einer Infektion gerechnet haben, das Virus nicht weitergeben.

+++ 10.35 Uhr: Auch Lisa Federle, leitende Notärztin und Pandemie-Beauftragte in Tübingen, spricht nun. Sie stellt den „Tübinger Weg“ vor, bei dem bereits früh auf umfassende Corona-Tests gesetzt wurde. 90 Prozent der älteren leben noch zu Hause, bei kostenlos angebotenen Tests auf zentralen Plätzen seien teils tausende Menschen gekommen. Die Aktion laufe weiterhin und sei auch in Kitas und Schulen angeboten worden, um den Vollbetrieb zu ermöglichen, schilder Federle die Situation. Dort Testen die Lehrer nach einer Schulung meist selbst.

Kontakte sollten wegen Corona weiterhin auf das „Allernötigste“ beschränkt werden

+++ 10.31 Uhr: Wieler warnt, wie schon zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), vor einer dritten Corona-Welle. Weiterhin sollten Kontakte auf das „Allernötigste“ beschränkt bleiben, auch im Freien. Innenräume sollten, wann immer möglich, gelüftet werden und Masken getragen. Schon bei ersten Symptomen sollte eine Artzpraxis kontaktiert und ein PCR-Test beantragt werden.

Wieler verdeutlicht, dass die Wirkung der Impfstoffe beim Einsatz in vielen Ländern sehr gute Zahlen liefere. Umso wichtiger sei es, viel zu impfen. Aber ein „Freitesten“, wie es Bundesgesundheitsminister Spahn und Bundeskanzlerin Merkel angesprochen haben, sei nicht möglich. Denn schon kurz nach einem negativen Test könnte eine Ansteckung erfolgen oder sich Symptome zeigen.

Wichtig sei es daher, viel auf Corona zu testen, um Infektiöse zu finden und diese zu isolieren. „Selbsttests sind keine Wunderwaffe“, aber ein wichtiges Werkzeut, erklärt der RKI-Präsident.

Corona-Fallzahlen bei Menschn über 80 gehen zurück

+++ 10.29 Uhr: Als nächstes spricht RKI-Präsident Lothar Wieler. Auch er betont, dass die Fallzahlen bei Menschen über 80 zurückgehen, so auch die Zahl der Todesfälle. „Das zeigt, dass wir viel erreichen können, wenn wir wachsam sind und bleiben“, so Wieler.

Seit einigen Tagen sei aber kein weiterer Rückgang der Corona-Fallzahlen zu sehen, sondern eine Stagnation. „Das Geschehen ist regional sehr unterschiedlich“, so Wieler. Bei jüngeren Menschen sei ein besonderer Anstieg zu verzeichnen. Die besonders ansteckende Variante B.1.1.7 mache die Bekämpfung schwieriger.

Eigentests laut Spahn wichtiges Werkzeug gegen Corona-Pandemie

+++ 10.24 Uhr: „Mit der Zulassung von Eigentests erhalten wir ein weiteres Werkzeug“, erklärt Spahn. Es sei wichtig, viel zu testen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Etwa beim Reisen seien die „mittlerweile deutlich mehr verfügbaren“ Schnelltests ein wichtiger Weg. Selbsttest könnten „Sicherheit geben für konkrete Situationen“, beispielsweise vor einem Konzert- oder Restaurantbesuch. Selbsttests seien schon bald ein selbstverständlicher Teil des Alltags, erklärte Spahn. Das sei schon in wenigen Wochen der Fall.

Gleichzeitig betont Spahn, dass ein Corona-Test keine hundertprozentige Sicherheit bietet. Der Labortest bleibe der „Gold-Standard“.

Spahn rechnet mit mehr als 11 Millionen Corona-Impfdosen bis kommende Woche

+++ 10.22 Uhr: Bis Ende kommender Woche sollen über 11 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert sein. Es sei notwendig, zusätzliche Kapazitäten aufzubauen, so Spahn. In der Impfverordnung soll zeitnah geregelt werden, dass auch Arztpraxen impfen können. Im nächsten Schritt sollen die Praxen „regelhaft“ in die Kampagne einbezogen werden.

