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Coronavirus

Jetzt Corona-PK live: Spahn und Wieler über die Delta-Variante und Impfungen

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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  • Alexander Seipp
    Alexander Seipp
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Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler informieren heute über die Corona-Lage im Deutschland. Bezüglich der Delta-Variante mahnen sie zur Vorsicht.

+++ 11.07 Uhr: Hinsichtlich der Aufrechterhaltung von Präsenzunterricht in Schulen sei es notwendig, das im letzten Jahr aufgestellte Schul-Konzept weiterhin zu verfolgen, so Lothar Wieler. „Das Tragen von medizinischen Masken, Pool-Tests mit PCR, regelmäßiges Lüften, das Aufstellen der CO2-Ampel. Wie lange wir Masken empfehlen, hängt vom Infektions-Verlauf ab. Momentan sehen wir die Notwendigkeit bis zum Frühjahr“, so Wieler. Ziel sei es immer, die Schulen offen zu halten und Infektionen möglichst frühzeitig zu erkennen.

„Die Maßnahmen werden angepasst, wenn die Inzidenzen sinken, aber eben auch nicht auf Null“, so Spahn. Er versicherte, dass es nach den kommenden Sommerferien konzeptionell besser klappen würde und dass die Notwendigkeit für einen funktionierenden Schulunterricht gesehen werde. „Wir wollen so viel Normalität wie möglich geben, brauchen aber auch so viel Vorsicht wie nötig“, sagte Spahn. Alle 12- 18-Jährigen, die sich impfen lassen wollen, sollen bis Ende August ein Angebot für eine erste Impfung erhalten.

Jens Spahn in der Corona-PK: Delta-Variante darf Gesundheitssystem nicht überlasten

+++ 10.58 Uhr: Jens Spahn weist darauf hin, dass es bei allen Corona-Maßnahmen nicht darum gehe, Freiheiten einzuschränken. „Arbeit, Schule, Feiern... all das soll wieder möglich sein. Aber was hilft es denn, wenn viele Menschen erkranken?“, so Spahn. Seit Beginn der Pandemie sei es ein Hauptaspekt des Corona-Managements, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

„Dahin, dass bis zu 70 Prozent in Deutschland geimpft sind, müssen wir erstmal kommen. Was heißt es für das Gesundheitssystem, wenn die Delta-Variante zirkuliert? Das müssen wir uns überlegen“, sagte Spahn. Auch sei es wichtig, das bis Ende Juni unter Last und Schmerzen Erreichte aufrechtzuerhalten. „Es liegt an uns, ob wir die Situation im Herbst und Winter unter Kontrolle haben“, sagte Spahn.

Jens Spahn spricht über die Delta-Variante.

Corona-Pressekonferenz: Spahn mahnt zur Vorsicht bei Urlaubsreisen

+++ 10.37 Uhr: Hinsichtlich der gestarteten Urlaubssaison fordert Jens Spahn dazu auf, Reisen in ein Risikogebiet nicht aufzunehmen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Die Testpflicht vor dem Boarding am Abflugort soll weiterhin aufrecht erhalten werden. Und auch bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet gelte weiterhin die zehntägige Quarantänepflicht – „außer man zeigt aktiv einen negativen Coronatest beim Gesundheitsamt vor“, so Spahn. Eigenverantwortung und Vorsichtsmaßnahmen seien weiterhin äußerst wichtig.

Es werde zudem regelmäßig geschaut, wie sich die Corona-Varianten in anderen europäischen Ländern entwickeln, so Spahn. „Es wäre besser, einheitliche Maßnahmen zu haben. Aber solange wir das nicht haben, müssen wir uns weiterhin schützen“, sagte Spahn.

Corona-Pressekonferenz: Spahn und Wieler über Auffrischungsimpfungen

+++ 10.30 Uhr: Leif Erik Sander, Infektionsimmunologe an der Berliner Charité, weist darauf hin, dass es für bestimmte Personengruppen notwendig sein könnte, eine Auffrischungsimpfung im Herbst und Winter zu erhalten. Dabei handelt es sich vor allem um ältere Menschen und gefährdete Personengruppen. Es seien jedoch noch nicht genug Daten da, um den genauen Zeitraum zu bestimmen, wann die Auffrischung notwendig sein wird. „Es wird eine Empfehlung von der Stiko geben, es ist abzusehen“, so Sander. Dafür werde auch ausreichend Impfstoff bereit gehalten, so Spahn. Einen Teil von dem zu erwarteten Impfstoff für dieses Jahr werde mit anderen Ländern geteilt werden können. Ein anderer Teil werde für die Impfungen aufgehoben, so Jens Spahn.

Hinsichtlich der Delta-Variante sei es zudem wichtig, eine noch höhere Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erreichen. „Wir müssen auch Menschen erreichen, die bisher unsicher sind oder keine Notwendigkeit zur Impfung sehen“, so Sander. Nur die vollständige Impfung schütze gegen das gefährliche Virus. Bisher wurden 63 Prozent aller Erwachsenen mindestens einmal geimpft, erklärte Spahn. Der Anteil der Delta-Variante lag zuletzt (Anfang Juni) in untersuchten Laborproben bei 15 Prozent, so Lothar Wieler. Da die Ergebnisse immer nur zeitverzögert ermittelt werden können, gehe man davon aus, dass der Anteil mittlerweile schon deutlich höher sei.

