Corona-Krise

Kontaktverbot wegen Corona: Wen man wieder besuchen darf – und wen nicht mehr

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Wegen der Corona-Krise in Deutschland gilt ein Kontaktverbot. Wen man nach den Lockerungen wieder besuchen darf - und wen nicht mehr.

  • In Deutschland herrscht aufgrund des Coronavirus Sars-CoV-2 ein Kontaktverbot
  • Manche Bundesländer reagieren auf die Coronakrise drastisch: mit einer Ausgangsbeschränkung
  • Doch wen darf man in Zeiten von Corona überhaupt noch besuchen - und wen nicht?

Update vom 24.05.2020, 16.41 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Krise wurden in Deutschland grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert. Darauf einigten sich Bund und Länder, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch (06.05.) in einer Pressekonferenz mitteilte. Allerdings einigte man sich auch auf eine Lockerung. Künftig können sich Angehörige von zwei Haushalten treffen. Auch in der Urlaubs-Frage zeichnet sich langsam aber sicher ein Bild ab.

Und auch wenn sich Bund und Länder in vielen Punkten einig sind, kann es in einzelnen Bundesländern dennoch zu Abweichungen kommen. Eine Übersicht über das Kontaktverbot in den einzelnen Bundesländern. 

Kontaktverbot wegen Corona: Welche Regeln für welches Bundesland gelten

  • Baden-Württemberg: Seit dem 11. Mai sind bei den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen auch Geschwister von der Fünf-Personen-Grenze bei Ansammlungen in privaten Räumen ausgenommen. So darf man nun mit den Personen eines weiteren Haushalts rausgehen. In den eigenen vier Wänden dürfen sich nicht mehr als fünf Personen treffen (Ausnahmen gibt es bei Verwandten und Geschwistern). Die sonstigen Kontaktbeschränkungen sollen vorerst bis zum 5. Juni aufrecht erhalten werden. 
  • Bayern: Wochenlang herrschte in Bayern die Ausgangsbeschränkung. Diese wurde nun gelockert. Gewisse Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen. Seit dem 6. Mai ist es gestattet, eine Person außerhalb des eigenen Haushalts und auch enge Familienangehörige zu treffen oder zu besuchen. Am Donnerstag (07.05.) schloss sich Bayern dann auch der von Kanzlerin Merkel verkündeten Regel an, dass sich zwei Haushalte treffen dürfen.
  • Berlin: Auch Berlin folgt dem Ruf von Kanzlerin Merkel und lockert das infolge der Corona-Pandemie verhängte Kontaktverbot. So ist es nun erlaubt, im öffentlichen Raum und seit dem 11. Mai auch in Gaststätten nicht nur Angehörige des eigenen Haushalts, sondern auch Angehörige eines zweiten Haushalts zu treffen. Das teilte Landeschef Michael Müller (SPD) am Mittwoch (06.05.) mit. Bis dahin galt: „"Im öffentlichen Raum – etwa in Parks oder Gärten – ist der Aufenthalt nur allein, mit Personen des eigenen Haushalts und maximal einer haushaltsfremden Person erlaubt. Auf Wiesen und Grünanlagen gilt zudem ein erweitertes Abstandsgebot: Wer sich auf Freiflächen abseits fest installierter Sitzgelegenheiten niederlässt, muss den erhöhten Mindestabstand von 5 Metern einhalten.“ (Auszug aus der offiziellen Mitteilung des Landes Berlin) Zudem gilt seit dem 9. Mai: Auch im privaten Raum dürfen sich wieder zwei Haushalte treffen - sofern 1,5 Meter Mindestabstand gewahrt wird.
  • Brandenburg: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) teilte mit, dass es in Brandenburg ab Samstag (09.05.) Lockerungen der Kontaktbeschränkungen geben wird. Seitdem können sich zwei Hausstände treffen - im öffentlichen wie privaten Raum. Bis dahin galt jedoch: In Brandenburg darf man nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts bei 1,5 Metern Abstand unterwegs sein. Öffentliche Straßen, Plätze und Parks können nur etwa zum Einkaufen, zum Arbeiten oder für Arztbesuche betreten werden. Auf Ausflüge sollen die Brandenburger verzichten, verboten sind sie allerdings nicht. Wer ein eigenes Ferienhaus  oder -wohnung besitzt, darf diese nutzen. 
  • Bremen: Bremen: In Bremen galt lange das Kontaktverbot. Ansammlungen von mehr als zwei Personen waren grundsätzlich verboten. Ausnahmen galten für Familien und gemeinsam in einem Haushalt lebende Personen. Allerdings hat das Land Bremen das Kontaktverbot nun gelockert. Jetzt können sich Angehörige von zwei Haushalten treffen. Diese Regelung war bisher auf einen Haushalt beschränkt. 
  • Hamburg: In Hamburg herrscht das Kontaktverbot. Nach den Lockerungen dürfen sich jetzt jedoch bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 einzuhalten. 
