News-Ticker

Corona in USA: Anstieg der Infektionen bei Kindern „alarmierend“ – Trump bewirbt Malaria-Medikament

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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Die Corona-Zahlen in den USA explodieren. Auch im Weißen Haus häufen sich die positiven Fälle. Derweil verbreitet Trump Behauptungen über ein Malaria-Medikament.

  • Die Zahl der Corona-Infizierten in den USA steigt steil an.
  • US-Präsident Donald Trump legt eine überraschende Kehrtwende hin.
  • Eine Lehrergewerkschaft warnt vor einer Schulöffnung.

+++ 16.20 Uhr: Corona in den USA bleibt ein Thema. Neben seiner Werbung für das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin gegen die Lungenkrankheit Covid-19 ist ein weiteres beliebtes Thema des US-Präsidenten, gegen seinen Pandemie-Berater Anthony Fauci zu wettern. Und oft gehen beide Themen Hand in Hand. So attackierte Donald Trump seinen Berater Fauci kürzlich, indem er einen Tweet teilte. Dieser wirft Fauci vor, der Öffentlichkeit in den USA etwas vorgemacht zu haben, indem er das Mittel Hydroxychloroquin als mögliches Corona-Medikament ausgeschlossen hatte. Alle weiteren Entwicklungen zum Thema lesen Sie in unserem neuen News-Ticker zur Corona-Lage in den USA.

US-Präsident Donald Trump bewirbt Malaria-Medikament

+++ 13.10 Uhr: Erneut hat US-Präsident Donald Trump Behauptungen über die Wirksamkeit des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin als Mittel gegen Covid-19 weiterverbreitet. Unter anderem teilte er auf Twitter am Montag (27.07.2020) ein Video, in dem die Ärztin Stella Immanuel erklärte, erfolgreich 350 Corona-Patienten unter anderem mit Hydroxychloroquin behandelt zu haben. Trumps geteilte Posts wurden später von Facebook und Twitter entfernt. Am Dienstag blieb davon nur der Hinweis von Twitter übrig, dass der Tweet entfernt wurde.

Immanuel äußert sich auf ihrem Twitter-Profil negativ zur derzeitigen Forschung an Medikamenten und Impfstoffen gegen das Coronavirus: „Ich weigere mich, mich von Fake-Wissenschaft anketten zu lassen.“ Studien seien von großen Pharmakonzernen gesponsert und „doppel-blind“.

US-Präsident Trump verbreitet erneut Behauptungen über die Wirksamkeit eines Malaria-Medikaments im Zusammenhang mit Covid-19.

Trump hatte bereits in den vergangenen Monaten die Malaria-Arznei wiederholt als Mittel zur Behandlung von Covid-19-Kranken angepriesen. Im Juni stoppten Forscher eine internationale Studie zu dem Medikament unter Leitung der Weltgesundheitsorganisation WHO, weil das Mittel die Sterblichkeit von schwer erkrankten Patienten nicht reduziert habe.

Corona in den USA: Texas ändert Art der Datenerfassung

+++ 10.48 Uhr: Der erste Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 ereignete sich im US-Bundesstaat Texas am 16. März. Mittlerweile sind es laut der Johns-Hopkins-Universität über 5700 Menschen, die positiv auf das Virus getestet wurden und starben. Doch wie das Portal „The Texas Tribune“ feststellt, gehen Experten von weit mehr Todesfällen aus.

Denn seit Montag, 27.07.2020, wendet das Gesundheitsministerium von Texas eine andere Art der Datenerfassung an. Alle Todesfälle, in welchen die Lungenkrankheit Covid-19 als Todesursache verzeichnet wird, werden seit Ende Juli in die Statistik mit hineingenommen. Das war vorher nicht der Fall, denn hier verließ sich das Gesundheitsministerium auf die Zahlen der lokalen Büros. Durch diese Umstellung seien 631 vorher nicht erfasste Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hinzugekommen, so das Nachrichtenportal. Nicht miteinbezogen sind weiterhin Personen, die zwar positiv getestet wurden, deren Tod aber eine andere Ursache hatte.

