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Top-Virologe

Corona in den USA - Fauci wieder froh: „Alles“ besser als unter Donald Trump

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Dr. Anthony Fauci spricht in einem Interview über den Regierungswechsel in den USA und kann sich eine Spitze gegen Donald Trump nicht verkneifen.

  • US-Virologe Dr. Anthony Fauci darf unter US-Präsident Joe Biden wieder Fernsehinterviews geben.
  • In einem Gespräch mit Stephen Colbert äußert sich Fauci über die Entwicklungen in der Corona-Krise - und darüber, wie es war, unter Donald Trump zu arbeiten.
  • Die Corona-Fallzahlen in den USA sinken, doch Anthony Fauci mahnt zu weitere Vorsicht, macht den Leuten aber auch Hoffnung auf ein Ende der Pandemie.

USA - In der Corona-Krise wurde er zum Star: Dr. Anthony Fauci, führender Virologe der USA. Doch sein Verhältnis zur abgewählten Regierung von Donald Trump war stets problematisch. Während der frühere Präsident dem Immunologen Fernsehauftritte stets untersagt hatte, darf Fauci unter Joe Biden offensichtlich wieder seine Meinung äußern. Das tut Fauci auch - und lässt dabei kaum ein gutes Haar an Trump und dessen Team.

Late-Show-Moderator Stephen Colbert fragte Anthony Fauci in einem Interview, was sich unter Joe Biden für seine Arbeit geändert habe. „Alles“, antwortet Fauci und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Unter Donald Trump habe so gut wie keine Zusammenarbeit zwischen den Bundesstaaten der USA und der Bundesregierung in Washington D. C. stattgefunden. „Die Entscheidungen wurden den einzelnen Staaten überlassen“, so Fauci. Jetzt gebe es „mehr Kooperation“, zudem würden „mehr Synergien“ entstehen.

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Corona in den USA: Anthony Fauci erleichtert über Regierungswechsel

Die Erleichterung ist Anthony Fauci in dem Video deutlich anzumerken. Immer wieder geriet der Virologe bei Fragen, wie mit der Corona-Pandemie umzugehen sei, mit seinen Vorgesetzten aneinander, als diese noch Donald Trump und Mike Pence hießen. Trumps Verbündete bei Fox News und anderen rechtskonservativen Medien schossen sich auf Fauci ein. Trump, damals noch im Besitz eines Twitter-Accounts, teilte zu einem Zeitpunkt sogar einen Tweet, in dem die Entlassung Faucis gefordert wurde.

Doch die Popularität des Virologen hatte derartige Höhen erreicht, dass Donald Trump bei allen Meinungsverschiedenheiten nicht auf Anthony Fauci verzichten konnte. So blieb der 80 Jahre alte Immunologe, der in seiner Karriere sechs US-Präsidenten beraten hatte, im Amt. Zahlreiche Kommentatoren beknieten ihn, nicht hinzuwerfen, damit zumindest eine Stimme der Vernunft in Trumps Taskforce Protagonisten wie Jared Kushner Paroli bieten könne.

NameAnthony Stephen Fauci
Geburtstag24.12.1940
GeburtsortNew York City
EhepartnerinChrstine Grady (verh. 1985)
Kinder3
BerufImmunologe

Anthony Fauci übersteht Donald Trump und steigt unter Joe Biden auf

Fauci überstand auch die Regierungszeit von Donald Trump und wurde von Joe Biden nach dessen Sieg bei der US-Wahl 2020 direkt zum medizinischen Berater des US-Präsidenten ernannt.

Doch dass Joe Biden und Kamala Harris das Ruder im Weißen Haus übernommen haben, führe nicht automatisch zum Ende der Corona-Krise, betont Anthony Fauci. Die Corona-Impfungen würden gut vorankommen. Die Entwicklung neuer Corona-Impfstoffe wie der von der US-amerikanischen Firma Johnson & Johnson seien sehr positive Signale. Doch auf der anderen Seite stünden die nach wie vor hohen Infektionszahlen in den USA. „Die Fallzahlen sinken gerade drastisch, aber nicht mehr so schnell wie in den vergangenen Wochen. Wir nähern uns einem Plateau, aber auf einem nicht akzeptabel hohen Level“, so Fauci.

Corona bald zu Ende? Anthony Fauci ist sich sicher

Die Maßnahmen, um die Corona-Infektionen weiter zu senken, seien bekannt und müssten nun weiter angewandt werden. Man dürfe nicht aufhören, Masken zu tragen und Abstand voneinander zu halten, so Anthony Fauci. Das gelte vorerst auch für die Leute, die bereits eine Impfung erhalten hätten.

Zu guter Letzt zeigte sich aber auch der ewige Mahner Anthony Fauci zuversichtlich. „Können wir hoffnungsvoll sein?“, fragte Colbert den Immunologen. „Nicht nur hoffnungsvoll. Sie können sich absolut sicher sein, dass es enden wird und wir zurück in die Normalität finden.“ Die Frage sei nur, wann das der Fall sein werde. (Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © Oliver Contreras via www.imago-images.de

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