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In den Krankenhäusern ist die wirtschaftliche und personelle Situation schlecht.
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In den Krankenhäusern ist die wirtschaftliche und personelle Situation schlecht.

Pflegenotstand

Corona-Folgen: Kliniken geht es wirtschaftlich und personell miserabel

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Personalmangel und wirtschaftliche Schwierigkeiten in den Kliniken: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft schlägt Alarm.

Berlin/Frankfurt – In Zeiten der Corona-Pandemie steht die Situation in den Kliniken im Fokus. Hauptproblem ist die Sorge, dass die Krankenhäuser und insbesondere die Intensivstationen überlastet werden könnten. Ein Grund ist der Personalmangel. Zudem sorgen die Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung für Nachwuchsprobleme im Gesundheitssektor.

Nun schlägt die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) angesichts des Personalmangels in den Krankenhäusern Alarm. Vier von fünf Kliniken haben Probleme, offene Pflegestellen auf ihren Allgemein- und Intensivstationen zu besetzen. Das ergibt das aktuelle Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DIK), das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Personalsituation im Gesundheitsbereich: Düstere Prognose

Demnach sind bundesweit rund 22.300 Pflegestellen vakant. Seit dem Jahr 2016 entspricht dies den Angaben zufolge einer Verdreifachung der offenen Stellen. „Der Pflegepersonalmangel ist das drängendste Problem der Gesundheitspolitik. Er muss nach ganz oben auf die politische Tagesordnung“, sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem RND. Ebenfalls düster seien die Zukunftsaussichten für die Besetzung von Stellen. Laut Umfrage erwartet jedes zweite Krankenhaus in den nächsten drei Jahren eine Verschlechterung der Personalsituation in der Pflege.

Zur Personalsituation kommt die wirtschaftliche Lage der Kliniken: Denn auch hier geht es den Krankenhäusern nicht gut. Den Angaben zufolge rechnen 60 Prozent der Kliniken für das abgelaufene Jahr 2021 mit Verlusten. Aktuell stufen der Umfrage zufolge nur noch elf Prozent der Krankenhäuser ihre wirtschaftliche Situation als gut ein. Für das Jahr 2022 erwarten lediglich 22 Prozent der Kliniken eine Verbesserung. Gegenüber dem Vorjahr dürfte sich der Anteil der Einrichtungen, die rote Zahlen schreiben, verdoppeln, erklärte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG).

Folgen der Corona-Pandemie: Kranke bleiben aus Angst vor Covid-19 Zuhause

Die Folgen der Pandemie sind eine Ursache: Der Erhebung zufolge beklagt jedes zweite Krankenhaus eine geringere Belegung als im Vorjahr. So seien planbare Operationen abgesagt worden, um Behandlungskapazitäten für Corona-Erkrankte freizuhalten. Zudem seien die Behandlungszahlen insgesamt gesunken, weil Patientinnen und Patienten aus Sorge vor einer Ansteckung nicht zum Arzt oder in die Klinik gingen.

Derzeit sorgt insbesondere die neuartige Omikron-Variante des Coronavirus für Verunsicherung, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Politik. Die Mutation wird immer wieder als Grund für eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems in Deutschland genannt. Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin hat jedoch bezüglich der Omikron-Variante „erfreuliche“ Nachrichten. (ktho/dpa)

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