Corona in den USA: Fauci rechnet mit ersten Ergebnissen zu möglichem Impfstoff im November

Update vom Dienstag, 28.07.2020, 06.50 Uhr:  Im Rennen um einen Corona-Impfstoff geht in den USA ein aussichtsreiches Mittel in die heiße Phase seiner Erprobung. Eine klinische Phase-III-Studie mit 30 000 Probanden zu einem Impfstoffkandidaten der US-Biotech-Firma Moderna habe begonnen, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde NIH am Montag mit. Die erste Test-Impfung eines Patienten in der Stadt Savannah in Georgia am Montagmorgen sei ein „historisches Ereignis“ und die Geschwindigkeit der Entwicklung ein US-Rekord, sagte der US-Top-Immunologe und Regierungsberater Anthony Fauci. Erste Ergebnisse könnten möglicherweise im November vorliegen.

Zahl der Corona-Infektionen unter Kindern nimmt zu

In Florida sind immer mehr Kinder mit dem Coronavirus infiziert.

+++ 20.40 Uhr: In den USA steigen die Zahlen der Corona-Infektionen weiterhin stetig an. Florida gehört zu den am stärksten betroffenen Bundesstaaten – vor allem unter Kindern nimmt die Zahl der Infektionen immer weiter zu. Die Lehrergewerkschaft Florida Education Association bezeichnete diesen Anstieg laut einem Bericht von „cnn.de“ als „alarmierend“ und setzt sich daher gegen die geplante Schulöffnung ein.

Sie verklagen unter anderem den Gouverneur Floridas, Ron DeSantis, und fordern ihn auf, zu berichten, wie viele Schüler und Mitarbeiter in den jeweiligen Bezirken positiv auf das Coronavirus getestet wurden: „Obwohl die Schule noch nicht begonnen hat, wissen wir, dass zahlreiche Schüler, die eine Sommerschule besuchen, positiv getestet wurden. Eltern haben das Recht das zu wissen.“, sagte der Vizepräsident der Florida Education Association in einer schriftlichen Erklärung.

Das Gesundheitsministerium in Florida meldete am Montag (27.07.2020) 8.892 neue Covid-19-Infektionen sowie 77 weitere Todesfälle. Damit haben sich in Florida bisher insgesamt mindestens 432.747 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesopfer beträgt etwa 5.931.

Corona in den USA: Trumps Sicherheitsberater infiziert

+++ 17.40 Uhr: US-Präsident Donald Trumps Nationaler Sicherheitsberater Robert O‘Brien hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er habe „milde Symptome“, erklärte das Weiße Haus am Montag. O‘Brien habe sich in Isolation begeben und arbeite weiter von einem „sicheren Ort“ aus, erklärte die Regierung. Für Präsident Trump und seinen Vize Mike Pence bestehe daher keine Gefahr einer Infektion, hieß es weiter. Auch die Arbeit des Nationalen Sicherheitsrats finde ohne Unterbrechung normal weiter statt.

Das Büro des Nationalen Sicherheitsberaters im Weißen Haus befindet sich in der Nähe des Amtszimmers des Präsidenten. US-Medien berichteten, O‘Brien habe bereits seit mehreren Tagen nicht mehr aus seinem Büro gearbeitet.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater Robert O‘Brien ist positiv auf Corona getestet worden.

Corona-Infektion: Weiterer Fall im Weißen Haus

Zuvor hatte es im Weißen Haus bislang nur im Mai zwei Infektionen mit dem Coronavirus prominenter Mitarbeiter gegeben, die bekannt geworden waren. Dabei handelte es sich um einen Mitarbeiter Trumps und die Pressesprecherin des Vizepräsidenten, Katie Miller.

Trump selbst wird nach eigenen Angaben täglich auf das Coronavirus getestet. Mitarbeiter, Besucher und Journalisten, die in engen Kontakt zum Präsidenten kommen, werden auch getestet.

