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Corona-Lage im News-Ticker

++ Corona-News Deutschland: Jetzt droht die Triage

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Die Fallzahlen in der Corona-Krise steigen. Fachleute appellieren an Ungeimpfte. Vielerorts werden die Regeln verschärft – alle Corona-News im Ticker.

  • Deutschland steckt tief in der vierten Corona*-Welle. RKI-Chef Lothar Wieler warnt schon vor der fünften.
  • Bund und Länder einigen sich auf die Verschärfung der Corona-Regeln in Deutschland.
  • Alle Neuigkeiten zur Corona-Lage in Deutschland in unserem Ticker.

+++ 16.07 Uhr: Alle weiteren Neuigkeiten zur Corona-Lage in Deutschland finden in unserem neuen Liveticker.

+++ 12.30 Uhr: Sachsen muss sich nach Angaben der Landesärztekammer auf eine Triage vorbereiten (siehe heutiges Update 11.25 Uhr). Inzwischen ging Erik Bodendieck in einem weiteren Interview mit dem Deutschlandfunk noch etwas genauer auf die Situation ein. Der Präsident der sächsischen Landesärztekammer sagte, die Behandlung aller Patienten sei zurzeit zwar noch leistbar, bei den Prognosen gehe er aber davon aus, dass Sachsen in den nächsten Tagen so in die Belastung hineingehe, dass zwei Menschen um ein Bett „kämpfen müssen“.

Die Überlegung sei dann, wer die besseren Aussichten auf einen Erfolg der Behandlung habe. Ungeimpfte hätten im Fall einer sogenannten extrakorporalen Beatmung, die bei akutem Lungenversagen eingesetzt wird, „eine sehr schlechte Überlebenschance“.

Corona in Deutschland: Lage in Sachsen besonders dramatisch

+++ 11.25 Uhr: In Sachsen droht nach Auskunft des Präsident der sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, schon in den nächsten Tagen eine Überlastung der Intensivstationen. Es sei schon bald damit zu rechnen, dass in bestimmten Regionen des Bundeslandes zwei Patienten um ein Bett konkurrieren müssten, sagte Bodendieck im Deutschlandfunk. Dann drohe eine Triage-Situation: Wer dann eine bessere Aussicht auf eine erfolgreiche Behandlung habe, werde bevorzugt. Ungeimpfte hätten dabei die schlechteren Überlebenschancen.

Die sogenannte Triage bezeichnet die ärztliche Entscheidung, welche Patienten bei knappen Behandlungskapazitäten aufgrund der Schwere ihrer Fälle oder anderer Faktoren zuerst behandelt werden oder keine Intensivbehandlung bekommen.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie ernst die Lage in Sachsen ist: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dort auf einen Wert von 960,7 gestiegen, am Tag zuvor lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Personen binnen einer Woche noch bei 862,1. Innerhalb Sachsens wurde die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1612,4 gemeldet. Es folgt der Landkreis Bautzen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1474,4. Am Montag lagen insgesamt sieben Landkreise über einem Inzidenzwert von 1000.

Ein Pfleger versorgt auf einer Covid-19-Intensivstation Corona-Patienten.

Heftige Kritik an Jens Spahn - Grüne loben Alternative zu Biontech-Impfstoff

+++ 22.11.2021, 09.00 Uhr: Aus Sicht der Grünen ist die aktuelle Impfkampagne in der Corona-Krise von Jens Spahn „schlecht vorbereitet“. Das sagte Janosch Dahmen, Gesundheitspolitiker der Partei, in der ARD. Vor allem der Mange an Vorräten des Impfstoffs von Biontech/Pfizer stelle ein Problem dar.

Doch Dahmen nannte auch eine aus seiner Sicht durchaus akzeptable Alternative zu Bionech: der Corona-Impfstoff von Moderna. Es handele sich dabei um ein „sehr, sehr wirkungsvollenes gut verträgliches, sehr gutes“ Corona-Vakzin, so der Gesundheitsexperte. Geht es nach den Grünen, soll Moderna vor allem bei den Booster-Impfungen flächendeckend zum Einsatz kommen.