  • Hessen: Das Kontaktverbot in Hessen wurde verlängert. Allerdings gelten seit dem 9. Mai Lockerungen. So dürfen sich nun Personen zweier Haushalte treffen, etwa Familien oder Freunde. Zuvor durfte man grundsätzlich nur alleine oder zu zweit aus dem Haus. Ausnahmen galten für Familien und Wohngemeinschaften.
  • Mecklenburg-Vorpommern: In Mecklenburg-Vorpommern besteht aufgrund der Corona-Pandemie ein umfangreiches Kontaktverbot. Dieses galt bis zum 10. Mai. So soll man Kontakte zu anderen Menschen außer zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes auf eine absolut notwendige Personenanzahl reduzieren. Weiterhin solle auf Besuche innerhalb des Bundeslandes verzichtet werden - auch von Verwandten. Nach dem 10. Mai hat Mecklenburg-Vorpommern die Kontaktbeschränkungen jedoch lockert. So ist es nun erlaubt, dass sich Menschen aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen.
  • Niedersachsen: Seit Montag (11.05.) dürfen sich in Niedersachsen wieder Angehörige aus zwei Haushalten treffen. Bisher nicht festgelegt sei eine Obergrenze, wie viele Menschen aus zwei Haushalten sich so ab Montag nun treffen können, erklärte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Bis zum 11. Mai galt noch die alte Kontaktbeschränkung. Das heißt: Im öffentlichen Raum durften sich maximal zwei Personen treffen, die nicht zum selben Haushalt gehören. 
  • Nordrhein-Westfalen: In NRW wurden die aufgrund der Corona-Krise verhängten Kontaktbeschränkungen gelockert. Seit dem 11. Mai dürfen sich wieder Menschen aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Weiterhin gilt die Abstandsregelung von 1,5 Metern sowie die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. 
  • Rheinland-Pfalz: Auch in Rheinland-Pfalz wurde das Kontaktverbot gelockert. Seit dem 13. Mai dürfen sich Menschen aus zwei Haushalten treffen - etwa zwei Familien. So könnten zwei Paare auch mal wieder zusammen essen gehen und die Kinder sich solange miteinander beschäftigen, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) als Beispiel. Zuvor galt: Personen durften sich in der Öffentlichkeit nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis des eigenen Hausstands aufhalten.
  • Saarland: Hier mussten die verfügten Ausgangsbeschränkungen nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs sofort gelockert werden. Das heißt übersetzt: Familien dürfen sich wieder begegnen, sofern die notwendigen Abstände eingehalten werden. Zudem darf man sich im Saarland im öffentlichen und privaten Raum mit Familienmitgliedern, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, treffen. Erlaubt es auch, sich mit Personen aus maximal einem weiteren Hausstand zu treffen. 
  • Sachsen: Seit dem 21. März gilt in Sachsen aufgrund der Corona-Pandemie eine Ausgangsbeschränkung. So war das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund verboten. Diese Vorgabe wurde nun zum zweiten Mal gelockert. Zunächst sollten sich ab dem 18. Mai zwei Haushalte treffen dürfen. Nun wurden die Lockerungen schon auf den 15. Mai vorgezogen, wie die Regierung am Dienstag (12.05.) nach einer Kabinettssitzung bekannt gab. Ab dann dürfen sich etwa zwei Familien aus verschiedenen Haushalten, Großeltern und Kinder oder zwei Wohngemeinschaften treffen. Zudem sollen wieder Theater, Kinos und Freibäder öffnen. Kitas und Schulen sollten jedoch erst am Montag (18.05.) wieder öffnen.  
  • Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt hat als erstes Bundesland die Kontaktbeschränkungen gelockert. Seit dem 4. Mai dürfen fünf Personen zusammen unterwegs sein - selbst, wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Bisher war nur die Begleitung von einem Menschen außerhalb des Haushalts gestattet. Allerdings heißt fünf Personen auch fünf Personen. Eine fünfköpfige oder größere Familie könne keinen weiteren Besuch einladen. Vom 28. Mai an dürfen zu privaten Feiern bis zu 20 Gäste eingeladen werden.
  • Schleswig-Holstein: In Schleswig-Holstein wurden die aufgrund der Corona-Krise verhängten Kontaktbeschränkungen gelockert. Seit 9. Mai ist es wieder erlaubt, dass sich zwei Haushalte treffen - also auch zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften. Zudem gilt bei öffentlichen Treffen: Familienangehörige können sich bis zu einer Anzahl von zehn Personen treffen.
  • Thüringen: Das Land Thüringen hat die Kontaktbeschränkungen ebenfalls gelockert. Seit dem 13. Mai können sich wieder Personen aus zwei Haushalten im öffentlichen oder privaten Raum treffen. Bisher war dies den Angehörigen eines Haushalts nur mit maximal einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person möglich. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen gelten jedoch weiter.