„Wir sind dafür in der Vorbereitung“, erklärte Spahn. Mit den Ärzten, Apotheken, Ländern und Großhändlern müsse es entsprechende Absprachen geben, bis hin zur Frage der Vergütung.

„Erste Erfolge“ der Corona-Impfkampagne

+++ 10.20 Uhr: „Zwei Monate nach Beginn der Impf-Kampagne können wir erste Erfolge verzeichnen“, sagt Spahn. Rund 80 Prozent der Menschen in Alten- und Pflegeheimen haben bereits die erste Corona-Impfung erhalten. Das Erkrankungsrisiko habe sich stark reduziert, die Inzidenz in der Altersgruppe über 80 ist von mehr als 200 auf etwa 70 gesunken. „Das zeigt, unsere Strategie, diejenigen zuerst zu impfen, die besonders verwundbar sind, geht auf“, so Spahn.

+++ 10.16 Uhr: Die Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Lothar Wieler beginnt mit nur geinger Verzögerung. Als erstes spricht der Bundesgesundheitsminister.

Update vom Freitag, 26.02.2021, 10.04 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) für Deutschland zeigen, dass die Inzidenz wieder leicht angestiegen ist. Am Freitag (26.02.2021) steigt der Wert auf 62,2 und damit höher, als an den verganenen beiden Tagen. Am Mittwoch (24.02.2021) lag der Wert bei 59,3, am Donnerstag (25.02.2021) bei 61,7.

Die höchste Corona-Inzidenz in Deutschland hat der Landkreis Wunsiedel im Fichtengebirge. Dort liegt der Wert bei 295,9. Am niedrigsten ist der Wert in der Stadt Kaufbeuren mit 6,8.

Pressekonferenz zur Corona-Lage in Deutschland angekündigt

Erstmeldung vom Freitag, 26.02.2021, 9.50 Uhr: Berlin – Die Corona-Lage in Deutschland verschärft sich zusehends. Am Freitag (26.02.2021) meldet das Robert Koch-Institut (RKI) 9.997 neu registrierte Infektionen. In einer Pressekonferenz informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des RKI, Lothar Wieler, über die aktuelle Lage.

Lockerung des Corona-Lockdown in Deutschland geplant

Schon in wenigen Tagen ist eine Lockerung des Corona-Lockdown geplant. Schulen und Kindergärten öffnen bereits in den meisten Bundesländern, am kommenden Mittwoch (03.03.2021) wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsident:innen über das weitere Vorgehen beraten. Von vielen Länderchef:innen kommt im Vorfeld eine Mahnung zur Vorsicht. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans forderte gegenüber dem ZDF derweil schnelle Lockerungen, trotz der Ausbreitung der neuen Corona-Mutanten.

Mehr Corona-Schnelltests für Deutschland als Strategie

Zuletzt waren kostenlose Corona-Schnelltests in Deutschland ins Gespräch gekommen. Diese sollen helfen, die Ausbreitung der Pandemie besser nachzuverfolgen. Außerdem sollen Infizierte dadurch die Möglichkeit erhalten, schneller in Selbstquarantäne zu gehen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Idee der umfassenden Schnelltests unterstützt. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte sie: „Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden.“

Bundeskanzlerin warnt vor dritter Corona-Well in Deutschland

Zugleich warnte Merkel vor einer dritten Corona-Welle in Deutschland. Durch neu aufgetretene Mutanten sei eine „neue Phase der Pandemie“ eingetreten, in welcher auch ein „kompletter Shutdown in ganz Deutschland“ möglich wäre, so die Bundeskanzlerin gegenüber der Zeitung.

Auf EU-Ebene wird die Einführung eines gesonderten Passes für Geimpfte diskutiert. Die EU-Kommission will innerhalb von drei Monaten die Voraussetzungen dafür schaffen, bereits in verschiedenen Staaten existierende Impfpässe digital zu verbinden. Ob auch in Deutschland ein Corona-Impfpass eingeführt wird, ist derweil noch unklar. (Marcel Richters)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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