Corona-Impfchaos: Jens Spahn in der Kritik

+++ 20.45 Uhr: Nach scharfer Kritik am geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärt der, weshalb der Corona-Impfstoff von Biontech gedeckelt werden soll und wieso er die kritisierte Bestellobergrenze nicht zurückziehen kann: „Ich kann‘s deswegen nicht zurückziehen, weil es einfach ‘ne Frage der verfügbaren Menge ist“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend (21.11.2021) in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. „Wir halten da nichts zurück. Ich kann ja keinen Impfstoff ausliefern von Biontech, der nicht da ist.“

In den letzten zwei Wochen sei die Nachfrage wahnsinnig gestiegen. „Wir werden allein ab morgen sechs Millionen Biontech-Dosen ausliefern“, erklärte Spahn weiter. Durch die massive Nachfrage laufe „unser Biontech-Lager gerade leer“. Er habe ab übernächster Woche „nicht mehr als zwei bis drei Millionen Impfdosen Biontech zur Verfügung“. Spahn räumte ein: „Das hätten wir klarer kommunizieren müssen.“ Die entscheidende Botschaft sei jedoch: „Impfstoff ist genug da“. Moderna sei eine gute, genauso wirksame Alternative.

Corona-News: Scharfe Kritik an Jens Spahn

+++ 18.00 Uhr: Dass Jens Spahn angekündigt hat, die Lieferung von Biontech-Impfstoff zu deckeln, stößt beim Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf massive Kritik. Präsident Thomas Fischbach sprach von einer „inakzeptablen“ Begrenzung. „Wenn wir nur die eingeschränkte Menge zur Verfügung haben, können wir viele unserer Patienten nicht impfen“, fügte er hinzu. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Biontech als einzigen Impfstoff für die Altersgruppe.

Jeder Arzt soll laut dem Beschluss von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nur noch 30 Biontech-Dosen pro Woche erhalten. Das verhindere die Impfung der Kinder und Jugendlichen, zitiert die „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) aus einer am Sonntag vom BVKJ verabschiedeten Resolution. „In einem Moment, in dem die Impfkampagne wieder Fahrt aufgenommen hat, wird die Impfbereitschaft der Menschen durch diese Fehlentscheidung des Bundesgesundheitsministers wieder gemindert werden“, heißt es in der Resolution demnach weiter.

Hintergrund der Deckelung ist, dass gelagerte Moderna-Impfdosen sich ihrem Ablaufdatum nähern und gleichzeitig hauptsächlich Biontech nachgefragt wird. Vergangene Woche hatte die Stiko jedoch ihre Impfempfehlung aktualisiert und empfiehlt nun bei der Impfung von Unter-30-Jährigen nur noch das Biontech-Vakzin gegen Corona.

Corona in Deutschland: Patientenschützer kritisieren Jens Spahn

+++ 12.30 Uhr: Heftige Kritik an der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigten Begrenzung des Biontech-Impfstoffes übt die Deutsche Stiftung Patientenschutz. „Dass jetzt das Biontech-Vakzin nicht ausreichend zur Verfügung steht, ist ein schwerer Schlag gegen die Auffrischungskampagne. Viele impfwillige Menschen sind fassungslos“, erklärte Vorstand Eugen Brysch am Sonntag in Dortmund.

„Die freie Wahl des Impfstoffes war ein zentrales Element. Auch die Strategien der Ministerpräsidentenkonferenz, bis Weihnachten 27 Millionen Impfangebote zu ermöglichen, waren darauf aufgebaut“, erläuterte Brysch. „Diese Beschlüsse und Pläne für das Hochfahren der Impf-Angebote werden praktisch untergraben.“

Jetzt brauche es eine neue Konferenz der Ministerpräsidenten, um Klarheit zu bekommen, wie die Impfangebote unter den neuen Bedingungen an Fahrt aufnehmen sollten. Brysch sprach sich erneut für eine Priorisierung von Booster-Impfungen aus, damit verletzliche Gruppen schneller geschützt würden.