Kontaktverbot wegen Corona: Kontaktbeschränkungen verlängert - und doch gibt es Lockerungen

Update vom 06.05.2020, 16.47 Uhr: Nach dem Beschluss von Bund und Länder hat Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet, dass die Kontaktbeschränkungen in Deutschland aufgrund der Corona-Krise grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert werden. 

Allerdings einigten sich Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch auf eine Lockerung. So sollen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen. Heißt übersetzt: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nicht nur allein mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes oder einer weiteren Person gestattet, sondern auch mit den Personen eines weiteren Hausstandes. 

Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verkündet, dass die Ausgangsbeschränkung in Bayern mit sofortiger Wirkung in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt wird. „Heißt für uns alle: Wir dürfen wieder rausgehen“, erklärte Söder. Auch Sachsen-Anhalt hat das Kontaktverbot gelockert. Seit Montag (4.5.2020) dürfen fünf Menschen zusammen unterwegs sein - selbst dann, wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Zudem muss es keinen triftigen Grund mehr geben, um das Haus zu verlassen.

Kontaktverbot wegen Corona: Wen Sie jetzt besuchen dürfen – und wen nicht

Erstmeldung vom 25.03.2020, 09.31 Uhr: Bund und Länder haben sich aufgrund der Coronakrise auf ein Kontaktverbot geeinigt. Dieses gilt seit Montag (23.03.2020) in Deutschland. Der neue Plan umfasst neun Punkte.

Kontaktverbot wegen Corona: Das gilt, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen

1. Die Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den Angehörigen des eigenen Hausstands ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern, besser noch zwei Metern einzuhalten. 

3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. 

4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich.

5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen können sanktioniert werden. 

6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Ausgenommen: Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure oder Kosmetikstudios werden geschlossen.

8. In allen Bereichen und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen. 

9. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben. 

Corona: Ausgangsbeschränkung statt Kontaktverbot in Deutschland

Doch nicht alle Bundesländer ziehen bei diesem Beschluss im Kampf gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 mit. So gelten beispielsweise in Sachsen und Bayern Ausgangsbeschränkungen statt Kontaktverbote. Das heißt übersetzt: Bei einer Ausgangsbeschränkung braucht es einen „triftigen Grund“, um den eigenen Hausstand zu verlassen. Bei einem Kontaktverbot braucht es diesen nicht.