Pressekonferenz zur Corona-Lage: Spahn und Wieler über Delta-Variante

+++ 10.20 Uhr: In der Bundespressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage appellieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, an die Bevölkerung, sich weiterhin vorsichtig zu verhalten. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Die Gefahr vor dem Virus ist noch nicht vorbei“, so Wieler. Eine besondere Gefahr für Ungeimpfte und Ungeschützte stelle weiterhin die Delta-Variante dar. Deswegen sei es sehr wichtig, dass möglichst viele Menschen geimpft werden. „So lange noch nicht alle geimpft sind, müssen wir die niedrigen Inzidenzen verteidigen“, so Wieler.

Es sei eher eine Frage nach Wochen, als nach Monaten, wann die Delta-Variante in Deutschland Oberhand gewinnen würde, sagte Spahn. „Die Frage ist jedoch, unter welchen Bedingungen“, so Spahn. „Wir haben es in der Hand.“ Es komme darauf an, wie viele Menschen sich impfen lassen, ob die Hygienemaßnahmen eingehalten werden und Testangebote – vor allem nach Urlaubsreisen – genutzt würden. Bis Ende Juli sollen alle impfwilligen Erwachsenen ein erstes Impfangebot bekommen, so Spahn. 12- 18-Jährige sollen bis Ende August ein Angebot erhalten.

RKI-Präsident Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn klären über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland auf.

Heute Corona-PK: Spahn und Wieler über die Delta-Variante

Erstmeldung vom Freitag, 25.06.2021, 09.47 Uhr: Im Vorfeld seiner Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn* zum aktuellen Stand des Coronavirus* in Deutschland hat der Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler, für Schutzmaßnahmen in Schulen bis im Frühjahr 2022 plädiert. „Wir empfehlen, dass in Schulen weiter getestet und Mund-Nasen-Schutz getragen wird“, sagte Wieler der Rheinischen Post. „Aus heutiger Sicht würde ich sagen, das sollte bis zum nächsten Frühjahr so sein“. Man müsse das Infektionsgeschehen niedrig halten, da auch Kinder schwer am Coronavirus erkranken könnten. „Und zum anderen haben wir natürlich das Ziel, dass die Schulen offen bleiben.“

Trotz sinkender Corona-Zahlen in Deutschland* mahnt Wieler zur Wachsamkeit. Insbesondere aufgrund der Delta-Variante des Coronavirus rechnet der RKI-Präsident mit einem steigenden Infektionsgeschehen an Schulen in Deutschland. „Es werden vermehrt Fälle bei Kindern auftreten, schon jetzt sehen wir größere Ausbrüche der Delta-Variante in Schulen*“, sagte Wieler.

Corona in Deutschland: Wieler rät weiter zur Maskenpflicht in Innenräumen

Der weitere Verlauf der Pandemie in Deutschland hänge von dem Verhalten aller ab. Insbesondere von dem in der Ferienzeit. „Vor allem in Innenräumen sollten wir weiterhin Mund-Nasen-Schutz tragen, die Kontakte reduzieren und Testangebote nutzen“, so Wieler. Auch vom Impffortschritt hänge es ab, wann es erneut zu einem Anstieg der Zahlen im Herbst und Winter kommen werde. Dass es dazu kommen werde, dies sei laut dem RKI-Chef allerdings sicher. Auch Christian Drosten mahnte, dass man die Delta-Variante ernst nehmen* müsse. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt warnte kürzlich, dass Urlaub im Sommer nur mit Vorsicht zu genießen sei.

RKI-Präsident Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn klären über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland auf.

Ob es allerdings erneut zu schärferen Einschränkungen kommen werde, könne niemand seriös ausschließen. „Aber was ich sicher weiß: Wenn wir jetzt vorsichtig bleiben, wenn wir jetzt in geschlossenen Räumen weiter Masken tragen, wenn wir weiter Abstand halten und die Impfungsraten weiter nach oben gehen, dann können wir das vermeiden“, ist Wieler überzeugt. „Ich kann nur meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass das gemeinsam gelingt.“

RKI-Chef Wieler über Corona-Varianten: Keine Belege, dass Impfstoffe nicht wirken

Wieler versuchte, die Beunruhigung bezüglich des Schutzes der Impfstoffe* gegenüber den Coronavarianten etwas zu zerstreuen. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass die zugelassenen Impfstoffe nicht gegen die Delta-Varianten wirken. Man müsse jedoch vorsichtig sein, da ständig neue Varianten entstehen werden. „Sie müssen schnell erkannt werden und dann die Kontaktnachverfolgung intensiv betrieben werden. Je niedriger die Inzidenzen sind, desto besser kann das den Gesundheitsämtern gelingen“, sagte Wieler. (als mit dpa)

Rubriklistenbild: © Carsten Koall/dpa

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