Investitionen von fast einer Milliarde Dollar für einen Impfstoff

Update vom Montag, 27.07.2020, 08.50 Uhr: Die US-Regierung um Donald Trump will ihre Investitionen in die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus durch die Firma Moderna verdoppeln. Geplant sind nun Investitionen in das Projekt in einer Gesamthöhe von fast einer Milliarde Dollar (860 Millionen Euro), wie aus Angaben des Biotech-Unternehmens vom Sonntag hervorgeht. Zu der bislang zugesagten Investitionssumme der Regierung von 483 Millionen Dollar sollen demnach bis zu 472 Millionen Dollar hinzukommen.

Die deutliche Aufstockung der Investitionen sei dadurch gerechtfertigt, dass die Pläne für die dritte und letzte Testphase für den Impfstoff „erheblich“ ausgeweitet worden seien, erklärte die in Cambridge im Ostküstenstaat Massachusetts ansässige Firma. Die dritte Testphase mit 30.000 Teilnehmern in den USA soll an diesem Montag beginnen.

+++ 13.04 Uhr: Der erste Hurrikan der US-Saison ist in Texas auf Land gestoßen. Lebensbedrohliche Überschwemmungen, starke Winde und heftige Regenfälle bedrohten nun Teile des US-Bundesstaates, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) mit. Gouverneur Greg Abbott rief für zahlreiche Bezirke den Notstand aus. Die in Texas grassierende Corona-Pandemie erschwere die Arbeit der Helfer, sagte Abbott laut US-Medien weiter.

Corona in den USA: Hurrikan trifft Texas – Gouverneur ruft zum Tragen von Masken auf

„Jeder Hurrikan ist eine enorme Herausforderung“, sagte Abbott laut der Zeitung „Houston Chronicle“. Mit Blick auf den Sturm in Texas fügte er hinzu: „Diese Herausforderung ist kompliziert und wird noch verschärft, wenn man bedenkt, dass er durch ein Gebiet fegt, das das am stärksten von Covid-19 betroffene Gebiet des Bundesstaates ist.“ Nach Angaben der renommierten Johns-Hopkins-Universität sind in Folge der Corona-Pandemie bisher rund 5000 Menschen allein in Texas gestorben.

Abbott rief Menschen, die ihre Häuser verlassen müssten, zu Vorsicht auf. Sie sollten Praktiken, „an die wir uns gewöhnt haben“, nicht missachten, etwa das Tragen von Masken, sagte der Gouverneur laut dem US-Nachrichtensender CBS. Es sei wichtig, dass alle Abstand hielten. Daher seien an verschiedenen Orten auch Hotelzimmer bereitgestellt worden. Außerdem solle in Notunterkünften auf Corona getestet werden.

Corona in den USA: Kein Visum für ausländische Studierende

+++ 10.50 Uhr: Ausländische Studierende, deren Kurse im nächsten Semester ausschließlich online stattfinden, erhalten nach Angaben der US-Regierung kein Einreisevisum mehr. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Erklärung der US-Einwanderungsbehörde hervor. Von der Maßnahme dürften wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Unis und Studenten betroffen sein.
 

Update vom Sonntag, 26.07.2020, 07.30 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie hat New York City seine Restaurant-Szene vielerorts auf die Gehwege und Straßen verlegt - daraus ist in der Millionenmetropole eine Street-Dining-Atmosphäre entstanden. Einige Straßen in Manhattan oder Queens sind dieser Tage gesäumt von neuen Außenterrassen aus Holz. Die sind manchmal bunt angemalt oder mit Blumen verziert und meistens gut besucht. „Gratulation Amerika - Du hast gerade Europa erfunden“, schrieb ein Journalist kürzlich auf Twitter zu einem Foto der Smith Street in Brooklyn und beschrieb das neue Sommerflair damit ziemlich gut.

Florida zählt mehr Corona-Fälle als New York

+++ 19.19 Uhr: Der US-Bundesstaat Florida hat New York in Sachen Corona-Infektionen überholt. Die Gesundheitsbehörde in Florida zählt derzeit 414.511 Fälle, wohingegen in New York 411.200 Fälle seit Beginn der Pandemie bekannt sind. New York war lange Zeit der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesstaat in den USA. Mittlerweile steht der Westküsten-Staat Kalifornien mit 435.334 registrierten Corona-Fällen an der Spitze.