Corona in Deutschland: Tourismusbeauftragter glaubt an Impfpflicht

+++ 9.25 Uhr: Der Tourismusbeauftragte der geschäftsführenden Bundesregierung, Thomas Bareiß, rechnet mit einer Corona-Impfpflicht auch in Deutschland. Die sich immer mehr zuspitzende Lage mache deutlich, dass eine Impfpflicht früher oder später nicht vermeidbar sei, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Es war in der Rückschau betrachtet falsch, das nicht gleich von Anfang an zu sehen. Die damalige Hoffnung ist nachvollziehbar, aber war nicht realistisch.“

Bareiß sagte: „Für mich ist es politisch nicht mehr verantwortbar, dass ganze Branchen, Einzelhändler, Restaurantbetriebe, Clubs, Bars und die ganze Kino-, Kultur- und Veranstaltungsszene 20 Monate im staatlich verordneten Krisenzustand leben und vor großen Existenzängsten stehen, während sich andere die Freiheit nehmen, sich nicht zu impfen.“ Man habe bisher mit historischen Maßnahmen und Summen viele Unternehmen retten können. Auf Dauer gehe das nicht.

Biontech-Gründer: Booster schützt Gründer sehr gut vor Erkrankung

Update vom Sonntag, 21.11.2021, 7.50 Uhr:  Der Schutz vor einer schweren Corona-Erkrankung ist beim Biontech-Impfstoff nach Angaben von Unternehmensgründer Ugur Sahin bis zum neunten Monat sehr hoch. Dies zeigten kürzlich veröffentlichte Studien, sagte Sahin der Bild am Sonntag. Der Impfschutz beginne aber „ab dem vierten Monat“ abzunehmen.

Sahin sprach sich für Auffrischungsimpfungen aus. „Ein Booster schützt zum einen den Geimpften sehr gut vor Erkrankung, er hilft aber auch, weitere Ansteckungsketten zu unterbrechen.“ Das könne uns über den anstehenden schwierigen Winter helfen. 

Sahin sagte dem Bericht zufolge: „Wichtig ist die Tatsache, dass die dritte Impfung den Schutz wieder anhebt. Entsprechend erwarten wir, dass er länger anhält als der Schutz nach der Doppelimpfung und nachfolgende Auffrischimpfungen vielleicht nur jedes Jahr - ähnlich wie bei Influenza - gebraucht werden.“

Corona in Deutschland: Schleswig-Holstein verschärft die Regeln

+++ 22.15 Uhr: Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat eine Verschärfung der Corona-Regeln angestoßen. Das Kabinett beschloss am Samstag (20.11.2021) über die neue Verordnung, unter der Menschen ohne Schutzimpfung gegen das Coronavirus noch weiter vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden.

Das Grundprinzip lautet: Bei Freizeitveranstaltungen gilt 2G (geimpft, genesen), bei beruflichen Veranstaltungen und für Jugendliche 3G (geimpft, genesen oder getestet). Ungeimpfte dürfen keine Innenräume von Freizeitstätten und Gaststätten mehr besuchen. Kinder bis einschließlich sieben Jahren und minderjährige Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, sind davon ausgenommen.

An privaten Zusammenkünften innerhalb geschlossener Räume dürfen nicht mehr als zehn ungeimpfte Personen teilnehmen. Ausnahmen gibt es weiterhin für Kinder unter 14 Jahren. Die neue Corona-Verordnung gilt bis zum 15. Dezember.

Corona: Heftige Kritik an Spahn nach Deckelung von Biontech-Impfstoff

+++ 15.30 Uhr: Es hagelt heftige Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn, nachdem dessen Ministerium am Freitag (19.11.2021) eine „Höchstbestellmenge“ für den Corona-Impfstoff von Biontech* angekündigt hat. Praxen sollen demnach pro Woche nur noch 30 Dosen des mRNA-Vakzins bestellen können, welches bisher 90 Prozent der Bestellungen ausmacht. Grund ist, dass der Impfstoff von Moderna stärker zum Einsatz kommen soll, da eingelagerte Dosen davon ab Mitte des ersten Quartals 2022 verfallen.

Besonders scharfe Kritik kommt daraufhin vonseiten der Ärzte und Ärztinnen. So schrieb der Hausarzt und selbsternannte Impfluencer Dr. Christian Kröner am Samstag (20.11.2021) auf Twitter „Klar Jens Spahn, wir haben ja nur bis Mitte Dezember Patienten mit Biontech terminiert und U30 soll kein Moderne kriegen. Die bestellen/ koordinieren wir natürlich gerne alle um. HACKTS?“ Der Chef des Hausärzte-Verbandes in Mecklenburg-Vorpommern, Stefan Zutz, nannte die Entscheidung gegenüber dem NDR eine „Katastrophe“ für die Corona-Impfkampagne.

