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Schärfere Maßnahmen gefordert

„Keine Tabus“ in Corona-Hotspots: Folgen Kontaktbeschränkungen für Geimpfte?

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Die Rufe nach schärferen Corona-Maßnahmen werden lauter. Kontaktbeschränkungen für Geimpfte werden gefordert.

Berlin – Auf dem Corona-Gipfel haben Bund und Länder neue Corona-Regeln für Deutschland beschlossen. Angesichts der hohen Fallzahlen an Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 ernteten die Verantwortlichen dafür Applaus. Fachleute aus der Virologie gingen die Maßnahmen hingegen nicht weit genug.* Nun werden ähnliche Stimmen aus der Politik laut. Sie fordern noch schärfere Corona*-Maßnahmen.

Vor allem Ralph Brinkhaus, Fraktionschef der Union im Bundestag, äußerte sich dahingehend. „In Gebieten mit hohen Inzidenzen muss man auch über befristete Kontaktbeschränkungen für Geimpfte nachdenken“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Hotspots dürfe es „keine Tabus“ geben, so Brinkhaus in Bezug auf die Regeln in Schulen. Es müsse natürlich das Bestreben der Bildungsministerinnen und Bildungsminister sein, mit Maßnahmen wie der Maskenpflicht, Corona-Tests und Lüftungskonzepten die Schulen offen zu halten. Die Beschlüsse des Corona-Gipfels seien jedoch nicht ausreichen, um die vierte Welle zu brechen, so Brinkhaus im Interview.

Corona in Deutschland: „Keine Tabus“ in Hotspots

Brinkhaus‘ Vorschlag wurde von Bund und Ländern in Teilen bereits beschlossen. Bei privaten Treffen gelten für Geimpfte – relativ schwache – Kontaktbeschränkungen: In Innenräumen ist die Personenanzahl auf 50 gedeckelt, sofern tatsächlich nur Geimpfte teilnehmen. Für Brinkhaus offenbar eine zu lasche Maßnahme.

Die Rufe nach härteren Corona-Maßnahmen werden lauter. (Symbolfoto)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil brachte diesbezüglich neue Kontaktbeschränkungen für Geimpfte an Weihnachten ins Spiel. „Zahlreiche Familienkontakte“ würden „nach aller Erfahrung auch wieder für eine Reihe von Ansteckungen sorgen“, so Weil gegenüber der Tageszeitung Welt. Eine Neujahrsruhe sei eine tatsächliche Option.

Auch Volker Wissing, FDP*-Politiker und designierter Bundesverkehrsminister, nannte Kontaktbeschränkungen für Geimpfte als Corona-Maßnahme – und riet dazu, an Weihnachten auf Reisen zu verzichten. „Der Winter wird dramatischer als der Winter 2020. Wir dürfen Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen“, so Wissing zur Bild-Zeitung. Weihnachten im kleineren Kreis zu verbringen sei angesichts der aktuellen Corona-Fallzahlen* sinnvoll.

Am Donnerstag (08.12.2021) tagt erneut ein Corona-Gipfel beziehungsweise eine Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Anschließend folgt wohl die erste Beratung mit Olaf Scholz*, der voraussichtlich am Mittwoch zum neuen Bundeskanzler gewählt wird. Bei der MPK soll unter anderem die Neujahrsruhe thematisiert werden. „Am Ende hängt das an der Entwicklung des Infektionsgeschehens und an der Lage auf den Intensivstationen“, betonte Weil. (tu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/Imago Images

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