Corona in den USA: Zahl der Toten in Kalifornien steigt erschreckend

+++ 11.50 Uhr: Die Situation in den USA verschlechtert sich nach wie vor weiter. Landesweit steigen die Fallzahlen weiter erschreckend an (siehe 8.05 Uhr). Allein im US-Bundesstaat Oregon, der eine allgemeine Maskenpflicht eingeführt hat, starben am Freitag neun Menschen durch Covid-19.

Eine neue erschreckende Höchstzahl an Corona-Toten meldete auch der US-Bundesstaat Kalifornien. Nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums starben 159 Menschen an einem einzigen Tag am Coronavirus. Unterdessen meldete das Gesundheitsministerium von Georgia am Freitag 4813 neue Fälle von Covid-19 - die höchste Anzahl neuer Fälle, die in Georgia innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Pandemie gemeldet wurde.

Immer häufiger setzen die Gouverneure in den einzelnen Staaten neue Maßnahmen zum Schutz vor Corona in Kraft. Während in New York Dutzende von Bars und Restaurants wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen mit Anklagen rechnen müssen, ändert nun auch Mississippi seine Corona-Politik. Dort kündigte Gouverneur Tate Reeves zusätzliche Beschränkungen für gesellschaftliche Zusammenkünfte, Bars, Restaurants und Alkoholverkäufe an: „Wir haben mehr als 1.600 neue Fälle. Das kann so nicht weitergehen. Wir müssen die Dinge ein bisschen anders machen. Wir müssen bereit sein, Opfer zu bringen.“ Bisher hatte sich Reeves geweigert, die Maßnahmen zu verschärfen. Eine allumfassende Maskenpflicht lehnt er auch weiterhin ab.

Corona in den USA: Fallzahlen steigen weiter dramatisch an

Update vom Samstag, 25.07.2020, 8.05 Uhr: Den zweiten Tag hintereinander haben die USA mehr als 70.000 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie mehr als 1000 Todesfälle binnen 24 Stunden registriert. Bis Freitagabend Ortszeit wurden knapp 74.000 Neuinfektionen verzeichnet, wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte. Die Zahl der Corona-Toten binnen 24 Stunden lag bei 1157.

Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA auf 4,1 Millionen, die Zahl der Todesopfer auf mehr als 145.000. Die Vereinigten Staaten liegen damit weltweit an erster Stelle der am härtesten vom Coronavirus betroffenen Staaten.

Die Zahlen in den USA werden nicht besser - das sieht auch Donald Trump inzwischen ein.

+++ 19.45 Uhr: Die Beziehung zwischen US-Präsident Trump und seinem Pandemie-Berater Anthony Fauci scheint sich zu verbessern. Der Immunologe nannte Trumps wieder eingeführtes Corona-Briefing „short and crisp“, also „kurz und knackig“, berichtet CNN. Er freue sich, dass Trump mit wichtigen Informationen an die Öffentlichkeit gehe, beispielsweise Masken tragen und Abstand zueinander einhalten.

Fauci selbst und andere Mitarbeitenden der Einsatzgruppe waren bei dem Corona-Briefing nicht anwesend. Sein Telefon-Gespräch mit Trump zur Corona-Pandemie vergangene Woche bezeichnete er als „positiv“. Auch gegenüber Fox News gab Fauci sich optimistisch: „I believe we’ve always had, and still to this day, have a good relationship“ (Übersetzung: „Ich glaube, wir hatten immer, und auch bis heute, eine gute Beziehung zueinander“), sagt Fauci.

+++ 18.30 Uhr: US-Präsident Trump sagt aufgrund der Corona-Krise in den USA den Parteitag in Florida ab. Eigentlich wollte Trump sich für seine erneute Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner bei einer Großveranstaltung feiern lassen. Doch die Corona-Pandemie kommt ihm dazwischen - und Trump nimmt diese seit Kurzem ernster. Im Juni hatte er noch einen Auftritt in Tusla - im Anschluss stiegen die Corona-Infektionen in die Höhe.

