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Ein Passant mit Mund-Nasen-Schutz geht am Kolosseum in Rom vorbei.
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Italien verlängert Lockdown bis Ende April: Regierung erklärt das ganze Land über Ostern zur „roten Zone“, in der besonders strenge Regeln gelten.

Corona-Pandemie

Italien und Frankreich verschärfen Corona-Maßnahmen – Sonderregeln über Ostern geplant

  • Jasmin Jakob
    VonJasmin Jakob
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Die Corona-Fallzahlen steigen dramatisch, die Impfkampagne kommt nicht nach: Italien und Frankreich wollen über Ostern mit einem Lockdown bis Ende April hart durchgreifen.

Rom/Paris – Angesichts steigender Fallzahlen wollen Italien und Frankreich bis Ende April hart durchgreifen. Beide Länder weiten über Ostern ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Wie die Nachrichten-Agentur AFP berichtet, gelten über die Osterfeiertage Sonderregeln: Während die Italienische Regierung über Ostern das gesamte Land zur „roten Zone“ mit besonders strengen Auflagen erklärt, dürfen die Franzosen bis Montag freizügiger reisen. Dann gilt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache am Mittwochabend (31.03.2021) ankündigte, in ganz Frankreich ein begrenzter Bewegungsradius von zehn Kilometern.

Dennoch will Macron mit Blick auf die dritten Corona-Welle die bereits in 19 Verwaltungsbezirken geltenden Beschränkungen über die Osterfeiertage auf das ganze Land ausdehnen. Denn die Zeit dränge: „Wir sind in einen Wettlauf mit der Zeit angetreten“, begründete er die Dringlichkeit der Maßnahmen und verwies auf einen starken Anstieg der Krankenhaus-Einweisungen unter anderem aufgrund der britischen Corona-Mutante.

Frankreich: Britische Corona-Mutante stellt Intensivstationen vor Herausforderungen

Das Virus habe eine „Epidemie innerhalb der Epidemie“ ausgelöst, sagte er. Die Zahl der Corona-Infizierten auf Frankreichs Intensivstationen stieg laut AFP zuletzt auf 5072 und ist damit höher als auf dem Höhepunkt der zweiten Pandemie-Welle. Damit sind nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums bereits neun von zehn Intensivbetten im Land belegt.

Im landesweit dritten Lockdown sollen Kindergärten und Schulen laut AFP für drei Wochen geschlossen bleiben, Hochschulen und Gymnasien für vier Wochen. Zwei Wochen davon sind jedoch ohnehin Ferien. Zudem umfassen die Maßnahmen landesweite Ausgangsbeschränkungen ab 19 Uhr sowie die Schließung der meisten Geschäfte. Die neuen Beschränkungen sollen ab Samstag (03.04.2021) in Kraft treten. Dem Präsidenten war vor seiner Rede am Mittwoch von vielen Seiten vorgeworfen worden, zu lange mit neuen Maßnahmen gewartet zu haben

Corona-Maßnahmen in Frankreich verschärft: Impfkampagne kommt nicht nach

Der Präsident räumte in der Fernsehansprache eigene Fehler bei der Bekämpfung der Pandemie ein, aus denen er jedoch gelernt habe. Auch beim Vorankommen der Impf-Kampagne. Das langsame Vorankommen der Impfkampagne tue ihm „zutiefst leid“. Nach Angaben der AFP versprach er ab Mitte April die Ausweitung der Impfkampagne auf Menschen über 60. „Bis zum Ende des Sommers“ solle dann allen Französ:innen über 18 Jahren ein Impfangebot gemacht werden können.

Für Mai stellte Macron allerdings bereits mögliche Öffnungsperspektiven für kulturelle Einrichtungen und die Gastronomie in Aussicht. Vorstellbar seien beispielsweise Veranstaltungen im Freien oder die Bewirtung von Gästen im Außenbereich von Lokalen.

Corona-Lockdown in Italien: Über Ostern gelten verschärfte Maßnahmen

In Italien soll der harte Lockdown, bei dem das ganze Land zur „roten Zone“ erklärt wird, bereits ab dem 7. April wieder entschärft werden. Dann sollen alle Regionen entweder als „rot“ oder „orange“ eingestuft werden. Für letztere würden dann wieder weniger strenge Auflagen gelten.

Über Ostern verschärft Italien zudem die Einreise-Bestimmungen für Reisende aus anderen EU-Staaten. Sie müssen nun vor ihrer Einreise einen Corona-Test machen, nach ihrer Ankunft in Italien fünf Tage lang in Quarantäne bleiben und am Ende dieser Zeit wieder einen Corona-Test machen, wie das Gesundheitsministerium in Rom am Dienstag mitteilte. Das Auswärtige Amt in Berlin rät ohnehin bereits von Urlaubsreisen nach Italien ab.

Lockerung der Corona-Maßnahmen in Italien von Impfungen abhängig

Eine komplette Lockerung der Maßnahmen könne erst dann beschlossen werden, wenn die Infektionszahlen und der Fortschritt der Impfkampagne es zuließen, hieß es in einem Regierungsbeschluss am Mittwochabend. Die Regelung erlaubt es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP Schulen, jüngeren Kindern Präsenzunterricht anzubieten und macht Impfungen für Gesundheitspersonal verpflichtend. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die sich nicht impfen lassen möchten, könnten künftig soweit möglich auf Stellen versetzt werden, an denen möglichst keine Ansteckungen stattfinden können.

Die italienischen Behörden meldeten am Mittwoch (31.03.2021) 467 neue Corona-Tote und mehr als 23.000 Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie sind in Italien 110.000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. (jj)

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