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Eine Israelin lässt sich in Jerusalem impfen.
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Eine Israelin lässt sich in Jerusalem impfen.

Pandemie

Corona: Israel macht dicht – auch für Geimpfte

  • Inge Günther
    VonInge Günther
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Die Regierung Israels regiert auf die steigenden Corona-Zahlen: Nahezu alle Einreisenden müssen in Quarantäne – einschließlich der Geimpften.

Tel Aviv - Am Covid-Testzentrum des Ben-Gurion-Airport in Tel Aviv kommt niemand vorbei. Im Slalom schieben die Reisenden sich und ihr Gepäck durch die mit Absperrbändern gesicherten Reihen bis zur Verteilung an eine der zahlreichen Testkabinen. Ohne Farbbändchen am Handgelenk – Nachweis über den erfolgten PCR-Test – darf niemand den Flughafen verlassen. Im neuen Schnellzug nach Jerusalem haben dann erstaunlich wenige Menschen noch ihre Mund- und Nasenmaske anbehalten.

In Israel herrscht das Gefühl vor, dass das Maskentragen von gestern ist. Allzu lange hat man sich dank weltmeisterlicher Impfkampagne auf der sicheren Seite gewähnt. Dabei schnellen die Corona-Infektionszahlen wegen der Delta-Variante in die Höhe. Diese Woche pendelte sie täglich um die Marke 6000 – ähnlich hoch wie in Deutschland, das allerdings fast zehnmal so viele Einwohner:innen wie Israel hat.

Israel: Strenge Regeln wegen steigender Corona-Infektionszahlen

Die Regierung Naftali Bennett hat denn auch jüngst alle paar Tage die Anti-Corona-Regeln verschärft. Seit Mittwoch (11.08.2021) etwa müssen nahezu alle Einreisenden, einschließlich der Geimpften, daheim eine Woche in Quarantäne, einschließlich aus Deutschland sowie den Vereinigten Staaten. Bislang blieben Fluggäste aus den USA aus politischer Rücksicht auf die israelisch-amerikanische Freundschaft von der Auflage verschont.

Die Teilnahme am öffentlichen Leben ist ihnen allen nun erst bei Nachweis zweier negativer Covid-PCR-Tests erlaubt, also einen bei Ankunft sowie ein weiterer am siebten Tag der verlangten Selbstisolation. Obwohl knapp sechzig Prozent der israelischen Bevölkerung doppelt mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft sind und mehr als eine halbe Million der Generation sechzig plus sich seit Beginn des Monats bereits eine dritte Dosis spritzen ließ. Demnächst sollen sich auch die über 45-Jährigen eine Auffrischungsimpfung verpassen lassen. Dennoch gibt es nach wie vor 1,1 Millionen Ungeimpfte, meist Jüngere, die in Sommer- und Feierlaune sind. Dem Aufruf von Premier Bennett, sich impfen zu lassen, folgen sie eher zögernd.

Corona in Israel: „Green Pass“ ist Pflicht

Auch in der arabischen Minderheit sind die Vorbehalte gegen eine Impfung verbreitet, vor allem unter den Beduinen im Negev. „Die Leute hier glauben nicht an ein Vakzin oder dass es ein Virus überhaupt gibt“, meint Fuad Alsana, Direktor im Süddistrikt der staatlichen Krankenkasse Clalit.

Das Corona-Kabinett hat am Mittwoch ein strenges Regelwerk erlassen, das den Besuch von öffentlichen oder privaten Einrichtungen wie Schwimmbädern, Sportstätten, Museen, Restaurants und Hotels ab dem Alter von drei Jahren aufwärts nur noch bei Vorlage eines „Green Pass“ erlaubt – ein digitaler QR-Code, der Impfung, eine überstandene Infektion oder eben einen Covid-Test, nicht älter als 24 Stunden, nachweist. (Inge Günther)

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