Zudem setzen einige Bundesländer das Kontaktverbot aufgrund der Coronavirus-Pandemie zwar grundsätzlich durch, haben aber auch ortsspezifisch Sonderregelungen veranlasst. Britische Epidemiologen haben in einer Studie herausgefunden, dass Kontaktbeschränkungen oder ein Lockdown bis 2022 am besten eine zweite Corona-Erkrankungswelle verhindern.

Kontaktverbot oder Ausgangsbeschränkung wegen Corona: Welche Regeln für welches Bundesland gelten

  • Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg gilt der 9-Punkte-Plan der Bundesregierung und damit ein Kontaktverbot. Ausnahmen: Die Stadt Freiburg hat wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 ein sogenanntes Betretungsverbot ausgesprochen. Dieses gilt vorerst bis zum 3. April und besagt, wer sich im Freien aufhält, darf dies nur alleine, zu zweit oder mit Personen aus dem eigenen Hausstand. In der Gemeinde Malsch (Landkreis Karlsruhe) herrscht eine Ausgangsbeschränkung
  • Bayern: In Bayern gilt eine Ausgangsbeschränkung. Um die Wohnung zu verlassen, brauchen die Menschen einen „triftigen Grund“. Dazu gehört der Weg zur Arbeit, Einkäufe und Arztbesuche. 
  • Berlin: In Berlin sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten, ausgenommen Familien sowie im eigenen Hausstand lebende Personen. In der Verordnung heißt es weiter, Personen aus dem Stadtgebiet Berlin müssen sich ständig in der Wohnung aufhalten. Allerdings gibt es für diese Ausgangsbeschränkung einige Ausnahmen wie etwa den Weg zur Arbeit, Arztbesuche oder Einkäufe. 
  • Brandenburg: Brandenburg folgt dem 9-Punkte-Plan der Bundesregierung und hat ein Kontaktverbot erlassen. 
  • Bremen: Bremen hält sich ebenfalls an das Kontaktverbot nach Vorbild des 9-Punkte-Plans.
  • Hamburg: Auch Hamburg hat sich dem Bundesentscheid angeschlossen und ein Kontaktverbot erlassen. Bis zum 5. April sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. 
In Deutschland herrscht aufgrund des Coronavirus ein Kontaktverbot.
  • Hessen: In Hessen herrscht ein weitgehendes Kontaktverbot. Auch hier gelten die neuen Regeln seit Montag (23.03.2020). 
  • Niedersachsen: Bis zum 5. April werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen in Niedersachsen untersagt. Es herrscht ein umfangreiches Kontaktverbot
  • Nordrhein-Westfalen: NRW folgt dem Ruf der deutschen Bundesregierung und hat ein Kontaktverbot erlassen. 
  • Mecklenburg-Vorpommern: In Mecklenburg-Vorpommern gilt umfangreiches Kontaktverbot. Bis zum 5. April werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen untersagt. 
  • Rheinland-Pfalz: Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat aufgrund der Corona-Pandemie ein weitgehendes Kontaktverbot ausgesprochen. 
  • Saarland: Saarland hat sich Bayern zum Vorbild genommen und eine Ausgangsbeschränkung verhängt. 
  • Sachsen: Für den gesamten Freistaat Sachsen gilt eine Ausgangsbeschränkung. Wer die Wohnung verlassen möchte, braucht dafür einen „triftigen Grund“. 
  • Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt hat die aufgrund des Coronavirus Sars-CoV-2 aufgerufene Kontaktbeschränkung gelockert. Seit Montag (4.5.2020) dürfen fünf Menschen zusammen unterwegs sein - selbst dann, wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Zudem muss es keinen triftigen Grund mehr geben, um das Haus zu verlassen. Bisher war nur die Begleitung von einem Menschen außerhalb des Haushalts erlaubt.
  • Schleswig-Holstein: Schleswig-Holstein hat ein umfangreiches Kontaktverbot erlassen.
  • Thüringen: Das Bundesland Thüringen hat sich dem 9-Punkte-Plan der Bundesregierung angeschlossen und ein Kontaktverbot erlassen.
In Deutschland herrscht wegen des Coronavirus ein Kontaktverbot. Wen Sie in Zeiten von Corona immer noch besuchen dürfen - und wen nicht.

