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US-Präsident Joe Biden spricht am 06.04.2021 im Weißen Haus über den Fortschritt der USA bei der Corona-Impfung.
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US-Präsident Joe Biden spricht am 06.04.2021 im Weißen Haus über den Fortschritt der USA bei der Corona-Impfung.

Impfungen

„Unglaubliche Fortschritte“ – Biden bescheinigt sich gutes Corona-Impfzeugnis

  • Friederike Meier
    VonFriederike Meier
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Laut US-Präsident Joe Biden können sich ab dem 19. April alle Erwachsenen in den USA gegen das Coronavirus impfen lassen. Kritiker:innen vergleichen seine Regierung jedoch mit der Donald Trumps.

Washington D.C. – Davon können die Menschen in Deutschland bisher nur träumen: Wie US-Präsident Joe Biden am gestrigen Dienstag (06.04.2021) angekündigt hat, sollen in den USA schon in weniger als zwei Wochen alle Erwachsenen unabhängig von Alter, Beruf und Vorerkrankungen einen Impftermin vereinbaren können. „Vom 19. April an ist jeder Erwachsene in jedem Staat, jeder Erwachsene in diesem Land berechtigt, sich in die Schlange zu stellen, um eine Corona-Impfung zu bekommen“, sagtet Joe Biden im Weißen Haus.

Die guten Neuigkeiten verknüpfte Joe Biden aber mit einer Warnung. Das Virus breite sich weiter aus, weil zu viele Menschen der Annahme seien, dass man die Ziellinie schon erreicht habe. „Lassen Sie mich todernst mit Ihnen sein: Wir sind nicht an der Ziellinie“, sagte Biden.

Joe Biden warnt vor Coronavirus in den USA: Zahl der Neuinfektionen steigt wieder

Neue Varianten des Coronavirus verbreiteten sich schnell, die Zahl der Neuinfektionen gehe wieder leicht nach oben und auch die Zahl der Neueinlieferungen in Krankenhäuser sei nicht mehr rückläufig. Auch wenn immer mehr Impfungen verfügbar und mehr Menschen geimpft seien, brauche es Zeit, bis der komplette Schutz eintrete.

Die USA sind - gemessen an absoluten Zahlen der Infektionen und Toten - das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Mehr als 30,8 Millionen Ansteckungen mit dem Coronavirus wurden nachgewiesen, mehr als 556 000 damit verbundene Todesfälle sind bekannt.

Coronavirus in den USA: Mehr als drei Millionen Impfungen pro Tag

Ursprünglich hatte Biden die Bundesstaaten angewiesen, Impfstoffe bis spätestens 1. Mai für alle Erwachsenen freigeben zu lassen. Mehrere Bundesstaaten, wie etwa New York, haben die Staffelung nach Impfgruppen bereits aufgehoben oder dafür einen Termin unabhängig von der Ankündigung des Weißen Hauses bekannt gegeben.

Zuletzt wurden in den USA im Schnitt mehr als drei Millionen Menschen pro Tag geimpft, am Samstag waren es sogar vier Millionen Menschen. Seit Beginn der Impfkampagne im Dezember haben mehr als 108 Millionen Menschen mindestens eine Impfstoffdosis erhalten, mehr als 63 Millionen von ihnen sind vollständig gegen das Coronavirus immunisiert. Damit haben bereits 42 Prozent der erwachsenen Bevölkerung und 76 Prozent der Über-65-Jährigen mindestens eine Dosis erhalten.

Nach Angaben des Weißen Hauses wurden seither mehr als 150 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt - also inklusive der Wochen vor Bidens Start - waren es landesweit nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als 167 Millionen. Das sind über zehnmal so viele wie in Deutschland, wo laut dem Gesundheitsministerium bisher etwas über 15,4 Millionen Dosen verimpft wurden. In den USA leben allerdings nur etwa viermal so viele Menschen wie in Deutschland.

Joe Biden: Auch andere Länder sollen von Corona-Impferfolg der USA profitieren

Der Großteil der Amerikaner:innen werde bis Ende Mai voraussichtlich mindestens einmal geimpft sein, sagte Biden. Er hoffe, vor dem Ende des Sommers ankündigen zu können, dass die USA über mehr Impfstoff verfügten als nötig, um anderen, armen Ländern zu helfen. Solange die Impfung nicht überall auf der Welt verfügbar und das Virus noch nicht in allen Ländern besiegt sei, „sind wir nicht komplett sicher“, sagte Biden.

Vom Impferfolg der Amerikaner sollen auch andere Länder profitieren, wie Biden deutlich machte. Das dürfte aber erst in einigen Monaten so weit sein. Denn die US-Regierung hat es zur Priorität erklärt, zunächst die eigene Bevölkerung zu impfen. Gegen Biden wurde daher schon der Vorwurf laut, die „America First“-Doktrin von seinem Vorgänger Donald Trump fortzusetzen und es insbesondere armen Ländern zu erschweren, an Impfstoffe zu kommen.

Coronavirus in den USA – Öffnungen in Kalifornien

Kalifornien stellte seinen Bürgern am Dienstag in Aussicht, dass Mitte Juni die meisten Corona-Beschränkungen aufgehoben werden könnten. Als Voraussetzung für eine komplette Wiedereröffnung der Wirtschaft nannte Gouverneur Gavin Newsom, dass genügend Impfstoff für alle Kalifornier ab 16 Jahren, die geimpft werden wollen, vorhanden sein und die Zahl der Neuaufnahmen in Krankenhäusern stabil und niedrig sein müsse. (Friederike Meier mit dpa/AFP)

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