Corona in den USA: Bill Gates äußert sich zu Verschwörungsmythen

Der Microsoft-Gründer Bill Gates hat gegen ihn kursierende Vorwürfe von Verschwörungstheoretikern zurückgewiesen. Zu im Internet verbreiteten Vorwürfen, dass er unter anderem für den Coronavirus-Ausbruch verantwortlich sei und damit noch reicher werden wolle, sagte der US-Mäzen im US-Fernsehsender CNN: „Es gibt eine schlechte Kombination von einer Pandemie und Internet-Netzwerken und Menschen, die nach einer einfachen Erklärung suchen.“ Er hoffe sehr, dass sich am Ende die Wahrheit durchsetzen werde.

Der Microsoft-Gründer und US-Mäzen Bill Gates hat sich erstmals seit dem Ausbruch des Coronavirus über Verschwörungstheorien geäußert.

Gefälschte Fotos und sogenannte Fake News, in denen der US-Milliardär Gates persönlich als Verursacher und Profiteur der Pandemie angegriffen wird, werden seit Beginn der Corona-Krise immer wieder im Internet hochgeladen und geteilt. Ein Video, in dem der Milliardär beschuldigt wird, durch Impfung und Mikrochips „15 Prozent der Bevölkerung eliminieren“ zu wollen, wurde auf Youtube millionenfach angesehen.

Corona in den USA: Eine Befürchtung macht Gates zu schaffen

„Unsere Stiftung hat mehr Geld für den Kauf von Impfstoff gegeben als jede andere Organisation, um Leben zu retten“, sagte Gates mit Blick auf die von ihm und seiner Frau gegründete Stiftung. Seine Gegner erklärten, die Stiftung wolle mit Impfungen „Geld machen und Menschen töten“. Damit werde die Wahrheit aber einfach „verdreht“.

Es gehe darum, „Leben zu retten“, sagte der Microsoft-Gründer - und zeigte sich zugleich optimistisch: „Ich glaube fest daran, dass am Ende immer die Wahrheit siegt.“ Er hoffe nur, dass die Aktionen gegen ihn nicht zu einer allgemeinen Impfskepsis in der Bevölkerung führten, fügte der Amerikaner hinzu.

Corona in den USA: US-Präsident Donald Trump redete das Virus lange klein

In Internet-Videos und zum Teil auch auf den sogenannten Hygiene-Demonstrationen in Deutschland wird unter anderem behauptet, Gates habe ein „Patent“ auf das Coronavirus angemeldet, von dem er nun profitiere. Tatsächlich gibt es bei einem von der Gates-Stiftung unterstützten Institut ein Patent unter der Bezeichnung Coronavirus. Dabei handelt es sich allerdings um einen tierischen Erreger aus der großen Gruppe der Coronaviren, und nicht um das aktuelle Virus Sars-CoV-2.

Die USA sind das Land, das weltweit am stärksten vom Coronavirus getroffen wurde. Experten geben die Schuld dafür auch US-Präsident Donald Trump. Trump hat Covid-19 sehr lange verharmlost und die amerikanischen Bundesstaaten zu Lockerungen gedrängt, um die am Boden liegende Wirtschaft in den USA schnell wieder hochfahren zu können. Erst seit wenigen Tagen scheint selbst beim US-Präsidenten eine Art Umdenken eingesetzt zu haben. Trump zeigte sich vereinzelt mit Maske und bezeichnete das Tagen von Masken plötzlich als „patriotisch“. Erst am Donnerstag stieg die Zahl der Infizierten in den Vereinigten Staaten auf über vier Millionen. Jeder vierte der weltweiten Corona-Toten stammt aus den USA.

Wie sich die Verbreitung des Coronavirus in den USA und die Situation in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Tagen entwickelt hat, können Sie in unserem alten Corona-Ticker nachlesen.

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

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