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Prof. Dr. Karl Lauterbach
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Karl Lauterbach: Der SPD-Gesundheitsexperte warnt vor ungenauen Impfzahlen.

SPD-Gesundheitsexperte

Corona: Karl Lauterbach fordert einheitliche Daten zum Impffortschritt

  • VonMirko Schmid
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Die Daten der Corona-Impfungen auf lokaler Ebene sind unvollständig. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet deswegen neue Corona-Ausbrüche.

Berlin - Karl Lauterbach warnt vor ungenügend erhobenen Daten der Corona-Impfungen. Sollte die Zahl der Impfungen vor Ort nicht ausreichend gut erhoben werden, sei die Gefahr örtlicher Coronawellen gegeben, so Lauterbach. Als Grund für die ungenauen Zahlen gelten laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) unter CDU-Minister Jens Spahn verschiedene Meldepflichten bei Impfzentren und Arztpraxen.

Sowohl Karl Lauterbach als auch der Bielefelder Epidemiologe Oliver Razum forderten im Programm des ARD-Politikmagazins „Report aus Mainz“ einheitliche Zahlen zum Impffortschritt auf lokaler Ebene, um Impflücken sichtbar zu machen. Nur so könnten gezielte Impfangebote angeboten werden, so SPD-Politiker Lauterbach. Sollte dies nicht geschehen, würde dies dazu führen, dass die Fallzahlen von Neuansteckungen mit dem Coronavirus in bestimmten Brennpunkten stiegen und mithin auch schwere Erkrankungsverläufe zu erwarten wären.

Impfung in ländlichen Gebieten: Karl Lauterbach sieht fehlende Hausarztpraxen als Problem

Oliver Razum unterstrich Lauterbachs Warnung. Sollte es zu einer niedrigen Impfabdeckung in bestimmten Bevölkerungsgruppen oder Regionen kommt, würden dort auch vermehrt Corona-Erkrankungen auftreten: „Das bedeutet wieder volle Intensivstationen, schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle.“ Zwar sei der Datenschutz zu wahren, dennoch müssten belastbare Zahlen aus den Regionen gemeldet werden.

NameKarl Wilhelm Lauterbach
PositionAbgeordneter im Deutschen Bundestag
ParteiSPD
Alter58 Jahre (21. Februar 1963)
GeburtsortDüren, Nordrhein-Westfalen

Ein Problem sieht Karl Lauterbach auch in der Abdeckung mit Hausarztpraxen in ländlichen Gebieten. Oft gebe es auch in Gegenden mit niedriger Impfabdeckung genügend Impfwillige. Diese allerdings hätten oft „einfach nicht die Energie, die Kraft und die Ressourcen“ sich impfen zu lassen, da sie „zum Teil keinen Hausarzt“ hätten und auch nicht ins Impfzentrum gingen.

Zahlen über Corona-Impfungen gelangen von Arztpraxen erst mit Verzögerung zum RKI

Während die Impfzentren gemäß Bundesimpfverordnung die Pflicht haben, ihre Zahlen täglich unter der Angabe der Postleitzahlen der Geimpften direkt an das Robert Koch-Institut zu melden, leiten die Arztpraxen ihre Zahlen zunächst an die Kassenärztliche Vereinigung, welche sie dann an das RKI weiterleitet. Dies führt zum Teil zu starken Verzögerungen. Aktuelle Abrechnungsdaten landeten so samt ihrer Herkunft erst im 3. Quartal beim RKI, hieß es laut BMG gegenüber „Report Mainz“. (Mirko Schmid)

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