Das Gesundheitsministerium verteidigte die Entscheidung am Samstag. Die Präparate von Biontech und Moderna seien beide sicher, wirksam und gleich gut für die Auffrischung zum Schutz vor Corona geeignet.

Corona: Lauterbach glaubt „in jedem Fall“ an neue Lockdowns

+++ 14.00 Uhr: 1,7 Millionen Menschen haben in Deutschland innerhalb einer Woche eine Auffrischung zum Schutz vor Corona erhalten. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. Insgesamt sind damit 5,6 Millionen Auffrischungen erfolgt, teile Spahn mit.

Laut dem Minister kommt die Booster-Impfkampagne damit in Fahrt. „Das Tempo nimmt weiter zu, danke an alle, die mithelfen, es weiter zu steigern“, schrieb er auf Twitter. Insgesamt bleibt die Quote allerdings niedrig: Laut dem RKI haben mittlerweile 6,3 Prozent der Menschen in Deutschland eine Auffrischungs-Impfung zum Schutz vor Corona erhalten.

Corona-News: Debatte über Impfpflicht in Deutschland nimmt an Fahrt auf

+++ 12.30 Uhr: Kommt auch in Deutschland eine Impfpflicht? Österreich hat entsprechende Maßnahmen bereits erlassen, um der grassierenden Corona-Pandemie Herr zu werden. In Deutschland konnte sich weder die amtierende Regierung unter Angela Merkel, noch die kommende Ampel-Koalition bislang zu einem derartigen Schritt durchringen.

Heiko Maas (SPD*) lehnt eine Impfpflicht kategorisch ab. „Die wird‘s nicht geben“ sagte der noch amtierende Außenminister bei Bild Live. Eine Impfpflicht sei nicht notwendig und „aus verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten“ eher schwierig, so Maas.

+++ 10.25 Uhr: Karl Lauterbach glaubt an weitere lokale Lockdowns in Deutschland. Es werde „auf jeden Fall“ dazu kommen, so der SPD-Gesundheitsexperte im Deutschlandfunk, weil Infektionszahlen weiter ansteigen würden. Bislang gelten Teil-Lockdowns in Teilen von Bayern und Sachsen.

+++ Update, 20.11.2021, 07.45 Uhr: Deutschland steckt mitten in der vierten Corona-Welle. Doch bereits jetzt warnen Fachleute vor einer fünften Welle in der Corona-Pandemie. „Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen“, sagte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Laut Wieler könne eine Verschlimmerung der Corona-Siuation in Deutschland nur durch den flächendeckenden Einsatz von Corona-Impfstoffen* verhindert werden. „Der weitere Verlauf des Winters hängt stark davon ab, was jetzt geschieht“, so Wieler. Die vierte Corona-Welle könne zwar nach Meinung von Thomas Mertens, Chef der ständigen Impfkommission (Stiko) durch Impfungen nicht mehr aufgehalten werden. „Die Impfungen sind aber sehr wichtig dafür, wie es im nächsten Jahr aussehen wird“, so Mertens gegenüber dem Nachrichtensender Phönix.

Derweil sind die Fallzahlen in der Corona-Krise* in Deutschland erneut gestiegen. Das RKI meldete am Samstag (20.11.2021) den 13. Tag infolge einen Rekordwert bei der Sieben-Tage-Inzidenz.

Corona-News: Lockdown in Bayern - weitere Reiseziele werden Hochrisikogebiete

+++ 18.50 Uhr: Die Corona-Auffrischungsimpfungen sollen deutlich anziehen und verstärkt mit dem Impfstoff von Moderna* anstelle von Biontech* vorgenommen werden. Das Bundesgesundheitsministerium betonte am Freitag, dass bis Jahresende genug Impfstoff für solche „Booster“ zur Verfügung stehe. Nachdem das Präparat von Biontech bisher mehr als 90 Prozent der Bestellungen ausmache, solle aber vermehrt Moderna eingesetzt werden. Dies solle sichern, dass kurzfristig ausreichend Impfstoff verfügbar ist. Zudem verfielen eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022, was aber vermieden werden müsse.

Für Biontech sollen daher „Höchstbestellmengen“ definiert werden, wie es in einem Schreiben des Ministeriums an die Länder heißt. Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. „Bestellungen für Moderna-Impfstoff werden keiner Höchstgrenze unterliegen und vollumfänglich beliefert“, heißt es in dem Schreiben, das auch der dpa vorliegt.

