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Exklusive Recherche der Washington Post

Donald Trumps Stabschef soll Ärzte bedroht haben, um Corona-Ausbruch zu vertuschen

  • Daniel Dillmann
    vonDaniel Dillmann
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Mark Meadows, Stabschef von Donald Trump im Weißen Haus, soll sich mit Fachleuten angelegt und Ärzte bedroht haben. Sein Ziel: Die Vertuschung des Corona-Ausbruchs.

  • Das Coronavirus grassiert in den USA - laut Fachleuten auch, weil Donald Trump als Krisen-Manager versagt hat.
  • Nun kommen Details über die Machenschaften der Administration von Donald Trump ans Licht - namentlich von dessen Stabschef Mark Meadows.
  • Trump-News: Alle Informationen und Neuigkeiten zum scheidenden US-Präsidenten auf unserer Themenseite.

Washington D.C. - Die USA leiden unter dem Coronavirus wie kein anderes Land. Mehr als 17 Millionen Menschen haben sich bereits mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Jeden Tag kommen weitere rund 200.000 dazu. Über 315.000 Menschen sind bereits infolge einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben.

Donald Trump: kein gutes Zeugnis in der Corona-Pandemie für den Präsidenten

Dass Donald Trump bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie keine gute Arbeit geleistet hat, darin sind sich die meisten US-Amerikaner:innen einig. Gerade einmal 37 Prozent sind der Auffassung, der scheidende US-Präsident habe einen guten Job gemacht. 59 Prozent sind anderer Meinung. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters im Oktober. Die Werte dürften sich seitdem eher verschlechtert haben, denn die zweite Welle der Pandemie hat die USA wie viele andere Länder der Welt heimgesucht.

Mark Meadows vor dem Weißen Haus. Der Stabschef von Donald Trump soll Ärzte bedroht und Fachleute diskreditiert haben.

Und so dürfte auch das Coronavirus seinen Part bei der Niederlage gespielt haben, die Donald Trump bei der US-Wahl 2020 gegen Joe Biden hinnehmen musste. Dem US-Präsidenten fiel nicht nur seine Abneigung gegenüber der Wissenschaft auf die Füße. Ihm wurde auch noch sein größtes Argument gestohlen: die wirtschaftliche Entwicklung des Landes unter seiner Präsidentschaft.

Donald Trump wusste längst über die Corona-Gefahr Bescheid

Donald Trump selbst wusste längst Bescheid, wie gefährlich das Coronavirus wirklich ist, als er es in der Öffentlichkeit noch kleinredete und verharmloste. Das gab der US-Präsident gegenüber dem Investigativjournalisten Bob Woodward im Vier-Augen-Gespräch unumwunden zu, während er den Bürgerinnen und Bürgern des Landes noch erzählte, Corona sei nicht mehr als eine Grippe und würde eines Tages ohnehin einfach „verschwinden“. Trump selbst weigerte sich, in der Öffentlichkeit Maske zu tragen, zweifelte deren Nutzen immer wieder an.

Der Effekt: Auch im Weißen Haus verbreitete sich das Coronavirus rasant. Die feierliche Amtseinführung von Amy Coney Barrett als Richterin am Obersten Gerichtshof wurde zum wahren Superspreader-Event. 150 Leute nahmen teil, niemand trug eine Maske. Kurz darauf hatten sich mindestens sieben Personen mit dem Virus infiziert, darunter unter anderem First Lady Melania Trump und Donald Trump selbst.

Corona-Krise im Weißen Haus: Donald Trumps Stabschef versuchte, es zu vertuschen

Dass die Virus-Verbreitung im Weißen Haus kein allzu gutes Licht auf das Krisen-Management der Administration von Donald Trump werfen würde, das war führenden Köpfen im Team Trump offensichtlich frühzeitig bewusst. Laut einer exklusiven Recherche der „Washington Post“ soll Trumps Stabschef Mark Meadows alle erdenklichen Hebel in Bewegung gesetzt haben, um den Corona-Ausbruch im Weißen Haus zu vertuschen. Meadows, der sich im Laufe der Corona-Krise selbst mit Sars-CoV-2 infizierte, soll Mitarbeiter gedrängt haben, nicht über ihre Erkrankung zu sprechen.

Dem Ärzte-Team des Weißen Hauses soll er mit Rausschmiss gedroht haben, sollten sie die Infektion von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlich machen. „Das Weiße Haus hat keine Verpflichtung, der Presse oder der Öffentlichkeit davon zu erzählen, dass Joe Schmo oder sonstwer, der im Weißen Haus arbeitet, positiv getestet wurde“, so Meadows laut einer anonymen Quelle. Die Fachleute in der Corona-Taskforce, namentlich Anthony Fauci und Deborah Brix, soll der Stabschef von Donald Trump immer wieder angegangen sein, weil sie die Corona-Gefahr übertreiben würden, aber keine Lösungen anbieten könnten.

Fauci und Brix dagegen hätten betont, dass die Lösung auf der Hand liegen würde. Die Regierung unter Donald Trump müsste vorangehen, ihrer Vorbildrolle gerecht werden, das Tragen von Masken propagieren und auf die Leute einwirken, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Was Team Trump stattdessen tat, ist bekannt, und führte mutmaßlich zu tausenden weiteren Todesfällen. (Von Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © Chris Kleponis - Pool Via Cnp via www.imago-images.de

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