Kontaktverbot statt Ausgangssperre wegen Coronavirus: Wen man besuchen darf - und wen nicht

Was bedeutet ein Kontaktverbot also konkret für die Menschen? Wen darf man noch besuchen? Darf man überhaupt noch irgendwen besuchen? Grundsätzlich gilt zu beachten: Ein Kontaktverbot ist kein Hausarrest. Die Menschen dürfen trotz Corona nach wie vor ihre Wohnung verlassen. Allerdings dürfen sich nicht mehr als zwei Menschen zusammen im öffentlichen Raum bewegen - außer, es sind Angehörige des eigenen Hausstands. Das gilt auch für Ostern.

Heißt übersetzt: Spazieren gehen mit einem Freund oder einer Freundin ist okay, zu dritt aber nicht. Ansonsten soll zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern, besser zwei Metern eingehalten werden. 

Zudem gilt grundsätzlich beim Kontaktverbot: Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Hausstands sind zwar in Ordnung, sollten aber auf ein Minimum reduziert werden. Damit dürfen sich Eltern und Kinder, die getrennt voneinander leben, gegenseitig besuchen. Gleiches gilt für Paare, die nicht zusammenleben.

Coronakrise: Was bei einem Kontaktverbot erlaubt ist

Auch Besuche bei Sterbenden oder nach einer Geburt sind in Zeiten der Coronakrise erlaubt. Weiterhin bei einem Kontaktverbot gestattet sind: 

  • Weg zur Arbeit
  • Arztbesuche
  • Teilnahme an erforderlichen Sitzungen, Terminen oder Prüfungen
  • Einkäufe, Apothekenbesuche
  • Geld abheben
  • Bedürftigen helfen oder Haustiere versorgen
  • Indiviueller Sport im Freien
Wegen Corona gibt es Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen.

Coronavirus Sars-CoV-2: Ausgangsbeschränkung statt Kontaktverbot wegen Corona

Bei einer Ausgangsbeschränkung sieht die Welt schon etwas anders aus. Hier ist zwar ein Besuch von örtlich getrennt voneinander lebenden Paaren erlaubt. Angehörige, die andernorts leben, dürfen aber nicht besucht werden. 

Die Ausnahme: Wer sich um Pflegebedürftige im privaten Umfeld kümmert, darf diese besuchen, so lange sie in deren Wohnung oder Haus und nicht in einer speziellen Einrichtung untergebracht sind. 

Corona-Kontaktverbot: Wie sieht die Lage an Ostern aus?

Viele Menschen fragen sich sicherlich, ob sie Freunde oder Familie an Ostern trotz Corona-Kontakverbot besuchen können. Das ist davon abhängig, ob in dem jeweiligen Bundesland eine Ausgangsbeschränkung oder ein Kontaktverbot gilt. Gilt eine Ausgangsbeschränkung, beispielsweise in Bayern, dann ist es nicht möglich, Verwandte über Ostern zu besuchen. Bei einem Kontaktverbot hingegen schon, sofern Sie sich an die geltenden Regeln halten.

Eine zunächst befürchtete Ausgangssperre aufgrund des Coronavirus gibt es bis jetzt noch nicht in Deutschland. Allerdings erklärt eine preisgekrönte Chemikerin in einem Video sehr anschaulich, warum die Corona-Krise in Deutschland jetzt gerade erst beginnt und wann sie vermutlich endet. Zudem müssen Allergiker in Zeiten von Corona besonders aufpassen. Sie zählen zur Risikogruppe.

Rubrikenbild: AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Frank Rumpenhorst

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