Corona-Booster-Impfung: Moderna und Biontech

In den Praxen sei wegen der Begrenzung bei Biontech-Bestellungen ab 23. November nun aber mit deutlich erhöhtem Beratungsbedarf zu rechnen, erklärte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). „Das hat zur Folge, dass die meisten Patientinnen und Patienten, die mit Biontech im Rahmen ihrer Grundimmunisierung geimpft wurden, nun - sofern sie über 30 Jahre alt sind - eine Auffrischimpfung mit Moderna erhalten werden“, sagte KBV-Vize Stephan Hofmeister.

Beide Impfstoffe seien nach vorliegenden Studiendaten und laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) gleichwertig. Trotzdem wird es hohen Erklärungsbedarf geben, der wertvolle Zeit bindet, die für das Impfen dann fehlt“, sagte Hofmeister.  

Corona-News: Lockdown in Bayern - weitere Reiseziele werden Hochrisikogebiete

++ Update, 15.45 Uhr: Die Bundesregierung erklärt weitere Länder zu Hochrisikogebieten. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind das sowohl Belgien als auch der Großteil der Niederlande. Beide Länder verzeichneten zuletzt einen deutlichen Anstieg bei den Corona-Fallzahlen. Das berichtete zunächst die ARD*-Tagesschau.

Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich grundsätzlich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Fünf Tage nach der Einreise können Betroffene sich von der Quarantäne befreien, sofern sie einen negativen PCR-Test vorlegen.

Corona-News: Lockdown in Bayern - Markus Söder macht Clubs und Bars dicht

München - Die Corona-Lage in Deutschland verschärft sich mehr und mehr. Am Donnerstag hatten sich Bund und Länder beim Corona-Gipfel auf deutlich härtere Corona-Maßnahmen geeinigt. Jetzt setzt Bayern noch einen drauf. Denn: Ministerpräsident Markus Söder* (CSU*) hat am Freitagmittag einen Lockdown light für Bayern angekündigt.

Bei einer Pressekonferenz leitete Söder mit den Worten ein: „Das Corona-Drama geht weiter in die nächste Runde.“ Ungeimpft zu sein bezeichnete Bayerns Regierungschef als Risiko, die Impfquote im Freistaat sei zu niedrig. Die Konsequenz: „Wir müssen handeln, wir müssen was tun.“

Söder verkündet Lockdown light: Welche Corona-Regeln in Bayern kommen

Alle Corona-Maßnahmen, die Ministerpräsident Söder am Freitag vorgestellt hat, gelten in Bayern vorerst bis zum 15. Dezember. Das sind die Regeln:

  • Es gibt laut Söder einen „De-Facto-Lockdown für Ungeimpfte“. Heißt: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen, Kinder unter 12 nicht eingerechnet.
  • 2G und 2G Plus wird verschärft. Auch körpernahe Dienstleistungen wie Friseure fallen darunter.
  • 2G Plus bedeutet: Genesen oder geimpft mit Maske plus Schnelltest.
  • Der Handel bleibt von 2G ausgenommen.
  • Um 22 Uhr gibt es in der Gastronomie eine Sperrstunde.
  • Bei Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen gilt eine Obergrenze von 25 Prozent bei der Auslastung. Diese Regel greift beispielsweise auch bei Fußballspielen (Bundesliga).
  • Die Kontrollen werden verstärkt.
  • Discotheken, Clubs, Nachtgastronomie und Bars werden geschlossen.
  • Alle Jahresmärkte und Weihnachtsmärkte werden abgesagt.
  • Es soll Überbrückungshilfen geben.
  • Bei Hotspots mit einer Inzidenz von über 1000 muss laut Söder „alles geschlossen werden“. Derzeit betrifft das acht Landkreise in Bayern. Ausnahmen bilden Schulen, Kitas, Handel, Alten- und Pflegeheime.

Söder betonte zudem, dass beim Impfen niemand abgewiesen werden soll. Betriebsärzte sollen wieder verstärkt eingebunden werden. Man hoffe, dass „der Bund eine Impfpflicht einführt“, erklärte der Ministerpräsident. Denn: „Es ist ein lebensgefährliches Unterfangen sich nicht zu impfen.“ (Vincent Büssow, Daniel Dillmann, Nico Scheck und Jennifer Greve mit Agenturen) *fr.de und hna.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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